Hannes’ Blog

Microsoft Excel

Dienstag, 26. Juni 2007 von Hannes

Welcher Vollidiot hat eigentlich die Benutzerdialoge von Excel geschrieben? Kostprobe gefällig?

‘Ein Pivot-Table Bericht kann Sie aus Bereichen verschiedener Tabellen erstellen, wobei…’ – Danke, sehr aufmerksam, aber ich möchte gar nicht von einem Pivot-Table Bericht erstellt werden…

In der Hilfe zum MAX-Befehl: ‘Zu der Matrix oder dem Bezug gehörende leere Zellen, Wahrheitswerte oder Text werden ignoriert. Müssen Wahrheitswerte und Text ignoriert werden, verwenden Sie stattdessen MAXA.’ – Ahja, das ist an sich schon logisch…

‘Microsoft Excel hat Daten unmittelbar neben den markierten Zahlen entdeckt.’ WOW! Wahnsinn! Herzlichen Glückwunsch! Die waren ja auch sauschwer zu finden, schließlich ist eine Spalte einer prall gefüllten Tabelle ausgewählt! Aber es geht noch weiter: ‘Da Sie diese Daten nicht markiert haben, werden sie nicht’ Aha. Sie werden also nicht. Dieser Satz keinen Sinn. Was werden sie denn nicht? Irgendwie ist es wichtig, daher würd’s mich schon mal interessieren…

Ich gebs auf. Es sind nicht nur die Kneggesse von den Benutzerdialogen bei Microdoof, die zu dumm für alles sind. Wenn man in einer Tabelle mit Formelbezug die Sortierung ändert, werden nicht etwa die Formeln vorher festgesetzt. Nein, das wär ja logisch und würde Sinn ergeben. Stattdessen werden die Formeln beibehalten, und die Werte anhand der neu sortierten Tabelle neu berechnet. Ergebnis: Die Spalte die ‘mit absteigender Größe’ sortiert ist, sieht jetzt so aus: ‘32, 1, 32, 31, 32, …’. Mit anderen Worten: jetzt ist alles falsch. Entweder Excel müsste die Werte vorher festsetzen, so dass die Reihenfolge stimmt, oder aber so lange rekursiv weiterrechnen, bis wenigstens die Sortierfolge wieder stimmt. Beides tut’s nicht, das Programm ist echt Spielzeug und nicht für ernst zu gebrauchen. Leute – schaut Euch mal FileMaker oder die Programme von Adobe an und übt noch mal weiter…

flickr hats immer noch nicht verstanden

Donnerstag, 21. Juni 2007 von Hannes

Seit heute können deutsche flickr user wieder moderate Bilder sehen. Restricted bleibt weiterhin gesperrt für die Deutschen. flickr hat immer noch nicht verstanden, dass es hier nicht um den Grad der Zensur, sondern um die Zensur überhaupt. Deutsche wollen nicht zensiert werden – und es gibt auch keine Inhalte auf flickr die in Deutschland verboten sind – außer dem Hakenkreuz, welches in der Tat bei uns verboten ist – welches aber jedes 5-jährige Kind auf flickr sehen kann.

Zensur ist bei uns allerdings verboten. In Deutschland verbotene Bilder sind auf flickr ohnehin schon verboten – oder erlaubt flickr Kinderpornografie? Erlauben Amerikaner Kinderpornografie? Wir haben strenge und wohldefinierte Jugendschutzgesetze in Deutschland, und das Kriterium ‘Bilder die ich nicht meiner Oma zeigen würde’ trifft wohl kaum die Standards dieser Gesetze. Da die Filter meistens von Amis oder nach amerikanischen Kriterien gesetzt sind (so hab ich das immer gehandhabt), filtern sie überwiegend Nacktheit – die in Deutschland allerdings erlaubt ist (siehe Titelblatt Bildzeitung). Selbst der Obermacker vom Jugendschutz sieht das so, das flickr übertreibt, keine Deutschen Gesetze erfüllt sondern offensichtlich eher die eigene ‘Familienfreundlichkeit’ (wohlgemerkt nach amerikanischen Gesichtspunkten) wahren will und das ganze versucht einfach auf deutsche Gesetze abzuwälzen.

