Dieser Beitrag beschreibt ein von mir geschriebenes Greasemonkey Userscript für ipernity. Damit kann der fehlerhafte Link auf den Tag-Seiten automatisch ausgetauscht werden.
Was bei ipernity störenderweise nicht funktioniert, ist der “Diashow”-Link auf einer “Tag”-Seite.
Klickt man auf den Diaschau-Link, erscheint folgende Seite:
Falls zusätzlich cooliris installiert ist, öffnet sich außerdem ein Player im neuen Fenster. Das ganze ist besonders ärgerlich, da ipernity selber einen – wie ich finde sehr schönen – Player bereitstellt, der einfach durch manuelles Ergänzen der URL aufgerufen werden kann.
Das ganze muss man sich aber merken und von Hand, was für den ein oder anderen sicherlich inakzeptabel ist.
Daher habe ich dieses klitzekleine Greasemonkey Script geschrieben, welches man auf userscripts.org herunterladen und mit 2 Klicks installieren kann – selbstverständlich ohne Anmeldung und kostenfrei.
-> Ipernity Diaschau Userscript
Das Skript ist unsichtbar und ändert lediglich den Link, so das beim Klick auf “Diaschau” folgende Diaschau gezeigt wird:
Um das Skript zu verwenden, muss Firefox verwendet werden, außerdem muss das Firefox-Add-on Greasemonkey installiert sein. Die Installation von Greasemonkey ist ebenfalls sehr einfach und mit wenigen Klicks erledigt.
Vielleicht kann der ein oder andere von Euch das ja brauchen…
Schon toll dieser technische Fortschritt. Während man vor ein paar Jahren das Auto “mal eben schnell” umparken konnte ohne sich anzuschnallen, kann man das heute wesentlich besser zelebrieren. Manche Autos erfreuen uns durch lustiges Piepen, andere lösen gar nicht erst die Handbremse. Auf das wirklich jede Fahrt zum bewussten Vergnügen wird!
Ebenso weiß man heute auch ein Ladegerät viel mehr zu schätzen, als noch vor 7 oder 8 Jahren. Damals hielt ein durchschnittlicher Handyakku Strom für ca. eine Woche bereit. Bei manchen Geräten zwei Wochen. Mein damaliger Palm m500 hatte Strom für ca. 4 Wochen. Diese desolaten Zustände gehören heute glücklicherweise der Vergangenheit an. Ein heutiges Smartphone hält maximal einen Tag. In letzter Zeit hört man auch immer häufiger von glücklichen Nutzern, die sich sogar mehrfach täglich an Ihrem Ladegerät erfreuen können.
Schön, wenn der technische Fortschritt uns dazu bringt, auch die einfachen Dinge wieder schätzen zu lernen!
In der Werbung findet man in letzter Zeit immer häufiger diese merkwürdigen Muster, die auf den ersten Blick so überhaupt keinen Sinn ergeben. Der Schein trügt jedoch, denn es handelt sich um QR-Codes – und diese sind im Prinzip eine Weiterentwicklung der Strichcodes, wie man sie bereits aus der Preiskennzeichnug für Supermarktkassen kennt. Allerdings kann ein Strichcode (eindimensional) lange nicht so viel Information beinhalten wie ein QR-Code, da dieser zweidimensional ist.
Ein weiterer großer Unterschied zwischen Strichcodes und QR-Codes ist ein nicht-technischer. Während Strichcodes meistens für Produktkennzeichnungen verwendet und fast ausschließlich im geschäftlichen Rahmen genutzt werden, werden QR-Codes oftmals auch eingesetzt, um von jedermann verwendet zu werden.
Wie kann ich QR-Codes lesen?
Zur Entschlüsselung von QR-Codes wird lediglich ein Mobiltelefon mit Kamera und einer entsprechenden Software benötigt. Diese Software wird von verschiedenen Herstellern angeboten und ist meistens auch kostenlos verfügbar. Für Java-taugliche Handys hat sich bei mir der Kaywa-Reader bewährt, den man nach einer Registrierung auf der Kaywa-Seite kostenlos für die meisten Handymodelle herunterladen kann. Für das iPhone gibt es beispielsweise den BeeTagg Reader, Barcodes, Barcode oder mobile-tag, für den BlackBerry, auf Palm, Symbian oder für Windows Mobile gibt es z.B. BeeTagg.
edit: In den Kommentaren wird i-nigma empfohlen (AppStore-Link).
