Hannes‘ Blog

iPad einrichten: Die coolsten und besten iPad Apps

Heute wurde mir mit den Worten „mach mal fertig und alles drauf was cool ist“ ein noch originalverpacktes iPad in die Hand gedrückt. Da das nicht zum ersten mal passiert ist, und sich vielleicht auch andere Leute über ein paar Tipps freuen, gibt’s nun den epischen „was-macht-der-Hannes-auf-ein-iPad“-Artikel.

Zum „unboxing“ (zu Deutsch „auspacken“) gibt’s an dieser Stelle keine weiteren Infos, denn die finden sich in großer Zahl auf youtube.

Aktivierung

Vor der Aktivierung des iPads empfehle ich immer, die iTunes-Installation auf dem für die Aktivierung und spätere Datensicherung verwendeten Rechner auf die aktuellste Version hochzuziehen (iTunes öffnen → Menü „iTunes“ → „Nach Updates suchen …“). Außerdem kann man – falls vorher schon ein iPhone oder iPod touch vorhanden war – diesen synchronisieren und danach alle App-Updates laden, um zuvor gekaufte und ggf. neue Universal-Apps gleich auf dem Rechner zu haben (in der linken Seitenleiste „Apps“ klicken → unten rechts auf „Nach updates suchen“ klicken → oben rechts „Alle kostenlosen Updates laden“ klicken → Apple-ID und Passwort eingeben).

Ist alles auf den Rechner geladen, kann das iPad einfach mit dem mitgelieferten USB-Dock-Connector-Kabel an den Rechner angeschlossen werden. Die Schritte in iTunes sind meines Erachtens selbsterklärend; hier müssen nur die gewünschten Einstellungen vorgenommen, Formulare ausgefüllt und auf „weiter“ gedrückt werden.

Mein Tipp hierzu: kein BackUp von einem iPhone oder iPod touch wiederherstellen – denn viele iPhone-Apps laufen zwar auf dem iPad, sind dann aber im MegariesenPixelwürfelMaulwurf-Modus und fühlen sich von der Bedienung her schrecklich an. Außerdem empfehle ich immer, keine Apps, Videos, Songs o.ä. automatisch zu synchronisieren, weil man sich damit schnell das Gerät mit Dingen zumüllt, die man dort wirklich nicht möchte.

Einstellungen

Für die richtige Wahl der Einstellungen gehe ich immer streng von links nach rechts vor, dann vergesse ich nichts. Konkret: In der linken iTunes Seitenleiste das iPad auswählen und dann die oben erscheinende Leiste von links nach rechts durcharbeiten. Bevor ich hiermit beginne, treffe ich jedoch folgende Vorbereitungen:

  • im „Bilder“-Ordner auf der Festplatte einen Ordner namens „iPad Fotos“ anlegen, und darin nach belieben Unterordner erstellen. Jeder Unterordner ist hierbei ein Fotoalbum. Also beispielsweise „Urlaub Italien“, „Geburtstag Peter“, usw. Bilder können dann auch gleich in den Ordnern abgelegt werden.
  • in iTunes eine Wiedergabeliste erstellen („iPad“ oder so), und dort die Alben reinschieben, die man gerne auf dem iPad hätte.

Nach diesen Vorbereitungen kann es losgehen. Meine Tipps zur Einrichtung:

  • Infos: Hier lasse ich alle Kontakte, alle iCal Kalender und je nach Wunsch die Mail-Accounts, die Lesezeichen und die Notizen synchronisieren. Bei einem nagelneuen iPad empfiehlt es sich, unter „Erweitert“ die Häkchen zu setzen, so dass alle alten Informationen auf dem iPad zunächst gelöscht und durch die Daten vom Rechner ersetzt werden.
  • Apps: Hier würde ich empfehlen, die Apps zu synchronisieren. Allerdings wähle ich hier nur Apps aus, die auch auf dem iPad funktionieren, und keine iPhone-Apps, die dann skaliert angezeigt werden.
  • Musik: Hier aktiviere ich die Synchronisation, und beschränke diese auf „Ausgewählte Wiedergabelisten, Interpreten, Alben und Genres“. Dann wähle ich ausschließlich die zuvor erstellte Wiedergabeliste „iPad“ aus. Fertig.
  • Filme, TV-Sendungen, Podcasts, Bücher: Al gusto. Der Trick mit den Listen und Ordnern funktioniert hier natürlich auch.
  • Fotos: Hier wähle ich „Fotos synchronisieren“ und gebe unter „Wählen Sie einen Ordner …“ den entsprechenden zuvor erstellten Ordner an. Fertig. Die Alben werden auf dem iPad dann automatisch aus den bestehenden Unterordnern erstellt.

Das war’s dann eigentlich auch schon mit der Einrichtung, nun kann man mit der Installation der iPad-spezifischen Apps beginnen. Die meiner Meinung nach tollsten, besten und coolsten Apps möchte ich im Folgenden kurz vorstellen. Hierbei stehen übrigens keine Preise, da sich diese schnell ändern können, und damit Fehler im Artikel wären.

 

Datenübertragung und Datenspeicher

 

DropboxDropbox, der Altmeister des cloudbasierten Datenspeichers hat selbstredend eine iPad-App. Für diejenigen, die Dropbox noch nicht kennen: Die Dropbox ist ein Ordner auf Eurem Rechner, der sich automatisch mit der Cloud (das ist ein Rechnerverbund in diesem Internet) synchronisiert. Diesen Ordner könnt Ihr auf so vielen Rechnern einrichten wie Ihr wollt. Dann sind die Dateien in dem entsprechenden Ordner (der Dropbox) auf all diesen Rechnern immer auf dem gleichen Stand.

Das ganze wird angereichert mit Schmankerln wie auf Wunsch öffentlichen Ordnern, gemeinsam genutzten Ordnern mit anderen Menschen, und und und. Wer noch keinen Account hat: Den gibts hier umsonst, für Kohle gibts mehr Speicher.