Oder keiner bei flickr versteht Deutsch, was ich mir auch gut vorstellen kann bei diversen Übersetzungen – wie will jemand deutsche Gesetze im übelsten Juristendeutsch übersetzen und verstehen, der an ‘6 comments’ schon scheitert? Aber vielleicht sollten wir die Zenur einfach mal kurz links liegen lassen, und flickr für das Zeigen des Hakenkreuzes in Deutschland verklagen – denn das ist wirklich eine Straftat in Deutschland. Das steht auch auf englisch im Internet, das hätten sie wissen können und DAS hätten sie filtern MÜSSEN! Leider haben sie sich zu viel auf Titten beschränkt… dumm das. Wenn das durch ist können wir dann ja alle unser Geld zurückverlangen.

flickr liegt im sterben

Mittwoch, 20. Juni 2007 von Hannes

und es tut mir nicht mal wirklich leid – bei der grenzenlosen Arroganz, Ignoranz und Überheblichkeit seitens flickr und inzwischen sogar seitens einiger user hat flickr es wohl nicht besser verdient. Ich spare mir jetzt genauer auf die Zensuren einzugehen – darüber liest man überall sonst genug – die Blogs, Heise, Spiegel-Online und Konsorten sind voll davon; flickr selber quillt über von Anti-Zensur-Gruppen und Protestbildern. Lediglich Explore ist ‘bereinigt’, aber das gibt nur mehr Zündstoff für die Protestler…

Es ist schon sehr schade um flickr, denn es war eine sehr gute und einzigartige community – es gab viele coole Leute, viele hervorragende Bilder, eine super Gemeinschaft und und und. Es gab zwar schon immer viele Stinkstiefel, aber von denen hat man selten was bemerkt. Und der Anteil der Schmuddeluser blieb auch stets auf einem moderaten Niveau. Daher wollte ich auch zunächst noch ein bisschen abwarten was so passiert, aber inzwischen ist mir klar geworden: Es wird nie mehr so werden wie es war. Denn die ‘coolen Leute’ – kreative Köpfe die frei und quer denken, tolle Ideen haben, diese meist perfekt umsetzen und ihre Freiheit bei flickr ausgelebt haben – sind innerhalb weniger Tage emigriert. Auf zu neuen communitys, neuen Services, auf zu flickrs Erben – man kennt das noch von Napster vor vielen Jahren. Die Leute sind weg, die community ist tot, ausgehöhlt – und selbst wenn flickr jetzt die angekündigte Lösung ‘aushämmert’ (wörtlich übersetzt), ist es definitiv zu spät. Was übrig bleibt sind die spießigen, in der Spur laufenden, langweiligen Leute, von denen man schon jetzt nur liest: ‘Also mich stört die Zensur nicht’, ‘ich schau mir so was eh nicht an’, ’stellt Euch nicht so an, ich kann immer noch tausende Bilder sehen – das reicht mir’ oder die Amis die behaupten man sei in Deutschland eben so prüde und müsse das halt in kauf nehmen oder eine andere Regierung wählen. Whatever er damit meint, den Plan hat er nicht, aber er kann laut schreien. Einige seiner Landsmänner und -frauen unterstützen Ihn bei seiner Meinung – glücklicherweise aber nicht übermäßig viele – denn Gott sei Dank sind viele Amerikaner und andere Landsmänner voll auf den Anti-Zensur-Protest aufgesprungen und protestieren kräftig mit, mit Parolen wir ‘morgen sind es Deine Bilder’ oder ‘heute Deutschland, morgen die anderen (bezogen auf die Zensur)’. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Mitprotestierenden.

Aber zurück zu den ‘Flüchtlingen’: Dieser Umstand (dass alle interessanten Leute langsam weg sind) zwingt mich nun doch zum handeln. Und dies ist nun nicht mehr wegen der inzwischen ohnehin verstorbenen community ärgerlich, sondern vor allen Dingen wegen der vielen 3rd-party-apps, die bei mir laufen. Kurz gesagt: mein flickrViewer auf meiner Homepage, der eingebundene flickr-Photostream, die Zufallsbilder auf mySpace, die Möglichkeit die Bilder auf allen Seiten in gleicher Form zu publizieren und den content einfach durch neu arrangieren eines Fotosets mit einem Schlag überall anzugleichen – alles futsch. Und um das alles wieder zu finden, einzubinden, einzustellen und herzurichten werden wieder Stunden draufgehen – sofern es diese Services überhaupt für die neuen Plattformen gibt. Außerdem läuft mein Pro-Account noch bis Januar oder so; und hätte ich gewusst, dass der mir ab Juni nichts mehr bringt, hätte ich dafür diesen Januar sicher kein Geld ausgegeben.

