Hannes’ Blog

Endlich wieder Internet

Donnerstag, 30. November 2006 von Hannes

Universal Boykott

Montag, 20. November 2006 von Hannes

iPodFun war es am 14.11. zu lesen, beim Tonspion heute: Nach dem Microsoft-Boss Steve Ballmer bezeichnet nun auch Universal-Boss Doug Morris alle iPod-Nutzer als Diebe. Geschickterweise tut er das allerdings indirekt, indem er sagt, dass nicht-Zune-mp3-Player nur Speicher für gestohlene Musik seien.

Ich bin dann gleich zu meinem Plattenschrank gegangen, und hab mal geschaut, wie viele Universal-Scheiben darin zu finden sind. Das sind bei der Musik zum Glück sehr wenige, bei Filmen allerdings erschreckend viele. Was mich nun ärgerlich stimmt ist, dass ich alle Platten und DVD’s im Original besitze. Aus vielen verschiedenen Gründen. Und dann lässt man sich ausgesprochen ungern als Dieb bezeichnen.

Die einzig logische Folgerung für mich ist – und ich kann nur jeden dazu anregen – ab jetzt die Universal Music Group auf die imaginäre Blacklist zu setzen. Mit anderen Worten: Wenn ich im Plattenladen das nächste mal eine interessante Platte in der Hand halten werde, und beim obligatorischen Blick aufs Label das Universal Logo erblicken werde, wird die Platte ganz schnell zurück ins Regal wandern. Denn: Universal – Wir brauchen Euch nicht. Warner Music, Sony und BMG macht genau wie Ihr auch fetten und finanzstarken Mainstream. Alles was Ihr braucht, sind Käufer. Und wenn Ihr die als Diebe bezeichnet, werden die nicht etwa zu Dieben, sondern bleiben weiterhin Käufer – bei anderen Firmen.

P.S.: Die Diskussion und die Idee mit dem Boykott ist übrigens nicht neu, wurde damals vom CCC auch mit Bannern unterstützt und der CCC ist auch heute noch in dieser Sache aktiv.]]>

iPhone die 2te

Donnerstag, 16. November 2006 von Hannes

iPodFun und heute
pressetext.de. Genug Bilder, wie so etwas aussehen könnte und wie Fans sich das iPhone vorstellen findet man einfach über diese google-Suche. Noch ein fiktives Werbevideo findet man hier. Microsoft-Fans aufgepasst: In 5 bis 10 Jahren werdet Ihr auch ein Microsoft-Handy bekommen. Nur dass es drei mal so schwer sein wird, wie alle anderen, und dass man damit nur andere MS-Handys anrufen kann. (kleiner Scherz am Rande)

Aber Tatsache bleibt – Microsofts Fotokopierer sind mit 5 – 10 Jahren Verzögerung zwar langsam – stehen aber niemals still. Das war schon mit Win95 so, als man Dinge wieder aus dem Papierkorb holen konnte (bei MacOS seit 85 oder so), lässt sich über 1000 Beispiele fortführen und ist heute aktueller denn je. Denn wie pressetext.de schreibt, sind einige bisher unbekannte Features vom im Frühjahr 2007 erscheinenden MacOS 10.5 Leopard bereits in einem Vista-Entwicker-Forum aufgetaucht. Auch der Zune (Microsofts neuer mp3-Player), über den einiges lustiges zu lesen war, ist in fast allen Punkten eine iPod Kopie, von Verpackung über Design bis hin zu Inhalten, allerdings nicht ohne die Schwächen, die Kopien halt mit sich bringen. Dazu noch ein paar Links, überwiegend von iPodFun: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben.

Ab jetzt ist übrigens extremste Vorsicht bei Phishing-Attacken geboten, weil man als Kunde nun laut Schiedsspruch haftet, einen Artikel dazu findet sich bei pressetext.de.

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Don Alphonso

Donnerstag, 16. November 2006 von Hannes

Rebellen ohne Markt, welches vielen bekannt sein dürfte, in einer mir nicht bekannten Form ist er auch bei DotComTod im Boot; außerdem ist er Herausgeber des Buches ‘Blogs!‘. Und nicht zuletzt ist er auch Autor des Blogs ‘BlogBar‘, welches mit dem Buch ‘Blogs!’ in Zusammenhang steht. Und gerade heute hat er in BlogBar wieder einen Artikel geschrieben, mal wieder übers StudiVZ – seit einiger Zeit das einzige Thema dieses Blogs. Nun drängt sich natürlich die Frage auf: Ist er nur noch viel interessierter als ich, will er die Leute vor StudiVZ warnen oder gibts da einen Konflikt zwischen BooCompany und StudiVZ, oder gar zwischen Alphonso und Dariani?