Nachdem die entsprechende Software installiert und geöffnet ist, muss der QR-Code nur noch möglichst gerade, komplett und formatfüllend abfotografiert werden, und die gespeicherten Informationen stehen dem Nutzer sofort zur Verfügung.
Wie werden QR-Codes eingesetzt?
QR-Codes können eingesetzt werden, um ergänzende Informationen zu einem Gegenstand, Artikel oder sonst etwas in der realen Welt zur Verfügung zu stellen. In Frankfurt sind einige Sehenswürdigkeiten beispielsweise mit QR-Codes versehen, die dem interessierten Passanten weitere Informationen zu den jeweiligen Orten liefern. Die Deutsche Bahn nutzt QR-Codes, um die zu Hause ausgedruckten Tickets der Fahrgäste einzulesen. Mazda versieht Werbungen in Zeitschriften mit QR-Codes, die weitere Informationen zu den Fahrzeugen liefern. Die Berliner Sparkasse stellt über QR-Codes ein Online-Gewinnspiel bereit. Informationstafeln können wesentlich übersichtlicher gestaltet werden, wenn sie nur die Überschriften enthalten, und die tiefergehenden Informationen via QR-Code aus dem Internet geladen werden (siehe Bild).
Verschiedene Geschäfte versehen ihre Eingangstüren mit QR-Codes, die Informationen zu den Öffnungszeiten, zu Kontaktmöglichkeiten und ggf. eine Weiterleitung zum Online-Shop liefern, falls der Kunde mal vor verschlossenen Türen steht. Auf Konzertplakaten kann beispielsweise auf eine Seite mit Hörbeispielen der Band, dem Termin und einer Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort verwiesen werden. Das Projekt Semapedia.org hat sich zum Ziel gesetzt, die virtuelle mit der realen Welt zu verknüpfen und bietet dazu die Möglichkeit, QR-Codes zu Wikipedia-Seiten auszudrucken und diese an den entsprechenden Orten aufzuhängen. Ein Verzeichnis mit Bildern und Kartenmarkierungen der aufgehängten Codes findet sich ebenfalls auf der Semapedia.org.
Der Vorteil von diesen Einsatzmöglichkeiten liegt auf der Hand, da erstmalig der Mediensprung von Print auf Web einfach und ohne große Fehlerquellen (durch Tippfehler o.ä.) möglich ist. Wo man sich früher URLs merken und zu Hause eingeben musste oder mehr oder weniger lange auf google suchen musste, ist mit QR-Codes der direkte Abruf von Informationen möglich.
Das ganze funktioniert erst mit heutiger Technologie (QR-Codes statt Strichcodes, leistungsstarke Handys mit Kamera & mobiles Internet) richtig gut, da ein QR-Code relativ viel Information beinhalten kann, also auch Texte oder Internetadressen. Und durch letzteres steigen die Möglichkeiten natürlich ins unendliche. Ein klassischer Strichcode kann wesentlich weniger Information beinhalten; in der Regel sind das Nummern – z.B. eine ISBN. Eine Nutzung von Strichcodes im privaten Rahmen ist somit auch möglich, aber bei weitem nicht so vielseitig und weit verbreitet.
Exkurs in die Strichcode-Welt
Als Beispiel für die private Nutzung von Strichcodes möchte ich eben jenen Strichcode auf Büchern erwähnen, der die ISBN enthält. Hiermit kann man nämlich schnell und einfach sein privates Buchverzeichnis erstellen, indem man die Software Books für MacOS X nutzt. Dazu müssen die Bücher lediglich vor die Webcam des Rechners gehalten werden, Books erkennt den Barcode auf der Rückseite des Buches, ermittelt daraus die ISBN und lädt aus einer Anbindung an die Amazon-Datenbank alle Informationen zum Buch herunter. Der heruntergeladene Datensatz enthält alle relevanten Informationen von Titel und Autor über Jahr und Verlag bis hin zum Coverbild, so dass eine vollständige und auch optisch ansprechende Datenbank erstellt wird.