Aber ich werde wohl nicht drumrum kommen. Ich werde wohl umziehen müssen. Und wohin ist wohl auch schon klar: Ipernity. Momentan ist es noch ein Zweitwohnsitz, ich habe dort auch noch keinen Pro-Account, aber man wird sehen wie es sich dort entwickelt. Vielleicht werden in Zukunft flickr und Ipernity parallel laufen müssen, vielleicht werde ich ganz zu Ipernity wechseln – und evtl. – sag niemals nie – passiert ja auch bei flickr ein Wunder, welches die Leute zurückholt. Ipernity ist im Prinzip eine absolute Kopie von flickr, sowohl von den Funktionen als auch (und insbesondere) von der Optik her. Einige Features fehlen noch (Gruppen zum Beispiel), andere Sachen kann es mehr (z.B. das Hochladen von Filmen, Audiofiles und Dokumenten oder einen Blog). Mich findet man dort – ach Gott wie kreativ – unter dem Namen hannes.

Censorship Kills - 2

Bloggen für Schreibfaule – twitter.com

Freitag, 15. Juni 2007 von Hannes

Vor einigen Wochen habe ich eine Seite namens twitter.com ausfindig gemacht – gefunden über einen erstklassigen Landschaftsfotografen hier aus Karlsruhe – Kwerfeldein (sehr empfehlenswert sind sein Photoblog und seine Flickr-Seite).

Twitter – ursprünglich gedacht als erweiterte Statusnachricht (away-message), wie sie aus vielen Instant Messengern (ICQ, AIM, MSN, …) bekannt ist – taugt bei genauerem Hinsehen zu deutlich mehr. Die Seite von Twitter ist sehr einfach gehalten, man kann sein eigenes Hintergrundbild hochladen und hat eine Freundesliste, der andere Twitter-Accounts hinzugefügt werden können. Die Nachrichten (max. 140 Zeilen) können direkt auf der Twitter-Seite im Web-Interface, oder – und das ist der Clou – über das AIM Protokoll eingegeben werden. Mit anderen Worten: Man fügt seiner AIM-Kontaktliste (AIM, iChat, Adium, Trillian) einfach einen Kontakt namens TwitterIM hinzu, und kann nun einfach Nachrichten an diesen Kontakt schreiben, wie man sonst einem Freund schreibt. Der Unterschied ist nur, dass diese Nachricht nicht nur an eine Person gesendet wird, sondern in Echtzeit auf der Twitterseite auftaucht – und das auch bei allen Twitter-Freunden. Außerdem erscheint sie bei allen Freunden die gerade online sind auch im Instant Messenger – als Nachricht von TwitterIM. Der Vorteil davon ist, dass man alle Freunde mit einer Nachricht erreicht und sich komplizierte Multi-Messages oder stupides Copy-Paste einfach sparen kann. Außerdem erscheinen auf den jeweiligen Twitter-Home Seiten der Nutzer die letzten Nachrichten aller Freunde der letzten Tage – man sieht also was los war – auch wenn man nicht online war.

Diese Features nur für away-messages zu nutzen, wäre natürlich absolut unter den Möglichkeiten. Viel mehr verstehe ich Twitter als Möglichkeit zum ’short-bloggen’. Wer zum Beispiel gerade einen lustigen YouTube-Link über ICQ geschickt bekommen hat, hat momentan recht beschränkte Möglichkeiten: ‘Lachen, schließen, nichts tun’ ist wohl die beliebteste, weil einfachste. Dann gibt es Leute, die den Link über ICQ weiter an Ihre Kontaktliste verteilen. Aber da kennt jeder das Problem: Man durchsucht die Liste, überlegt wen es interessieren könnte, wem es gefallen könnte, wer bestimmt keine Lust auf unnötige Filme hat, und und und. Letztendlich ist man eine Weile beschäftigt, es haben nur 5% der Leute die ihn gut fänden den Link, dafür haben 50% der Leute die ihn bekommen haben keinen Bock drauf oder fühlen sich sogar genervt. Die Überlegung des Bloggers ist wieder eine andere: Lohnt sich der Aufwand, jetzt in mein Blog-Programm zu gehen und einen Artikel dazu zu schreiben? Will ich über diese kurze Schmunzelei wirklich einen Artikel in meinem Blog machen? Will ich mich damit identifizieren? Oder will ich nur leblos dieses Video oder diesen Link ohne Text einstellen? Lohnt sich dafür der Aufwand?