Das coole an der iPad-App: Das iPad wird nicht zu einem zuätzlichen Rechner, sondern speichert nur eine einstellbare Datenmenge lokal – es wird also nicht vollgemüllt. Zudem sprechen inzwischen haufenweise andere Apps mit der Dropbox, so dass sie sich meiner Meinung nach zum Dateicenter auf dem iPad gemausert hat.

EvernoteEvernote dient dazu, Dinge schnell und wiederauffindbar abzulegen. Das ganze funktioniert ebenfalls netzwerkbasiert; was Ihr also lokal auf Eurem Rechner ablegt, könnt Ihr auch auf dem Rechner Eures Freundes abrufen. Oder unterwegs. Oder auf dem Laptop. Und jetzt eben auch auf dem iPad.

Die Evernote-App rockt aber nur, wenn Ihr Evernote sowieso schon benutzt, oder damit anfangen wollt.

Das tolle daran ist, dass es sehr flexibel ist. Egal ob Ihr Links, Texte, pdfs oder Bilder ablegt: Evernote verwaltet den ganzen Humbug und sorgt mit schnieker Texterkennungstechnologie dafür, das man wirklich alles wieder findet. Also auch wenn der gesuchte Text auf einem Foto ist. Mehr Infos dazu gibts auf der Seite von Evernote.

Files HDFiles HD wird durch die Dropbox fast obsolet. Aber eben nur fast. Wenn die Dateien mal wirklich nur offline verfügbar sein sollen, kein Internet zur Verfügung steht oder Firmenrestriktionen das effiziente Arbeiten untersagen, hilft Files HD. Hier kann via WLAN eine Verbindung zum iPad aufgebaut werden, und das iPad wie ein Laufwerk befüllt werden.

Die Dateien lassen sich danach wieder vom iPad laden, oder direkt im integrierten Viewer betrachten. Das gilt nicht nur für Texte, docs und pdfs, sondern auch für Filme, Musik und allerlei anderen Schnickschnack. Zudem spricht Files HD auch mit der Dropbox, womit die Möglichkeiten noch mal wachsen.

Mover+Mover+ ist ein Filesharing-Tool, das sich auf iOS so richtig zu Hause fühlt. Das Interface besteht aus einer freien Fläche, auf der an den Rändern angezeigt wird, ob andere Geräte (mit der geöffneten App) in der Nähe sind.

Der Dateitransfer funktioniert dann supereinfach. Einfach die gewünschten Bilder oder Kontakte auf den Screen legen, und über den Rand in Richtung des gewünschten Empfängers schubsen. Dort kommen die Dateien dann reingeflogen und werden automatisch ins Album abgelegt. Funktioniert nicht mit allen Dateiformaten – aber meistens schon.

Zusätzlich gibts die App auch für den Mac, so dass man auch lokal mal flink ein Bild an einen Rechner schicken kann. Sehr knorke das ganze.

 

Notizen

 

Das iPad eignet sich vorzüglich, um es als Notizbuch zu verwenden. Ob es um das Sammeln und Organisieren von Gedanken geht, um schnelles Skizzieren gegen das Vergessen oder zur Erklärung und Verdeutlichung im Gespräch. Schnell liegt das iPad auf dem Tisch und konkurriert mit Block und Bleistift – zwar weniger akkurat in der Bedienung, dafür aber wesentlich strukturierter und aufgeräumter.

PaperDeskPaperDesk bietet die gesamte Bandbreite an Notizbuchfunktionen. Über das rustikale Leder-Design mit farbenfrohen und detailreichen Icons kann man geteilter Meinung sein (ich finde es schrecklich) und über die Deutsche Übersetzung kann man nur einer Meinung sein (die ist katastrophal), aber das wars auch schon mit den Kritikpunkten.

Die gesamte App lässt sich mit einem extra-Passwort sperren, es gibt eine integrierte ToDo-Funktion und man kann alle Notizbücher mit myPaperDesk.com synchronisieren. Dort lassen sich alle Notizbücher online anschauen oder als pdf runterladen. Ja, genau, alle Notizbücher: Denn man kann für jeden Zweck ein gesondertes Notizbuch anlegen. Ich für meinen Teil habe für jedes Projekt ein eigenes Notizbuch.

Innerhalb eines Notizbuchs kann man mit der Tastatur tippen oder freihandzeichnen, hierbei kann man Farben, Größen und Transparenzen einstellen, außerdem hat die Zeichengeschwindigkeit eine Auswirkung auf die Strichstärke. Was nicht geht ist zoomen. Dafür kann man Audioaufnahmen und Fotos zu den Notizen hinzufügen. Ferner kann man die Notizen drucken, als eMail versenden und als pdf in iTunes oder an google Docs exportieren. Für dicke Notizbücher gibt’s auch Lesezeichen. Also alles drin, was man so braucht.

NotebookNotebook ist das krasse Gegenteil von PaperDesk. Wenige Funktionen, auffällig gebrandete Notizzettel, eckige Zeichenstriche und doch irgendwie cool. Das liegt vielleicht an den sinnlosen mitgelieferten virtuellen Werbestickern, die man willkürlich auf Notizen kleben kann. Oder an dem Charme von geschenktem Notizpapier.

Man kann mehrere Seiten anlegen, wobei auf jeder Seite eine Kopfzeile ist, die man mit der Tastatur beschriften kann, und die dann auch in der Übersicht steht. Auf jeder Seite kann man tippen und malen wo und wie man möchte. Einzelne Notizseiten können dann als png in einer eMail verschickt werden. That’s it. Keine Features, aber ich mag’s irgendwie.

PenultimatePenultimate ist das Moleskine unter den Notizbüchern. Style und Charme eines Oberstudienrates für die Oberprima, dass jeder Hipster vor Neid erblassen muss. Eine schicke Ansicht von gehefteten und mit braunem Papier eingeschlagenen Notizheftchen bietet die Übersicht. Auch hier kann man mehrere Heftchen anlegen. Auf dem Deckblatt stehen Name, Änderungsdatum und Seitenzahl.

In den Heftchen gibt es wahlweise kariertes, liniertes oder Blanko-Papier. Außerdem gibt es den „Paper-Shop“, wo man weitere Papiere zum Schreiben, als Planer (Termine und ToDo), für Musik (Notenlinien), für Designer, für junge Schreiber und für Spiele nachkaufen kann.