Was mich am oben genannten Artikel stutzig gemacht hat, ist die Quelle des ersten Zitats, eine Seite aus Österreich, die wiederum auf diesen Originalartikel von pressetext-deutschland verweist. Autorin dieses Artikels ist Linda Osusky. Dieser Artikel erscheint nun allerdings seriös. Was aber auch dort fehlt, ist eine Aussage des StudiVZ – ob verkauft wird, wird weder bestätigt, noch dementiert. In diesem Fall würde ich das Schweigen jedoch wieder als Hinweis auf den Verkauf deuten.

Im Endeffekt bleibt alles etwas mysteriös, beim StudiVZ ist wohl nicht alles sooo sauber wie es schien, aber in wie fern und vor allen Dingen warum geht Don Alphonso den Dreck suchen?

Eine englische Übersicht über die Geschehnissen ums StudiVZ findet sich übrigens auf dem Kasi-Blog.]]>

Elite Uni?

Donnerstag, 16. November 2006 von Hannes

Dummer Fehler

Donnerstag, 16. November 2006 von Hannes

Seit Tagen begehe ich den unendlich dummen Fehler, in einer Liste Links zu sammeln, über die ich unbedingt etwas schreiben möchte. Zeit hatte ich natürlich wieder keine. Daher ist die Liste inzwischen leider ziemlich lang, daher fange ich am besten oben:

Tolle Möbel habe ich auf einer italienischen Internetseite gefunden.

Schön gemacht ist diese Seite mit einem interaktiven, virtuellen Stuntman.

Zwei moderne Clowns haben sich ich meinem Browser verirrt. Anklicken und genießen – nicht interaktiv, trotzdem kein Film, aber zum anschauen.

Was mich eine ganze Nacht beschäftigt hat, und mir die Lektüre von über 100 Artikeln in diversen (Internet-)Zeitungen und Blogs wert war, ist mal wieder das StudiVZ. Mit der ursprünglichen Sympathie, die ich auch hier im Blog schon erwähnt habe, ist es nämlich ein für alle mal vorbei. Denn anscheinend gehörte auch die zum Erfolgsmodell. Inzwischen ist es offiziell: Beim StudiVZ stinkt so ziemlich alles. Ehssan Dariani (Gründer des StudiVZ) glänzt durch das belästigen junger Frauen in der Berliner U-Bahn und auf diversen Toiletten. Er verschickt Geburtstagseinladungen im Stil einer witzigen Satire auf den ‘Völkischen Beobachter‘ als ‘Kampfblatt der studentischen Vernetzungsbewegung Europas’ mit StudiVZ-Logo – die allerdings weder witzig noch satirisch ist. Alle Domains zum Völkischen Beobachter hat er sich übrigens schon länger gesichert, wie er in diesem Rechtfertigungsversuch schreibt; offizielle Schadenbegrenzung hat er auch schon beschrieben. Zum Gerücht, dass das StudiVZ an Facebook verkauft werden soll, nimmt das StudiVZ im für heute Abend angekündigten Aufklärungsartikel keine Stellung. Darin steht lediglich, dass keine Userdaten verkauft werden. Nach den Geschehnissen der letzten Tage, in denen das StudiVZ so sehr in die Kritik und das Kreuzfeuer der Öffentlichkeit geraten ist ist das eine sehr windige Formulierung. Eine sehr gute Übersicht über die Geschehnisse der letzten Tage kann man sich übrigens bei ‘Blogs!‘, der wohl vollständigsten StudiVZ-Kritik, verschaffen. Dazu ein paar Links:

Übersicht über die Artikel, in denen ‘StudiVZ’ vorkommt.
Vergleich der Einladung mit dem Original des Völkischen Beobachters vom 20.4.1945 – Außerdem Informationen über den geplanten Verkauf an Facebook (15.11.06) (was wie gesagt hier am gleichen Tag weder bestätigt noch dementiert wird)
wieder gefälschte Wikipedia Einträge (13.11.06)
gefälschte Wikipedia Einträge (12.11.06)
Parship und die Daten des internationalen StudiVZ (9.11.06)
Ungereimtheiten in der Geschäftsführung (7.11.06)
Kommentar eines gewissen ‘Don Alphonso’ (vom 6.11.06)
seltsame Blogeinträge (5.11.06)