Das ist zwar nett – aber QR-Codes sind durch den höheren Informationsgehalt universeller und können daher sehr viel mehr.
QR-Codes selbst erstellen
Möchte man selbst Informationen via QR-Code zur Verfügung stellen, so ist das kein Problem. Auf Webseiten wie qrcode.kaywa.com, openqrcode.com oder mobile-barcodes.com ist es sehr einfach möglich, eigene QR-Codes zu erstellen und diese für eigene Zwecke zu nutzen. Der Kreativität, wofür man die Codes nutzen möchte, ist dabei keine Grenze gesetzt. Für den häufigeren Nutzer, der sich schnell URLs vom Rechner aufs Handy übertragen will, kann auch das MacOS X Widget QR Code Reader von Rafel Dohms interessant sein – speichern kann man die erzeugten Codes leider nicht. Für Vollprofis gibt es z.B. mit Barcode Studio auch kostenpflichtige Programme, die über viele Funktionen verfügen und viele Code-Typen erstellen können. Wer ein Poster mit QR-Codes aus einem RSS-Feed erstellen möchte (Stichwort Informationstafeln, siehe Bild oben), der sollte sich mal bei barcodeposters.com umschauen (zur Verdeutlichung hier eine Poster-Version von meinem Blog).
Viel Spaß!
(image credits: Adrian Short & stan)
Zur Zeit liest man unheimlich viel zu den Themen Corporate Identity (CI) und Corporate Design (CD, welches ein Teil der CI ist) im Netz – meistens in Form von Handreichungen für die Erstellung von CI-Guidelines für den Internetauftritt von Firmen. Während die meisten Firmen ihr Augenmerk in der Vergangenheit überwiegend auf das Corporate Design gelegt haben (Logos, Farben, Schriftsätze, Uniformen), wurde die übergeordnete Corporate Identity – die außerdem beispielsweise auch das Benehmen, das Auftreten in der Öffentlichkeit und die Tonwahl bei Äußerungen beinhaltet – oft sträflich vernachlässigt.
Und genau das wird gerade einigen Firmen oder Institutionen zum Verhängnis. Da twittert sich schon mal der ein oder andere Angstellte um seinen Job, indem er Firmeninterna ausplaudert oder vielleicht sogar vergisst, das die Beschwerde über den Chef doch öffentlich ist. Und das Problem betrifft nicht nur 16-jährige Praktikantinnen – die Verlockung, brisante Informationen sofort weitergeben zu können, macht leider selbst vor dem Bundespräsidenten nicht halt. In anderen Firmen herrscht plötzlich ein rauher Wind im Forum der öffentlichen Firmenseite oder im firmenweiten Twitter-Account – meist, weil ein Mitarbeiter sich dort persönlich angegriffen gefühlt hat.
Und was passiert, wenn die Rechtsanwälte eines großen Konzernes plötzlich alle Verhältnismäßigkeit übersehen und Abmahnungen mit horrenden Rechnungsbeträgen an Privatleute schicken, kann man momentan fast monatlich feststellen. Es erübrigt sich an dieser Stelle zu erwähnen, dass die erstrittenen Summen seltenst in einem vertretbaren Verhältnis zu den wesentlich größeren Imageverlusten stehen. Wer die Stimmung der deutschen Blogosphäre in den letzten Monaten verfolgt hat weiß, wovon ich spreche. Ich für meinen Teil werde beispielsweise wohl nie wieder bei Jako oder Jack Wolfskin einkaufen.
Das Problem besteht darin, dass die Leute als Privatpersonen handeln, und nicht mehr als Vertreter der Firma oder Institution.
