‘Och nee, nicht noch ‘ne Community!’, ‘Muss man sich da anmelden?’, ‘Wozu brauch ich das?’ – das sind die Sätze, die man immer häufiger zu Hören bekommt wenn es um neue Services im Internet geht. Als Überbegriff über all diese Phänomene wird gerne der Ausdruck web 2.0 gebraucht. Aber wer blickt da überhaupt noch durch?
Web 2.0, was ist das? Was war denn dann web 1.0?
Um dem häufigsten Irrtum erstmal den Garaus zu machen: web 2.0 ist kein Programm, was man installieren muss. Web 2.0 ist viel mehr die aktuelle Generation des Internets. Denn die Unterscheidet sich grundlegend vom Internet der vergangenen Jahre – die aber nie als web 1.0 o.ä. tituliert wurde.
Anfang der 90er, zu Beginn des www (World Wide Web), also als Internetseiten erstmalig in einem für Menschen angenehmen Format dargestellt und verlinkt werden konnten, wurde das Internet überwiegend von Akademikern und sehr computeraffinen Menschen verwendet. Es lebte davon, dass man die Inhalte einstellte und anbot, die man selbst beisteuern konnte und im Gegenzug die Angebote von anderen einsehen und nutzen konnte. Es war ein ausgeglichenes System. Allerdings war das Einstellen von Inhalten keinesfalls trivial und benötige Fachwissen (html, ftp, …), das nur die wenigsten besaßen.
Diese Anwenderstruktur begann sich zu verschieben, als gegen Ende der 90er immer mehr reine Anwender ohne besonderes technisches Fachwissen begannen das Internet zu nutzen. Es gab im Verhältnis zu den reinen ‘Konsumenten’ immer weniger private ‘Anbieter’ von Inhalten – als logische Konsequenz daraus kamen immer mehr professionelle Anbieter (z.B. spiegel online, online seit 1994) und Online-Shops (z.B. amazon, seit 1995 online) auf den Markt und wuchsen rapide. Onlinewerbung etablierte sich daher sehr schnell und wurde zum Problem. Das Internet war geteilt in Anbieter und Nutzer. (weiterlesen…)
Da wundere ich mich die ganze Zeit, warum ich meine eMails bei web.de nicht abrufen kann. Probiere das webinterface – geht. Schau in die Einstellungen – stimmt alles. Ändere den Server – bringt nichts. Schau bei twitter – finde nichts. Schau bei google – finde haufenweise Beschwerden und Probleme aus den letzen 100 Jahren. Meistens über den Spam, die lächerliche Datenkapazität von 12MB insgesamt (!) im Postfach und die POP-Zugriff Zeitbeschränkung.
Nach einigem Suchen bin ich dann auf diesen Link gekommen: http://status.web.de/
Es gibt Wartungsarbeiten, daher ist der POP-Zugriff heute Nacht down. OK. Aber kann man da nicht Bescheid sagen? Es ist ja nicht so, dass web.de seine Freemail-Nutzer nicht für sonst jeden erdenklichen Mist mit aufwändigen html-Mails zuspammt. Ist dann jetzt eine einfache Textnachricht, in der steht dass gewartet wird, zu viel verlangt?
web.de ist einfach schlecht. Und wenn man das im alltäglichen Betrieb schon merkt, wirds im Problemfall um so schlimmer. qed