Nachdem ich es seit drei Jahren nicht übers Herz gebracht habe, MacOS X auf meinem PowerBook zu installieren, weil ich das gute alte MacOS 9 so sehr schätze, gab es langsam aber sicher doch Performanceprobleme. Es gab keinen aktuellen VPN Client mehr, die Browser wurden nicht mehr weiterentwickelt, was teilweise zu Darstellungsfehlern führte – von Drittanbieterprogrammen wie Flash und Co ganz zu schweigen, und und und. Schließlich ist MacOS X schon im März 2001 erschienen, und seitdem gab es keine Entwicklungen mehr für MacOS 9. Dennoch war das alte System mir in weiten Teilen symphatischer und deutlich einfacher als das neue. Auch in Sachen Praktikabilität konnte MacOS X erst ab Version 10.3 Panther punkten und OS 9 übertrumpfen. Aber jetzt war Schluss mit lustig; ich hab die Festplatte schweren Herzens formatiert und alles komplett neu auf OS X 10.4 aufgezogen. Und ich muss sagen: es hat sich gelohnt. Obwohl das PowerBook G3 Pismo Anfang 2000 erschienen ist und somit schon zu den alten Herren gehört, bin ich mit der Performance sehr zu frieden. Da merkt man doch den Unterschied zwischen der Einsteigerklasse (früher iBook, heute MacBook) und der Leistungsklasse (früher PowerBook, heute MacBook Pro), denn mit einem iBook würde das alles wahrscheinlich nicht so reibungslos laufen. Sicherlich ist es von der Geschwindigkeit her nicht mit den aktuellen MacBooks oder gar MacBook Pros zu vergleichen, aber es tut – und das stabil, zuverlässig und doch erstaunlich flott. Der Vorteil ist, dass jetzt wieder alles läuft – also alles aktuelle – und der Rechner jetzt wieder in vollem Betrieb ist, was vorher nicht unbedingt der Fall war. Gerade jetzt sitze ich zum Beispiel in der Uni im AKK und schreibe auf dem Sofa sitzend diesen Eintrag – und in Zukunft wird man mich sicherlich wieder häufiger mit Rechner an der Uni antreffen. Schon praktisch sowas.
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