Natürlich ist es toll, vertrauliche Informationen zu besitzen – allerdings muss man natürlich der großen Versuchung widerstehen, diese sofort in die Welt zu posaunen. Das ist natürlich keine leichte Aufgabe für einen Bundestagsabgeordneten. Kann ja mal schief gehen (Achtung: Ironie). Und sich ins Gedächtnis zu rufen, dass das Internet öffentlich ist – sogar wenn der Chef nicht im Raum ist – hätte so manches Desaster ersparen können. Und wenn die juristischen Abteilungen mancher Firmen ihren Blick aus dem Streitwert-Tunnel lösen, und auf das gesamte Unternehmen weiten könnten, wäre vielen geholfen. Der kleine Privatmann müsste keine Kosten im Rahmen seines 10-Jahres-Budgets berappen, und die Firma müsste lediglich eine kleine eMail schreiben. Der Firma würde zwar ein Streitwert im Gegenwert des Umsatzes der ersten 2 Minuten eines hässlichen Dienstag Vormittags entgehen, dafür aber auch viele Tausend verschreckte Ex-Kunden, deren Kaufkraft wirklich immens gewesen wäre – würden sie jetzt nicht wo anders einkaufen.
Zur Lösung dieser Problematik mittels CI gibt es, wie bereits erwähnt, zahlreiche Anleitungen im Netz. Dabei ist die Empfehlung meistens, ein Regelwerk zu erstellen. Dazu werden oft dicke Wälzer ausgearbeitet, die keiner überblicken und gar keiner verstehen kann, und deren Inhalte sich im 100-Seiten Abstand nicht selten widersprechen. Dazu gibt es dann zahlreiche PowerPoint-Präsentationen und eine ganze Abteilung, die sich nur um die Pflege dieser CI kümmert. Oft mit fraglichem Erfolg. Denn was keiner versteht, kann auch keiner umsetzen – und was keiner überblickt, kann auch keiner beachten. Ein Ansatz, den ich auf dem communtitycamp Berlin 2009 aus einer Session von Vivian mitgenommen habe, ist ein Kommunikationsregelwerk, dass aus einer einzigen Regel besteht und bei einer großen Firma wohl seit Jahren bestens funktioniert:
Tu nichts dummes.
So trivial es auch klingt – im Prinzip ist genau das die Lösung. Oder auf die obigen Beispiele bezogen: Natürlich weiß die Angestellte, dass Ihr Chef auch auf facebook ist; und selbstverständlich weiß ein Bundestagsabgeordneter, dass er keine vertraulichen und geheimen Informationen twittern darf. Übrigens weiß selbst ein Rechtsanwalt, dass ein paar Tausend Euro für einen Großkonzern Peanuts, und ein schlechter Lohn für viel Negativpublicity sind – während an anderer Stelle viel Geld für verhältnismäßig wenig Werbung und wesentlich schwerer zu erreichende Posititvpublicity ausgegeben wird.
Ein Ansatz auf den ich gekommen bin, ist der des 1-Mann-Betriebs oder der klitzekleinen Firma. Ein selbständiger Maurer wird den Teufel tun, schlecht über seine Kunden zu twittern. Ebenso wird er den Heimwerker nicht verklagen, der seine Mauer selbst hochzieht. Viel eher wird er sich freuen, wenn er wenige Tage nach dem Bau die schiefe Heimwerkermauer wieder einreißen und eine neue, gerade Mauer bauen kann. Auch die Form der Kommunikation steht hier völlig außer Frage: Die Firma wird nach außen repräsentiert, wie der Maurer sich selbst präsentiert. Die Firma wird sein Image tragen, und somit auch in jeder Form authentisch sein. Wenn er sich verstellt, wird die Authentizität leiden, da niemand mehr da ist, der das “falsche” Image mittragen kann.
Woran kann man eine “Identity” besser festmachen, als an einer Person?