Richtig toll ist die Linienführung in der App. Sie erinnert an einen Füller oder einen richtig guten Filzstift. Fertige Seiten kann man (als png) Mailen, als Fotos speichern oder Drucken, ganze Notizbücher kann man nur Mailen. Ein Export an die Dropbox oder google gibt es leider nicht. Außerdem kann man nicht und nirgends tippen. Außer zur Notizbuchbeschriftung, da kann man nur tippen. Für richtiges, händisches Schreiben auf dem iPad empfiehlt sich allerdings ein iPad-Stift. Innerhalb der Notizbücher verhilft eine Thumbnailansicht zur schnellen Übersicht über die Seiten.

Ich persönlich mag die App sehr, einfach weil sie schön zum zeichnen ist. Daher nutze ich sie auch, um schnell Dinge zu visualisieren. Ich selbst nutze sie allerdings nicht, um Dinge festzuhalten oder zu ordnen, dazu tippe ich lieber.

Bamboo PaperBamboo Paper ist die App, die Wacom zu ihrem bereits zuvor erwähnten iPad-Stift bewirbt. Das Outfit erinnert mich stark an Penultimate, nur dass hier nur ein Notizbuch möglich ist. Dieses kann dafür mit vier Coverfarben und drei Papiertypen (blanko, liniert, kariert) aufgehübscht werden.

Tippen ist auch hier Fehlanzeige, es kann nur gemalt werden. Seiten können (als Bild) gemailt, zu den Fotos gespeichert oder gedruckt werden. Das ganze Buch kann als pdf gemailt oder gedruckt werden. Die Linienführung ist auch sehr gut, auch wenn hier sehr viel geglättet wird.

Ein in meinen Augen großer Vorteil ist, dass hier innerhalb des Notizbuches gezoomt werden kann (durch die pinch-Geste). Dies erleichtert das exakte Zeichnen mit dem Finger ungemein. Achja: Lesezeichen und eine Seitenübersicht gibts auch…

Pen & PaperPen & Paper verbindet die Möglichkeit zu zoomen mit der Möglichkeit zu Tippen, Fotos und Formen (Rechteck, Oval, Linie, Pfeil) einzufügen. Hiermit eignet sich die App hervorragend für Mitschriften und Dinge, wo Zusammenhänge wichtig werden. Bereits gezogene Linien können auch im Zusammenhang ausgeschnitten, verzogen, skaliert und gedreht werden. Das Design ist nicht soooo umwerfend, aber ok und sehr zweckmäßig, dafür sind haufenweise Features am Start.

Zum einen sind mehrere Notizbücher möglich. Zum anderen spricht die App mit der Dropbox. Notizbücher und Seiten sind auf Wunsch also direkt in der Cloud verfügbar – und zwar als pdf oder als (durch Pen & Paper) editierbare pnp-Dateien. Drucken und der Export von pdfs via eMail oder an iTunes funktionieren außerdem. Drei Papierformate und drei Papiertypen (liniert, kariert, blanko) gibts auch. Also alles da – sehr lecker.

DeadalusDeadalus Touch unterscheidet sich in seiner Machart sehr sehr stark von den anderen Notizbüchern. Während es sonst überall ums Malen, Zeichnen und Skizzieren geht, geht es bei Deadalus ausschließlich um Text. Getippten Text. Und auf dieses Ziel hin ist die App auch konzipiert und durchgestylt.

Die Organisation der Texte erfolgt in Stapeln. Stapel gibt es hierbei so viele wie man möchte, wobei es irgendwann wohl unübersichtlich wird. Stapel sind mit schicken, großen Überschriften versehen; die enthaltenen Papiere machen immer einen sehr aufgeräumten Eindruck. Innerhalb der Stapel gibt es eine sehr gute Übersicht über  die enthaltenen Seiten, deren Länge sich dynamisch der Textmenge anpasst.

Besonders durchdacht ist die Synchronisation mit der Dropbox und MobileMe, wobei hier ein komplettes BackUp aller Stapel möglich ist. Ein Datenverlust ist also ausgeschlossen. Auf dem iPad gelöschte Daten können erneut importiert werden. Außerdem kann man beliebige Stapel als zip-Archiv oder Dateien versenden. Die Autokorrektur kann man abschalten, den Look der Seite kann man anpassen (Dunkel, Hell, Sepia), ebenso die Schriftart (Klassisch, Modern, Festbreite). Innerhalb der App kann man zur Recherche auf google, Wikipedia und dict.cc zugreifen.

 

Darstellen und Präsentieren

 

PagesPages ist die Textverarbeitung von Apple. Böse Zungen ziehen Vergleiche mit diesem Word, dass von zahlreichen Fossilien noch heute verwendet wird. Dass Pages natürlich wesentlich eleganter funktioniert, war vorauszusehen.

Die Gestaltung der App ist übersichtlich und die Bedienung einfach. Man merkt, dass das Interface für die Touchbedienung und konkret für das iPad entwickelt wurde. Ob man nun lange Textdokumente auf dem iPad erstellen möchte, sei dahingestellt – aber selbst wenn man nur bestehende Pages- oder Word-Dokumente öffnen, anschauen und bearbeiten will, macht das Tool Freude.

Wer übrigens noch ein Pendant zu diesem Excel sucht, dem sei das ebenfalls von Apple entwickelte Numbers nahegelegt. Das stelle ich hier aber nicht gesondert vor, da ich persönlich es auf dem iPad schlicht nicht brauche.

KeynoteKeynote ist auch direkt von Apple, wird dementsprechend beworben und muss an dieser Stelle eigentlich nicht weiter erläutert werden. Wenn man etwas präsentieren möchte und dazu Folien verwenden will, ist Keynote das Tool der Wahl. Dazu kann man zum einen bestehende Folien verwenden, oder auch mal schnell einen Foliensatz direkt auf dem iPad zusammenzimmern wenns mal pressiert.

Das ganze ist vom Design her sehr schnieke und die Bedienung ist optimal auf die Benutzung auf dem iPad ausgelegt.