Nach der Lektüre all dieser Dinge ist es schwer, die Wahrheit herauszufinden, aber das einzig richtige wäre wohl, sich bei sämtlichen StudiVZ und sonstigen Jamba-Background-verseuchten Communitys abzumelden. Das Problem ist nur, dass wir im studentischen Alltag unbedingt eine solche, einfache Kontaktierungsmöglichkeit untereinander brauchen, wie es das StudiVZ ist. Und es gibt bislang keine echte Alternative. Das ist auch der Grund, warum das StudiVZ so wachsen konnte. Abschließend und ganz allgemein zum Thema ‘Gläserne Generation’ möchte ich diesen Artikel von jetzt.de empfehlen.

Aber nun genug mit solch ernsten Themen; diese Sammlung wunderschöner Werbungen ‘Ads of the World’ solltet Ihr Euch unbedingt anschauen. Auch nächste Seiten anklicken lohnt sich!

Eine aus zwei Teilen bestehende, wirklich tolle Flashanimation im Stil vom sicherlich bekannten XiaoXiao N°3 solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen. Ob Ihr Teil 1 oder Teil 2 sehen wollt, werdet Ihr nach dem Laden gefragt.

Die Werbeagentur Leo Burnett hat eine Internetseite, wie man sie von einer Werbeagentur erwartet. Anschauen und staunen. Das ist wirklich webdesign der ganz großen Schule. (Wikipedia-Eintrag zur Agentur)

Dieses coole, aber rein fiktive Werbevideo, welches ein Werbedesigner für den imaginären Kunden Apple gemacht hat, zeigt eine schöne Vision des seit 2000 jährlich von der Mac-Szene erwarteten Apple-Handys. Ich bin wirklich gespannt, ob und wann sich die jährlichen Anzeichen, dass Apple nun ein Handy rausbringt endlich bewahrheiten und wirklich etwas kommt. Bis dahin können wir uns an den Bildern freuen und davon ausgehen, dass – sollte ein Handy kommen – es eher nicht so aussehen wird. Denn wer will schon vor dem Telefonieren zwei Klappen umlegen? Eben; keiner. Und das weiß auch Apple.

Zum Schluss gibt es noch vier Artikel-Links von der Schwadroneuse. Eins, zwei, drei, vier!

Unglaublich

Dienstag, 07. November 2006 von Hannes

Creative Commons wächst, im Web 2.0 ist das freie Geben und Nehmen immer wichtiger – Profit rückt mehr und mehr in den Hintergrund, es gibt wieder mehr Leute, die ideologisch handeln. Man bietet – je nach eigener Fähigkeit – Hilfe in Foren an, stellt seine Gedanken, Bilder und Arbeiten jedem zur freien Verfügung – solange dieser kein Geld damit macht. Entscheidend ist das Urheberrecht und das Nennen des Urhebers – der Lohn des Urhebers ist keine Lizenzgebühr, sondern der entsprechende Bekanntheitsgrad und eine gewisse Beliebtheit, die auch diverse Türen zu öffnen vermag.

Wer das alles nicht verstanden – oder davon gar nichts mitbekommen hat – sind die eben erwähnten ‘dicken Männer’ – sinnbildlich für Institutionen wie die GEMA oder die GEZ, über die ich mich neulich schon ausgelassen habe. Heute hab ich einen Artikel über die GEMA gelesen, der mich schon wieder erschaudern lies. Haben die wirklich nichts verstanden? Gar nichts? Wenn eine Band heute nicht mehr im Internet vertreten ist, wird es ihr wirklich schwer fallen, Platten zu verkaufen. Was sich im Moment auf dem Schlachtfeld Plattenindustrie vs. Internet abspielt, erinnert mich 1:1 an den Kampf in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Musiker vs. Radio/Platten. Damals war man der Meinung, dass man durch Radiosendungen und Schallplattenverkäufe die Leute von Konzerten wegholt. Und da Musiker damals von Konzerten lebten und sich niemand vorstellen konnte von Schallplatten zu leben lag die vermeintliche Folgerung auf der Hand: Wer Platten verkauft, kann keine Konzertsäle mehr füllen. Das das natürlich Mumpitz war, weiß heute jeder. Diese Fehleinschätzung fand ihren Gipfel übrigens am 1.8.1942, an dem die amerikanische Musikergewerkschaft einen ‘recording ban‘ verhängte, der 2 Jahre dauerte und uns heute eine klaffende Lücke in die Vollständigkeit der Jazz-Diskografie reißt. Zwei Jahre, aus denen leider nur sehr unvollständiges und schlecht aufgenommenes Material vorhanden ist.