Mit Twitter sieht die Sache nun anders aus: Einfach den Link über copy-paste an TwitterIM schicken – und er steht im Netz. Zu sehen für alle Freunde, wie im Blog. Allerdings mit dem Vorteil, dass hier keine Form und keine Formatierung erwartet wird – die Plattform ist eine Andere: Hier ist genau wie im Instant Messenger der reine Link durchaus passend, ausreichend und angemessen – es wird keine Optik, keine Formatierung und schon gar kein erläuternder Text wie im Blog erwartet. Außerdem wird nichts mehr aufgedrängt: wer es sich anschauen mag, kann es tun, wer nicht soll es bleiben lassen – aber jeder hat Zugriff darauf und jeder kann es sich anschauen.

Also Leute; die Ausrede ‘Nee, ich Blog nicht – das ist mir zu viel Arbeit’ ist keine mehr! Twitter ist da und bietet das, was es bisher nicht gab: Bloggen für faule! ;-)

QuickTime Pro Support

Dienstag, 12. Juni 2007 von Hannes

Gespräch von gerade eben mit einem Kumpel, der sich einen neuen Mac gekauft hat und nun wissen wollte, wie er seine alte QuickTime Pro Registrierung, deren Nummer er ausgedruckt hatte nun wieder auf den Rechner bekommt. Ich steige zu dem Zeitpunkt ein, nachdem er mir erkärt hatte, was auf dem Zettel stand…

19:02:36 Er: wasn das?
19:02:53 Ich: das ist QuicktimePro Du Spezialist
19:03:27 Er: aha udn was bringt mir das da odben?
19:03:35 Ich: was?
19:03:54 Er: Name: ****** S/N: **********************
19:03:55 Er: das
19:04:03 Ich: DAS IST QUICKTIMEPRO
19:04:17 Er: und das muss ich bei registrieren eingeben?
19:04:27 Ich: Name: ********
19:04:44 Ich: Seriennummer: ****…. undsoweiterundsofort
19:04:49 Er: oh wie geil vielen danl
19:04:51 Ich: wär n Versuch wert
19:06:03 Er: so wo msussn ich da jetzt draufklichken das das installiert wird?
19:06:19 Ich: hast Dus eingegeben?
19:06:32 Er: ja
19:06:45 Ich: un nu?
19:06:54 Ich: was steht jetzt unter Registrierungs-Code?
19:07:07 Er: das stehr jetzt unter registrierungs code qt 7 pro
19:07:13 Ich: ja
19:07:15 Ich: dann ist alles fertig
19:07:22 Ich: dann hast du jetzt QT Pro
19:07:26 Er: und wie aktiviere ich das
19:07:31 Ich: bist Du noch windows gewöhnt oder was?
19:07:36 Ich: DU HAST JETZT QT PRO!
19:07:51 Er: das eigt bei mir nur qt an
19:08:43 Ich: Soll ich sagen: Du musst den Rechner ausschalten, dreimal drumrumhüpfen, dann UGU UGU schreien, den stecker wieder einstecken, während Du W, Q und V drückst neu starten und dann die Registry neu schreiben – 4 mal?!?!?!
19:08:50 Ich: Du bist fertig
19:08:52 Ich: basta
19:08:52 Ich: aus
19:08:58 Ich: du hast qt pro
19:09:04 Ich: mehr ist nicht
19:09:05 Er: ok cool

Photostudio

Montag, 11. Juni 2007 von Hannes

Am Wochenende habe ich begonnen mir das wahrscheinlich abgefahrenste Photostudio dieses Universums einzurichten. Leider bin ich trotz tatkräftiger Unterstützung von Jo leider nicht ganz fertig geworden. Aßerdem gibt es leider keine schwarze Wandfarbe. Gibts einfach nicht. Auch schade. Aber ich werde das Ding so schnell wie möglich fertig machen und wir dürfen alle auf die ersten Resultate gespannt sein…

Es gibt Leute…

Montag, 04. Juni 2007 von Hannes

…die kommen Online (in irgendeinem Instant Messenger), fragen oder wollen was, werden dann patzig und sobald sie haben oder wissen was sie wollten, gehen sie sofort wieder offline. Viel asozialer gehts ja nimmer. Man solls nicht für möglich halten – ist aber heute schon drei mal passiert…

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