Der große Nachteil ist hierbei nicht App-spezifisch, sondern das grundlegende Problem von allen Folienprogrammen – egal ob Keynote, PowerPoint oder irgendetwas anderem: Foliensätze sind streng linear. Man beginnt von oben links und geht nach unten rechts und ein jeder Vortrag besitzt die Flexibilität einer Glasplatte. Aber dieses Problem hängt wie gesagt nicht an der App: Wer das verbessern will, braucht schon ein zweidimensionales Tool wie z.B. Prezi.

Prezi ViewerPrezi Viewer ist ein Anzeigetool für Prezi, und das ist für mich das Präsentationstool der Wahl. Zur Erklärung: Bei Prezi gibt es keine Folien, sondern eine zweidimensionale Ebene (wie eine riesige Karte), auf der sich Inhalte frei anordnen lassen. Der Betrachter kann nun – wie eine über der Ebene fliegende Kamera – jeden beliebigen Punkt ansteuern, und je nach „Höhe“ über der Ebene gesamte Übersichten erkennen oder kleine Details anschauen.

Für eine klassische Präsentation kann ein automatischer „Kamerapfad“ erstellt werden, so dass die Inhalte in der vorgegebenen Reihenfolge „angeflogen“ werden. Der wahre Vorteil zeigt sich aber erst in einer Diskussion nach einer Präsentation. Hier kann nämlich frei auf der Karte navigiert werden, und direkt der gewünschte Aspekt gefunden werden. Ferner können Details auf der Karte sein, die nicht im Vortrag erwähnt wurden, die allerdings bei Nachfragen an der passenden Stelle zur Verfügung stehen und gezeigt werden können, ohne dass man die Zuhörer mit der Nase darauf stößt, wie das beispielsweise bei verlinkten Zusatzfolien der Fall ist. Die Präsentationen stehen alle online auf prezi.com zur Verfügung, sind somit jederzeit und von jedem Ort und Rechner abrufbar und können dort auch für andere freigegeben werden.

Wie schon erwähnt, handelt es sich bei der iPad-App aber leider nur um einen Viewer. Präsentationsunterlagen können also nicht auf dem iPad erstellt, sondern nur angezeigt werden. Die Erstellung der Karte kann nur auf einem Rechner erfolgen. Da könnte Prezi noch nachlegen. Ich nutze das Tool hauptsächlich, wenn ich im kleinen Kreis etwas auf dem iPad-Monitor vorstelle. Für größere Präsentationen mit Beamer habe ich immer einen Rechner genutzt, weil ich persönlich keinen Beamer-Adapter (Dock Connector auf VGA) für das iPad besitze.

 

Taskmanagement

 

Das iPad eignet sich durch die Portabilität und den nicht vorhandenen Bootzeiten hervorragend für einfache ToDo-Listen und aufwändiges Taskmanagement. Im Herbst – wenn iOS 5 erscheinen wird – soll ein mit Mail und Outlook synchronisierendes ToDo-Listen-Tool direkt in iOS integriert sein, was alle iOS-Geräte eines Nutzers auf dem gleichen Stand hält. Allerdings gibt es noch Tools, die entweder wesentlich mächtigere und flexiblere Funktionen bieten, oder aber kompatibler und über Betriebssystem- und Gerätegrenzen hinweg funktionieren.

ThingsThings ist der Altmeister des GTD für den Mac. GTD steht für „getting things done“ und es geht dabei um die sinnvolle Organisation von wirklich allen Dingen, die man zu erledigen hat. Wie das ganze prinzipiell und speziell bei Things auf dem Mac funktioniert, zeigt der Screencast von Things.

Die iPad-App von Things funktioniert zwar auch alleine, ein besonderes Feature liegt jedoch ganz klar in der Synchronisation zwischen Mac, iPhone und iPad. Diese Synchronisation funktioniert über WLAN, Internet ist nicht erforderlich. Daher kommen für das Synchronisieren keine weiteren Kosten auf den Nutzer zu. Dafür müssen aber die Apps für jedes Gerät (Mac, iPhone und iPad) einzeln gekauft werden – wenn man diese Geräte denn alle nutzen möchte.

Das Design auf dem iPad ist nüchtern und sehr zweckmäßig gehalten. Hier gibt es keine Experimente, dafür funktioniert alles sehr gut. Personal Task-Management in businesstauglicher Form. Auf die einzelnen Funktionen werde ich an dieser Stelle aber nicht eingehen, das würde bei Weitem den Rahmen sprengen.

conquconqu ist noch ganz jung, was man unter anderem daran sieht, dass auf der Website die conqu Roadmap zu finden ist, die zeigt, welche Features bereits zu welchem Prozentsatz umgesetzt sind. Vom Themenbereich ist conqu Things sehr ähnlich; auch hier geht es um personal Taskmanagement nach dem GTD-Prinzip.

Komplett unterschiedlich ist allerdings die Umsetzung. Während Things nur im lokalen WLAN funktioniert, kann conqu (bald) über die Cloud synchronisieren, was für mich einen entscheidenden Vorteil darstellt. Außerdem müssen bei Things die Apps bezahlt werden, wohingegen die Apps bei conqu kostenlos sind, und nur die Cloudsynchronisation gezahlt werden muss, falls man diese wünscht.

Außerdem wird conqu nicht nur für MacOS und iOS entwickelt, sondern auch für Linux, Windows, Android und BlackBerry. Das Design ist mindestens so zweckmäßig wie bei Things, aber in meinen Augen eine ganze Spur schicker. Mein Tipp: Laden, testen und beobachten. Das wird dufte.

WunderlistWunderlist wurde von 6wunderkinder in Berlin entwickelt und ist wohl das schickste Listentool, das ich kenne. Und das beschränkt sich nicht nur auf das lässige und einstellbare Design. Wunderlist glänzt nämlich mit Apps für zahlreiche Systeme: MacOS, iPad, iPhone, Android, Windows und als Web-App. Das coolste daran: Alle Apps sind hierbei umsonst. Die Listen werden hierbei stets mit der Cloud synchronisiert, so dass jederzeit aktuelle Listen vorliegen und ein Datenverlust nahezu ausgeschlossen ist.