Natürlich kann man diese Methodik nicht auf einen Konzern übertragen – denn wer soll hier “die Identität” personalisieren? Dennoch können Personen für einen bestimmten “Stil” stehen, der stillschweigend als Corporate Identity erkannt wird. Hier lässt sich beispielsweise Steve Jobs nennen, der mit seinem Verständnis darüber, was einen “Personal Computer” ausmacht, ein Produkt geprägt hat, wie kaum ein anderer. Ebenso hat er mit seiner Art diese Computer zu präsentieren einen Standard geschaffen, der inzwischen ein Markenzeichen der mittlerweile wohlbekannten Marke geworden ist. Und trotzdem beruht ein sehr großer Teil der Corporate Identity dieser Marke – nämlich das Corporate Design – inzwischen auf einer anderen Person: Jonathan Ive. Dieser steht wie kein anderer für das Produktdesign und somit einen sehr wichtigen Teil des Corporate Designs der Firma Apple.
Auffällig hierbei ist, dass gerade bei Apple, wo das Design eines der wichtigsten Produktmerkmale und Kaufkriterien der Kunden ist, ein (!) einziger Designer – also eine Person – maßgeblich im Vordergrund steht. Bei anderen Computerherstellern ist selten eine so eindeutige Handschrift zu erkennen wie bei der Marke Apple. Auch wenn Dell, Acer und Toshiba schicke Geräte im Programm haben, sind diese selten so eindeutig der Marke zuzuordnen, wie es bei Apple üblich ist. Ob die fehlende Handschrift im Design der Produkte der Grund ist, warum man ihre Designer selten kennt, oder ob man die Produkte nicht einer Marke zuordnen kann, weil sie die Handschriften verschiedener Designer tragen, scheint ein Henne-Ei Problem zu sein.
Hauptkriterium für eine gute Corporate Identity und ein gutes Corporate Design ist ein Stil und eine eindeutige Handschrift.
Und dass ein Stil und eine eindeutige Handschrift – in diesem Fall von drei Personen – bestens als CI funktioniert, hat bereits Alfred Lion bei Blue Note Records bewiesen.
Für die nicht-Jazz-Liebhaber unter meinen Lesern: Blue Note Records war bis in die 70er Jahre das Label für großartige Jazz-Platten. Wo das BlueNote-Logo drauf war, war guter Jazz drin. Ganz ähnlich wie das Fat Wreck Chords Logo im Punk. Leider sind die neueren Blue Note Platten nicht mehr ausnahmslos toll.
Alfred Lion hatte den Stil, die Musiker so aufzunehmen, dass sie sich wohl fühlten und Spaß am Spielen hatten. Und das hört man auf den Platten. Allerdings zeichnen sich die LPs von Blue Note Records nicht nur durch die ausgezeichnete Musik aus, sondern auch durch eine großartige Cover Art. Und daran waren zwei großartige Köpfe beteiligt: zum einen der Fotograf Francis Wolff und zum anderen der Designer Reid Miles. Gemeinsam haben sie Albencover geschaffen, die für mich mehr als nur ein gutes Corporate Design darstellen. Diese Platten – meine Damen und Herren – sind die Definition von Corporate Design. Gemeinsam haben die drei etwas geschaffen, was heute wie die perfekte Corporate Identity scheint, die bis heute oft kopiert und nie erreicht wurde.
Ein Fazit gibt es nicht.
So schön es wäre: Einem Großkonzern “einfach” die Handschrift von wenigen Individuen zu verpassen wird kaum möglich sein – und wenn überhaupt, muss so etwas über Jahre wachsen. Ein “Tu nichts dummes”-Grundsatz kann vielleicht in einer Internet-Kommunikationsrichtlinie bestens funktionieren. Allerdings dürfte schon der Gedanke daran, ein Corporate Design auf dem Grundsatz “Mach es hübsch” aufzubauen, jedem designinteressierten Menschen die Haare zu Berge stehen lassen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, und wird mit Sicherheit von Fall zu Fall anders aussehen. Nur eins wird wohl niemals funktionieren: Meterdicke Regelwerke und gigabyteweise PowerPoint Präsentationen zur Corporate Identity.
Der Kai hat ihn sich irgendwann mal ausgedacht, der Martin macht ihn regelmäßig und auch auf vielen anderen Blogs sieht man ihn inzwischen sehr häufig. Den Netzwerktag.