Gut, das ist lange her, aber wenn sich die ‘alten dicken Männer’ noch an was erinnern können sollten, dann doch daran? Und das YouTube und Konsorten die Verkäufe eher ankurbeln als beschränken, kann wohl jeder bestätigen. Hätte ich dieses Video nicht gesehen, hätte ich mir niemals ‘Satellite’ von ‘P.O.D.’ gekauft; hätte ich nicht zahlreiche ‘The Internet Is For Porn’ Videos gesehen, hätte ich nie etwas von ‘Avenue Q’ gehört – und jetzt überleg ich schon nach New York zu fahren um es mir anzuschauen. Die Liste könnte ich übrigens ewig weiterführen, Beispiele gibt es genug.

Was macht also die GEMA noch? Ist es wirklich noch sinnvoll, das bei jeder Sendung, jedem Konzert horrende Beträge an die GEMA gezahlt werden müssen, von denen erstmal der Löwenanteil in die Verwaltung fließt, um dann die restlichen paar Prozent an die Künstler weiterzuleiten? Das es auch anders geht, wird täglich bewiesen. Wirksystem hat zum Beispiel mit burnTribe ein System geschaffen, welches sich in den letzten Jahren offensichtlich bewährt hat.

Die Musik steht zum kostenlosen runterladen im Netz. Mit Cover und allem Schnickschnack. GEMA-frei. Wirksystem ist nicht bei der GEMA gemeldet. Was übrigens nicht heißt, dass Ihre Lieder ungeschützt sind – denn das Urheberrecht hat mit der GEMA nichts zu tun. Nun kann sich also jeder die Wirksystem-Platten runterladen und nach belieben brennen. Wie das dann weiter geht ist klar: Die Seite wird weiterempfohlen, die Musik wird weitergebrannt. Der Bekanntheitsgrad der Band wächst schnell und über Kontinente hinweg (USA Tour im April 2004). Wo kommt das Geld her? Das ist einfach: da die Band bekannt ist, kann sie überall Hallen füllen und T-Shirts verkaufen, Geld kommt also wie vor 100 Jahren wieder von den Konzerten – die inzwischen nur deutlich besser besucht sind. Außerdem sind die Einnahmen deutlich größer als bei anderen Bands: Denn es wird nichts an die GEMA abgeführt – das Geld landet direkt beim Veranstalter und der Band. Somit haben alle was davon.

Meine Hoffnung, dass der GEMA irgendwann die Augen geöffnet werden, scheint eine Utopie zu sein – ich glaube nicht dran. Dabei könnte man ein System wie die GEMA sicherlich sinnvoll aufziehen, denn nicht alles was die GEMA tut ist schlecht. Aber wenn es jemandem gut geht, wird er nichts ändern. Und dann versucht er mit allen Mitteln, seinen Stand zu halten – und das geht dann zu Lasten von YouTube & Co. Schade eigentlich.]]>

Überfällig

Dienstag, 07. November 2006 von Hannes


Letzte Woche gefunden, nachdem ich einen Artikel über das teuerste Gemälde der Welt gelesen habe: Dieses tolle Spielzeug
(Nein, die Seite funktioniert. Es ist normal das man am Anfang nur weiß sieht. Benutzt Eure Maus, klickt auf die weiße Fläche, und wenn sich dann immer noch nichts tut: drückt eine Taste.)

Meine liebste Blogging-Community ist und bleibt blogger.de – denn dies ist offensichtlich die einzige, die in der Lage ist vernünftige Templates zur Verfügung zu stellen. Ohne Schnickschnack, aber schnell, zuverlässig und einfach. Außerdem ist dies die einzige mir bekannte Blogging-Plattform, die sich von alleine zur Community entwickelt hat, und keine blanke Ansammlung von Einzelblogs ist. Aus dieser Community würde ich gerne vier Blogs vorstellen:


  • Der Gesichter Blogger: Täglich oder zumindest wöchentlich einen Besuch wert. Hier ist jeder Willkommen, im Alltag erblickte Gesichter zu veröffentlichen.