Trotz des schlanken Funktionsumfangs lässt sich Wunderlist ohne weiteres als GTD-Tool nutzen. Es gibt die Möglichkeit verschiedene Listen anzulegen, und jeder darin enthaltene Eintrag kann neben dem Namen mit einem Fälligkeitsdatum, einem Erinnerungsdatum, einer Notiz und einer Prioritätskennzeichnung versehen werden.

Die einzelnen Listen können via eMail an jede Person gesendet werden, außerdem kann man eine Liste mit anderen Wunderlist-Nutzern teilen, die Liste also gemeinsam führen und abarbeiten. Das funktioniert für gesamte im Team bearbeitete Projekte bis hin zur simplen Einkaufsliste einer WG oder Familie.

Tipp: Anschauen. Wunderlist hat bei mir neben der GTD- und NochZuSchauendeFilme-Liste auch die Einkaufsliste durch das auch sehr tolle und einfache, aber weniger flexible ShopShop ersetzt.

 

Nachrichten und Lesen

 

Abends auf dem Sofa die Nachrichten des Tages verfolgen, ein Magazin lesen oder in einem Roman oder Comic schmökern ist eine der Paradedisziplinen des iPads. Außerdem liest sich die Tageszeitung am Frühstückstisch hervorragend auf dem Gerät. Da die Grenzen zwischen Video-Nachrichten, Tageszeitungen, Magazinen, Online-Magazinen, eBook-Readern und Comic-Readern allerdings fließend sind, sind diese Apps hier zu „Nachrichten und Lesen“ zusammengefasst.

tagesschauDie tagesschau-App bietet die Nachrichten der tagesschau in einer für das iPad aufbereiteten Form. Hier gibt es neben einem aktuellen Livestream, verschiedenen Videoberichten, der 100 Sekunden-tagesschau und dem Wetter (jeweils im Videoformat) auch einige Artikel im Textformat.

Alles in allem ein breites Angebot, das im Vergleich zur tagesschau im Fernsehen einiges an Mehrwert bietet; vor allen Dingen durch die Zeitungebundenheit und die frei wählbaren Inhalte.

Extra Kosten gibt es hier nicht.

N24 HDN24 bietet mit seiner iPad-App ein tagesaktuelles Nachrichten-Portal im Magazin-Format. Hier gibt es nach Themen gegliederte Artikel in Textform und Videos.

Alles in allem ähneln die Inhalte und der Aufbau der App der der tagesschau sehr stark, nur das Design ist stark unterschiedlich. Welches Design und welche Form der Berichterstattung man bevorzugt, ist Geschmackssache. Ich empfehle auf jeden Fall, sich beide Apps einmal anzuschauen.

Auch N24 bietet die Inhalte dabei kostenlos an.

WELT HDWelt HD bringt die tagesaktuelle Ausgabe der Springer-Tageszeitung „DIE WELT“ auf das iPad. Das ganze kommt sehr aufgeräumt daher, man kann zwischen einer iPad-typischen Ansicht und einer klassischen Zeitungsansicht wählen.

Mit der iPad-typischen Ansicht meine ich eine Seitenleiste auf der linken Seite mit den Artikelnamen zum anklicken und rechts die entsprechenden Inhalte zum vertikalen Scrollen. Unter der klassischen Zeitungsansicht verstehe ich Seiten mit Kategorien, auf denen die Artikel-Überschriften und die ersten Zeilen angeordnet sind, wobei man durch antippen den jeweiligen Artikel in einer zweispaltigen Darstellung über das gesamte Display erhält.

Mit einem Klick auf ein Eselsohr kommt man jederzeit zu einer Übersicht, die sich von oben ins Bild schiebt. Außerdem gibt es eine Pinnwand, auf der man Artikel sammeln kann, das ganze hat eine sehr verständliche „herausgerissene Artikel“-Optik. Die Artikel werden dort durch das antippen eines Pinnadel-Icons abgelegt.

Was mir dabei ein bisschen fehlt, ist eine Exportfunktion der Pinnwand. Ansonsten gefällt mir die App aber sehr gut. Auch sehr gut finde ich die 30-tägige Testmöglichkeit, bevor man ein Abo für einen, drei oder zwölf Monate kaufen muss. Hierbei fehlt mir jedoch die Kaufmöglichkeit einer Einzelausgabe. Ein anderes Thema sind die Inhalte. Diese kann man mögen oder nicht – für mich persönlich sind sie aber der Grund, warum ich hier kein Abo besitze.

FOCUSFOCUS bietet eine App, die der App von N24 bis auf die Farben zum verwechseln ähnlich sieht. Zufall? Ich weiß es nicht.

In jedem Fall kommt das Ganze sehr aufgeräumt daher, oben gibt es eine Leiste mit den nach Uhrzeit geordneten Artikel-Headlines, unten gibt es eine Leiste mit Videos. In der Mitte findet sich links eine große Box mit den Topthemen, während sich rechts die Kategorien zum durchschieben befinden. Im Portrait-Modus (also Hochformat) ordnen sich die gleichen Boxen neu an.

Alles in allem eine nette App, die die Inhalte kostenlos und übersichtlich zur Verfügung stellt.

arteDie App von ARTE zeigt, wie stylish Video-Inhalte im Magazin-Format auf dem iPad sein können. Ein winziges Manko für mich als Landscape-Modus-bevorzugender  Nutzer (also Querformat) ist, dass die Übersichtseite der App nur im Portrait-Modus funktioniert. Aber nunja. Wirklich wichtig: Die App zeigt die legendär großartigen Dokumentationen von arte. Kostenfrei.

Zur Verfügung stehen Videos bis zu sieben Tage nach ihrer Ausstrahlung. Warum nicht länger? Der Grund liegt wohl an der Unfähigkeit der deutschen Politik und deren beeindruckender Demonstration, dass sie das mit dem Internet so überhaupt nicht verstanden haben. Hierzu empfehle ich dringend, dieses Video anzuschauen.