Und deswegen gibts bei mir heute …keinen.
Denn bei mir ist immer Netzwerktag. Denn auf meiner Sartseite hannestrapp.de ist stets eine Übersicht von Links zu vielen der Portale, auf denen ich angemeldet oder aktiv bin, zu finden. Natürlich freue ich mich auch auf diesen Portalen über Euern Besuch – und darauf, mich auch dort mit Euch zu vernetzen. Schaut Euch einfach mal um. Auch ohne Netzwerktag.
Heute habe ich bei Blogwiese eine Aktion gefunden, bei der Johanna und ich natürlich unbedingt mit machen mussten: “Website Finger Hold – Die Person hinter dem Blog”
Mehr Infos zur Aktion gibts im entsprechenden Artikel bei Jeriko. Und hier sind unsere Bilder.
und
Seit Montag ist das Musikvideo zu Varia draußen – unbedingt anschauen!
Natürlich sind Kommentare, positive Bewertungen und der Klick auf den Favoriten-Button immer gerne gesehen – wer Mr. Winterbottom unterstützen will, kann sich also auf vimeo, youtube oder c-tube so richtig austoben! Mehr Infos zu Mr. Winterbottom gibts auf der Homepage oder in der Community.
Neulich hatte ich die Idee, eine Spießer-Punkteliste zu machen. Ich hab mich dann mit Steffen unterhalten, der damals eine ganz ähnliche Liste in der Mache hatte, und wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir zusammen definitiv volle Spießer-Punktezahl erreichen würden. Die Liste habe ich nun mal zusammengeschrieben – und web2.0-mäßig mit Crowdsourcing vervollständigen lassen. Beiteiligt haben sich @joblerone, @MikaIllner, @LeDong, @9fx, @nicxx, @Ganayan und @cassy_cat. Danke Euch! Bleibt nur noch zu sagen: alles nicht zu ernst nehmen – und los gehts!
Wie viele Punkte kannst Du für Dich mit “Ja!” beantworten?
Insgesamt gibt es 31 Punkte, und jede mit “Ja” beantwortete Frage gibt einen Punkt. Da bin ich mal gespannt, wer den Highscore knackt!
Vor zwei Wochen war ich in Saarbrücken und habe durch Zufall erfahren, dass dort die Wanderausstellung “Expedition Zukunft” zu Gast war. Wanderausstellung ist in diesem Fall wörtlich zu verstehen, denn die komplette Ausstellung ist fest in einem Zug verbaut – und dieser Zug steuert von April bis November 2009 die verschiedenen Städte Deutschlands an, wo er jeweils ein paar Tage für die Öffentlichkeit zur Besichtigung bereit steht.
Der Zug misst mit seinen 12 Wagons und der Lok 333m, von denen 300m Länge für die Ausstellung zur Verfügung stehen. Er wird an 216 Tagen in 62 Städten zu sehen sein – leider begann die Tour bereits im April, so dass einige Besichtigungsmöglichkeiten schon vorbei sind. Die kommenden Halte sind dem Fahrplan zu entnehmen. Die Öffnungszeiten sind jeweils von 9 – 17 Uhr (an Feiertagen bis 18 Uhr), der Eintritt ist frei.
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Thematisch deckt der Zug die meisten Bereiche der Wissenschaft ab, wobei die einzelnen Themen jeweils in bestimmten Wagen behandelt werden. So dreht sich in Wagen 3 beispielsweise alles um Bio- und Nanotechnologie, in Wagen 10 um das Thema “flexibel und digital” und im Wagen 7 wird unter dem Thema “wirksam und individuell” über die Zukunft von Krankheit und Gesundheit informiert. Im Ausstellungsplan findet sich eine genaue Aufstellung der einzelnen Wagons und deren Themen.