  • dezentral & peripher fehl am platze scheint hier nichts zu sein, denn die Einträge sind meistens so schön geschrieben, dass alles perfekt an seinen Platz im Mittelpunkt gerückt wirkt.

  • Der Kreuzberger schreibt so Sachen in dieses Interdings. Genau.

  • Wer gerne meist lange Texte über das Singledasein der fast 30jährigen Schimmerschnecke lesen möchte, wird hier fündig und glücklich werden.


Nichts mit blogger.de zu tun, aber trotzdem zu empfehlen sind:


  • Der Shopblogger, der ungefähr 50 mal täglich die Neuigkeiten aus seinem Supermarkt und Online-Shop bloggt.

  • Und der Mediengestalter-Blog, der eigentlich genau das beinhaltet, was der Name vermuten lässt…


Ein Produkt über das ich bei trnd.com gestolpert bin, ist das Parkhotel. Ich finde die Idee toll, und das Prinzip und Design hat mich gleich sehr an Dan Pearlmans Projekt ‘objects of desire‘ erinnert, von welchem ich vor vier oder fünf Jahren ein großer Fan war. Glücklicherweise gibt es die Seite immer noch, und sie wurde seitdem auch um die ein oder andere gute Idee erweitert. Also: objects of desire – anschauen lohnt sich…]]>

Nachholbedarf

Montag, 06. November 2006 von Hannes


Am Freitag war ich auf einem Konzert im Birdland in Ettlingen, wo das Martin Auer Quintet gastierte. Das Jazzclub Ettlingen ist eigentlich ganz schön, das Durchschittsalter des Publikums deutlich über 60 und mehr Leute hätten es auch sein können – daran ändert offensichtlich auch die an sich gute Idee Jugendlichen unter 16 Jahren freien Eintritt zu gewähren nichts.

Das Konzert hingegen war toll, Martin Auer (tp) und Florian Trübsbach (sax) sind perfekt aufeinander eingespielt und schaffen Klangsphären, die ich selten so gehört habe. Trompete und Saxofon verschmelzen zeitweise zu einem kraftvollen und dennoch butterweichen Klang, der es einem unmöglich macht, die beiden Instrumente zu trennen oder einzeln zu verfolgen. Der Klang ist so dicht und so perfekt aufeinander abgestimmt, dass man kaum glauben mag zwei Instrumente zu hören – ob in ruigen Passagen oder schnellen Unisono-Parts – die Verschmelzung ist perfekt und es entstehen komplett neue Klangwelten. Das ganze baut auf einer ebenso soliden wie flexiblen Rhythmusgruppe mit Rolf Langhans am Flügel, Andreas Kurz am Bass und Bastian Jütte am Schlagzeug. Gerade Bastian Jütte verdient ein besonderes Augenmerk; seine exakten Grooves lassen ebenso viel Spielraum in ruhigen Passagen, wie sie zu den Höhepunkten der Soli seiner Mitspieler durch unglaubliche Dynamik pushen und unterstützen bis der Arzt kommt. Auch die enorme Vielfalt der Sounds und der federleichte Umgang mit verschiedenen Grooves im gleichen Stück ist sehr beeindruckend. Die Stücke sind – so fern ich das mitbekommen habe – alle aus eigener Feder der fünf Musiker, was aber mit symphatischem Understatement nicht an die große Glocke gehängt wird, sondern sich eher beiläufig und mehr oder minder aus Versehen im Dialog herausstellt. Alles in allem war es ein sehr schönes Konzert, und ich habe mir – wie Ihr auf dem Bild sicherlich schon gesehen habt – gleich alle drei bis jetzt erschienenen Platten gekauft. Besonders gespannt bin ich aber auf die vierte Platte ‘IndieJazz’, die im Frühjahr 2007 erscheinen wird. Einige auf dieser Platte erscheinenden Titel wurden nämlich gespielt – und man kann sich wirklich drauf freuen. Ansonsten kann ich nur empfehlen, sich die Termine anzuschauen, und sich die Band selber anzuhören.

Ansonsten wollte ich eigentlich noch ein paar Links zum besten geben, aber die werten Mitbewohnerinnen werden hungrig – ich geh jetzt kochen…]]>

Neue Shirts

Freitag, 03. November 2006 von Hannes

neue Produktkategorie im T-Shirt Shop online – sozusagen mein Beitrag zur humoristischen Elite-Diskussion.]]>

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