Unter dieser Restriktion leidet nicht nur diese App. Schade um die deutsche Medienwelt. Trotzdem eine großartige App.

FR-KioskDER SPIEGELSZ-MagazinWIRED

Einige Zeitungen und Magazine bieten für das iPad ein „Kiosk“ an, in dem man die jeweiligen Ausgaben kaufen, laden und betrachten kann. Hierzu möchte ich die App FR-Kiosk der Frankfurter Rundschau, die App von SPIEGEL, das SZ-Magazin als App für das Süddeutsche Zeitung Magazin und die App des Wired-Magazine erwähnen.

Hierbei ist das Wired-Magazine besonders hervorzuheben. Denn ich kenne kein Magazin, das dermaßen perfekt auf dem iPad funktioniert, wie dieses. Bei Wired ist UX einfach König. Testempfehlung.

FlipboardFlipboard ist sozusagen die tollste aller Magazin-Apps auf dem iPad. Warum? Zum einen ist sie so stylish, dass es eine echte Freude ist, darin herumzublättern. Zum anderen hat man niemals einen Grund über den Redakteur oder die Artikelauswahl zu meckern – denn der Redakteur ist man selbst.

Das heißt konkret: Man kann seinem Magazin nach Wunsch bestimmte Inhalte hinzufügen. Diese Feeds sind nach Kategorien und Herkunft geordnet und stehen in zahlreicher Vielfalt zur Verfügung. Zusätzlich kann man seine eigenen Feeds – beispielsweise twitter, facebook, google Reader, oder einige mehr einbinden. Das wiederum ist in meinen Augen das absolute Killer-Feature, da man so wirklich jeden beliebigen Content in der oberschicken Magazin-Umgebung lesen kann. Weltklasse.

Pulse Newspulse ist ebenfalls ein schicker Reader, er funktioniert nach einem ganz ähnlichen Prinzip wie Flipboard. Auch hier ist es möglich, facebook als Quelle bzw. Feed anzugeben. Das hinzufügen von beliebigen RSS-Feeds erfolgt bequem über eine Liste von featured Feeds, einen integrierten Feedbrowser mit Kategorien, eine komfortable Suchmaske über das gesamte Netz oder einfach via google Reader.

Die Anzeige erfolgt sehr schick und schlicht auf bis zu fünf einzelnen Kategorieseiten. Dort sind die Feeds in Zeilen dargestellt, wobei jeder Post durch ein Bild im 4:3-Format dargestellt wird. Durch Antippen wird der eigentliche Artikel angezeigt. Edel und visuell ansprechend.

ReederReeder ist ein Feedreader, der als Client für den google Reader funktioniert. Daher ist die Einrichtung denkbar einfach: google-Account angeben, und fertig ist die Laube: Alles, was im google Reader ist, ist auch in Reeder.

Weniger einfach ist die Bedienung – da sie leider nicht intuitiv ist. Eine sehr schlanke Leiste mit einfachen Piktogrammen ermöglicht eine schnelle und komfortable Bedienung des Readers – wenn man denn weiß, was die Piktogramme bedeuten. Vorher ist Raten und Frustration angesagt. Wenn man aber mal herausgefunden hat, wo sich welche Funktion verbirgt, ist das minimalistische Design natürlich sehr schick.

Und damit komme ich auch zum Vorteil von Reeder. Das Teil ist einfach unverschämt schick. Schlicht, einfach, edel, so gar nicht knallig, gut zu lesen und ohne Ablenkung durch irgendwas.

Feeddler ProWer übrigens auf den Charme von Windows 95 steht und CSS im Browser sowieso immer gleich abschaltet, dem sei Feeddler Pro ans Herz gelegt. Feeddler Pro macht das gleiche wie Reeder – nämlich die Items aus dem google Reader anzeigen – auf die genau entgegengesetzte Art und Weise. Schick ist hier gar nichts. Dafür zweckmäßig. Anschalten und loslegen.

Außerdem können hier zusätzliche Feeds zum google Reader Konto hinzugefügt oder gelöscht werden. Für die Gattung des „klassischen RSS-Readers“, wie man ihn erwartet, habe ich bisher auf dem iPad keine typischere und bessere App gefunden.

iBooksiBooks ist wie der Name schon vermuten lässt der hauseigene eBook-Reader von Apple. Hinzufügen kann man ePub- und pdf-Dateien. Außerdem gibt es einen integrierten Zugang zum hauseigenen Apple-eBook-Store. Optisch wird das Ganze nett durch ein umdrehen der Anzeige dargestellt. Das eigene Bücherregal ist in Holzoptik gehalten, der eBook-Store von Apple sieht aus wie der App-Store oder der iTunes-Store.

Aber zurück zu den Büchern. Gelesen werden kann im Landscape- oder Portrait-Modus. Das Blättern erfolgt mit leichter Latenz, das stört aber beim Lesen gar nicht so arg, wie man vermuten könnte. Die Vielfalt der im Store verfügbaren Bücher ist erst mal nicht umwerfend, aber ok.

Alles in allem habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich die Geschmäcker bei eBook-Readern deutlich unterscheiden. Also ist Testen und persönlich vergleichen meine Empfehlung.

StanzaStanza ist mein Lieblings-eBook-Reader für alle iOS-Geräte. Unendlich flink und unendlich flexibel. Die gewünschten Bücher kann man entweder als ePub oder eReader-Dateien über iTunes oder über zahlreiche andere Wege auf das Gerät bringen. Außerdem gibt es haufenweise Kataloge, aus denen man Bücher neue Bücher bekommen kann.

Dabei sind zwar einige kostenpflichtige Bookstores, aber auch zahlreiche kostenlose, wie z.B. „Feedbooks“ oder „Books from Munseys“, wo man tatsächlich gute Bücher für Lau bekommt. Außerdem kann man eigene Kataloge hinzufügen (ich bin z.B. gerne auf manybooks.net unterwegs und habe diesen Katalog hinzugefügt) und deren ausgewählte Inhalte bzw. Bücher direkt in Stanza importieren. Ein Nachteil hierbei ist, dass Deutschland mit dem Angebot von eBooks wieder stark hinterherhinkt, Englisch ist die dominierende Sprache in den meisten guten eBook-Stores – ob kostenlos oder kostenpflichtig. Doch da kann die App ja nichts dafür.