In meinen Augen ist die Ausstellung sehr gut gelungen, denn sie richtet sich an Menschen aller Altersklassen und aller Bildungsstände. Staunen und lernen kann hier jeder: vom Grundschüler bis zum Greis, und vom Hauptschulabbrecher bis zum Promovierten. Dieser bekannterweise sehr schwierige Spagat ist hier geglückt. Die Themenvielfalt ist so hoch, dass der Einsteiger in vieles einen Einblick gewinnen kann, und selbst der Wissenschaftler gewinnt Einblick in Dinge, von denen er bisher nur am Rande gehört hatte.
Empfehlen würde ich die Ausstellung wirklich jedem.
Packt Eure Freunde, Kinder, Nachbarn, Eltern und Großeltern ein, und schaut Euch die Ausstellung an. Ihr werdet viel lernen, viel mitnehmen, und das alles ohne erhobenen Zeigefinger, und ohne zu merken wie im Zug die Stunden verfliegen. Auch für Schulklassen ist diese Ausstellung in meinen Augen sehr interessant, zumal extra Schulklassenführungen angeboten werden, zu denen auch ein Leitfaden für Lehrer zum Download bereit steht.
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Die Ausstellung ist so angelegt, dass die einzelnen Themenbereiche sehr breit und möglichst vollständig abgedeckt werden. Vieles bleibt dabei jedoch unkommentiert und ohne Erklärung, so dass es sicherlich interessant ist, sich für eine Führung anzumelden, die ab einer Gruppengröße von 10 Personen kostenlos gebucht werden kann. Wenn man allerdings jemanden im Bekanntenkreis hat, der technisch und wissenschaftlich versiert, informiert und interessiert ist, kann man diesen auch fragen, mitzukommen. Denn es ist sicherlich auch interessant, diesen zum privaten Besuch mitzunehmen – denn die Ausstellung ist so angelegt, dass solche Leute zu fast jedem Thema etwas erzählen können.
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Weitere Informationen findet Ihr auf der Website der Ausstellung.
Die verwendeten Bilder stammen von AndiH und HansWalter – Danke dafür! Ich hatte in der Ausstellung leider nur mein Handy dabei – von diesem stammt das Video.
edit: Ergänzt werden zwei Videos, die ich noch im Netz gefunden habe:
Normalerweise halte ich mich ja aus politischen und rechtlichen Themen weitestgehend raus. Aber heute muss ich mein Unverständnis trotzdem ausdrücken. Es könnte nämlich so einfach sein.
Meines Wissens haben wir geltende Gesetze, von denen eines den Satz “Eine Zensur findet nicht statt.” beinhaltet. Von diesem Gesetz weiß ich sogar wo es steht, es ist nämlich der Artikel 5 des Grundgesetzes. Wo das andere Gesetz – oder wie ich deutsches Recht kenne die 10.000 anderen dieses Themengebiet betreffenden Gesetze – steht/stehen, weiß ich leider nicht. Ich weiß nur, dass Kinderpornografie in Deutschland verboten ist, verfolgt und bestraft werden kann. Das ist glücklicherweise auch nicht nur in Deutschland der Fall.
Gesetz 1 bringt uns in der aktuellen Zensursula-Situation leider noch nicht wirklich weiter, denn es schließt lediglich das vorgeschlagene Verfahren aus. Allerdings stößt uns die Situation direkt auf Gesetz 2 – denn dieses müsste nur angewendet werden. Kinderpornografieserver finden, die Verantwortlichen dazu finden und hinter Gitter bringen, die Server gründlich leeren und vorher im Idealfall noch die log-files nach “Kunden” durchforsten um weitere Anhaltspunkte zur Fahndung zu bekommen. Das dies möglich ist, zeigt auch pretzlaff.info. Alles in allem wäre das auf jeden Fall deutlich sinnvoller, als die ganze Sache unter einem Deckmantel zu tarnen, und die Machenschaften unter diesem lustig weiterlaufen zu lassen. Vor allen Dingen wäre diese Methode nach geltendem Gesetz möglich – ohne Änderungen vornehmen zu müssen, und ohne Tür und Tor für eine weitere Zensur mit bisher völlig unbekanntem Ausmaß zu öffnen.
Weitere Links zur Info: internet-law.de, ak-zensur.de, tauss.de, netzploitik.org, kosmar.de, ODEM.blog