Der Lesekomfort selbst ist der Hammer, der Reader ist extrem schnell und bietet haufenweise Funktionen. Ohne aufrufen eines Menüs und ohne spitzfingriges zielen auf Buttons kann geblättert werden und die Helligkeit angepasst werden. In den Untermenüs gibt es alles was das Herz begehrt, von Inhaltsverzeichnissen, Lesezeichen und eigenen Anmerkungen und Notizen über haufenweise Schriftart- und Layout-Einstellungen, eine Invertierungsfunktion bis hin zu einer Suchfunktion und einer twitter-, facebook- und eMail-Funktion.

Wie gesagt: Für mich ist Stanza der beste Reader (mehr Info).

textunestextunes ist die App des deutschen Services textunes.de und ein krasses Gegenteil zu Stanza. Hier gibt es ausschließlich den geschlossenen eBook-Shop von textunes, in dem es einige ausgewählte Titel gibt. Diese sind ausschließlich in deutscher Sprache gehalten – zumindest habe ich dort noch nichts anderes gesehen.

Immerhin gibt es textunes nicht nur für iPad und iPhone, sondern auch für Android. Das war’s allerdings auch schon in Sachen Kompatibilität – ein Import von ePub oder ähnlichem ist nicht möglich. Es handelt sich um einen sogenannten „walled Garden“ – innendrin ist alles sehr schnieke, aber es führt kein Weg heraus.

Warum diese App hier trotzdem aufgeführt ist, ist einfach: Für jemanden, der sich nicht mit Bookstores, Dateien und englischsprachigen Büchern herumschlagen will, kann dieser einfach zu bedienende Store ein guter Einstieg in die Welt der eBooks sein. Denn einfach ist die App – daran gibt es keine Zweifel.

MarvelDC ComicsComics +ComicsEine weitere Gruppe an Reader-Apps, die ich hier gesammelt vorstellen möchte, sind die Comic Reader. Denn beim iPad scheiden sich die Geister der Comic-Fans. Manche schwören darauf, andere würden das iPad schon bei dem Gedanken daran, damit Comics lesen zu müssen, lieber in den/die [insert River-Name here] werfen. Ich selbst, der ich mich allerdings auch nicht als Comicfanatiker sehe, bin noch unentschlossen. Vier Apps möchte ich trotzdem erwähnen.

Die App von Marvel bringt – wie der Name schon vermuten lässt – die Marvel Comics auf das iPad. Mit Store, Reader, und allem was dazu gehört. Die DC Comics-App macht (wer hätte das gedacht) das gleiche mit den Apps von DC Comics. Neben diesen beiden verlagseigenen Apps, möchte ich noch zwei übergreifende Apps erwähnen, die etwas offenere Kataloge anbieten und außerdem das Lesen von Comics ermöglichen.

Comics+ hat hierbei einen netten Katalog (von iVERSEMEDIA), bietet aber in meinen Augen nur einen mittleren Lesekomfort, da keine „guided view“ (nacheinander abfolgender Zoom auf die einzelnen Bilder) existiert. Trotzdem einen Blick wert. Comics bietet hingegen eine „guided view“, die man nicht nutzen muss, aber kann. Das Lesen in dieser App ist sehr angenehm. Für die Comics wird auf den Katalog und Nutzeraccount von comiXology zurückgegriffen – auch sehr toll.

 

Wissen und Wissenschaft

 

WikipanionWikipanion ist ein Wikipedia Client für das iPad. Der Unterschied einer auf das iPad optimierten App gegenüber der Web-Ansicht von Wikipedia ist hierbei phänomenal. Seit ich Wikipanion habe, nutze ich Wikipedia auf iOS-Geräten nur noch durch die App.

Im Landscape-Mode zeigt sich auf der linken Seite eine Leiste, die entweder das Inhaltsverzeichnis des Artikels, weitere Links oder die Lesezeichen zeigt. Außerdem sind die Artikel in der App sehr gut lesbar.

Bilder können ins Fotoalbum gespeichert werden, außerdem können Links zu Artikeln versendet oder getwittert werden. Wenig Schnickschnack, aber viel Nutzwert.

Wolfram AlphaWolfram Alpha ist die in meinen Augen beeindruckendste semantische Suchmaschine im Web. Entwickelt von Mathematica liegt hier eine KI zu Grunde, die riesige Datenbanken auswertet, und auf präzise formulierte Fragen präzise Antworten gibt.

Die iPad-App ist hierbei lediglich ein Client, die den Zugriff auf diese KI ermöglicht.

Der Nachteil von Wolfram Alpha liegt darin, dass man Syntax und Semantik lernen muss, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Wenn man weiß, was man tut, ist es jedoch sehr mächtig. Bevor man die App kauft, würde ich persönlich allerdings empfehlen, das Ganze mal auf wolframalpha.com zu testen – dort gibt’s die gleiche Funktionalität nämlich im Netz.

IMDbDie IMDb (Internet Movie Database) ist meines Wissens die größte Filmdatenbank im Netz. Dort ist so ziemlich jeder Film katalogisiert und mit zahlreichen Informationen abgelegt. Die entsprechende iPad-App bietet einen komfortablen Zugang zur IMDb und lädt sowohl zum Stöbern als auch zum gezielten Nachschlagen ein.

Für mich führt der erste Weg auf der Suche nach einer Schauspieler- oder Film-Info inzwischen direkt in die IMDb-App, und meistens führt er auch dort zum Ziel.

Wenn man über einen IMDb-Account verfügt, kann man sich auch mit diesem anmelden. Dadurch besteht dann beispielsweise die Möglichkeit, Filme zu bewerten. Außerdem sind weitere Funktionen, wie beispielsweise persönliche Film-Listen, die es auf der Website bereits gibt, auch für das iPad geplant.

google Earthgoogle Earth bedarf hier eigentlich keiner weiteren Erklärung. Eine App für den google Service, der die Satellitenbilder von google Maps verbunden mit anderen geografischen Daten auf dem iPad abbildet.

Diese zusätzlichen Daten können dann in Form von Ebenen ein- oder ausgeblendet werden. Dazu zählen beispielsweise Orte, Unternehmen, Panoramio-Fotos, Wikipedia oder Straßen. Außerdem kann auf die eigenen Karten im google Maps Account zugegriffen werden.

Was die Darstellung der Funktion auf dem iPad vor allen Dingen von der auf dem Rechner unterscheidet, ist dass durch die Neigung des iPads auch die Neigung der Darstellung geändert werden kann. Tipp: Besonders beeindruckend ist das in den Alpen oder dem Grand Canyon.

Taschenrechner HDWas auf dem iPad fehlt, ist ein einfacher Taschenrechner. Die simple App Taschenrechner HD behebt das im schicken Apple-Style. Zusätzlich können dort verschiedene Rechnertypen ausgewählt werden. Standard ist hierbei die „Basic“-Ansicht.

Die „Scientific“-Ansicht bringt dann schon die ein oder andere mathematische Funktion mit. Außerdem gibt es eine „Notes“-Ansicht, bei der ein Kritzelblatt neben dem Rechner liegt. Bei der Tape-Ansicht werden die Rechenoperationen und Zwischenergebnisse protokolliert.

Wer hingegen auf alle Funktionen verzichten will und statt dessen auf große Buttons und abgefahrene (bis echt abgefahrene) Designs steht, dem kann ich Taschenrechner (ohne HD) empfehlen.

Quick GraphQuick Graph ist mein Tool der Wahl, wenn es um das plotten von Funktionen geht. Das Tool funktioniert zwei- und dreidimensional und bietet die Möglichkeit, mehrere Funktionen im gleichen Koordinatensystem darzustellen. Hierbei kann man die Farbe für jede Kurve frei wählen.

Die fertigen Graphen können ins Fotoalbum exportiert und im png-Format via eMail verschickt werden. In der eMail sind als Preset außerdem die Funktionen im Textformat und als Einzelgrafiken angehängt. Das einzige was hierbei ggf. zu bemängeln ist, ist die recht geringe Auflösung.

Der Umfang der Optionen ist recht schmal gehalten, dafür glänzt die App mit einer hervorragenden Übersichtlichkeit, die mir persönlich sehr wichtig ist. Außerdem habe ich noch nie eine Option oder Funktion vermisst.

 

Systemadministration und Fernsteuerung

 

TeamViewerTeamViewer HD ist ein Client für TeamViewer auf dem iPad. TeamViewer ist ein Tool, dass die Fernwartung von Rechnern – auch über Betriebssystemgrenzen hinweg – ermöglicht.

Das funktioniert, indem auf beiden Rechnern ein TeamViewer Client läuft, der den Bildschirminhalt des zu wartenden Rechners via Internet an den zur Wartung verwendeten Rechner überträgt. Mit der App kann nun jeder beliebige Rechner (Mac, Windows, Linux) vom iPad aus ferngewartet werden. Sehr praktisch!

Ich persönlich nutze die App gelegentlich, wenn ich selbst unterwegs bin, und mich jemand um Hilfe bittet. Bevor ich mir dann stundenlang gesetzte Optionen vorlesen lasse, kann ich mit TeamViewer schnell selber schauen – jetzt auch unterwegs mit dem iPad.

Tipp von meiner Seite: Wenn Ihr „Trusted Person of free personal Computer Support“ bei Eltern, Großeltern, Nachbarn oder dem probably most exciting chick of the universe (das Euch selbstverständlich nur bei Computerproblemen anruft) seid, legt dort gleich die TeamViewer App auf dem Desktop ab. So können Euch diese Personen unabhängig vom jeweiligen Geschick mit Computern schnell Zugang verschaffen.

RemoteRemote ist ein Apple-eigenes Tool, welches die Fernsteuerung von iTunes im lokalen Netzwerk ermöglicht. Auf dem iPad sieht das ganze der Rechner-Version von iTunes recht ähnlich, so dass sich jeder eigentlich recht schnell darin zurechtfinden sollte. Auch das Pairing mit iTunes ist denkbar einfach.

Ich persönlich habe beispielsweise Lautsprecher in der gesamten Wohnung verteilt installiert. Die Musik wird zentral von einem Rechner mit iTunes abgespielt.

Mit Remote kann ich nun aus jedem Zimmer der Wohnung die Songs wechseln, neue Playlists auswählen, Titel überspringen, in den Titeln spulen oder einfach nur die Lautstärke regulieren. Ein must have für mich!

 

Fotografie

 

Dieser Abschnitt beschränkt sich auf Foto-Bearbeitungs-Apps. Hier finden sich keine Apps zum machen von Fotos. Das liegt daran, dass ich selbst nur ein iPad 1 besitze, welches nicht über eine Kamera verfügt. Somit könnte ich Kamera-Apps nicht über längere Zeit testen und somit auch nicht mit gutem Gewissen empfehlen.

Mobile FotosMobile Photos ist ein Flickr Client für das iPad, den ich schon seit Jahren auf dem iPhone benutze. Das Tool ist beileibe nicht schön, aber praktisch. Im Nu hat man vollen Zugriff auf den eigenen Flickr-Stream und kann die Fotos dort anschauen oder in verschiedenen Auflösungen im Fotoalbum des iPads speichern.

Außerdem hat man Zugriff auf Alben, Tags, die Favoriten, Kontakte und Gruppen. Was Mobile Photos von vielen anderen Flickr-Clients unterscheidet, ist jedoch die Möglichkeit, Bilder vom iPad aus hochzuladen. Ich selbst nutze dies zwar fast nie – aber cool ist es trotzdem.

Natürlich kann man auch fremde Fotos anschauen, faven und kommentieren. Was auf dem iPad außerdem nett ist, ist die Möglichkeit neben der „normalen“ Suche auch nach Bildern im eigenen Umfeld zu suchen.

PhotogenePhotogene ist ein kleines Bildbearbeitungstool für iOS. Hier können Bilder beschnitten, gedreht und eingestellt werden. Zum Einstellen stehen zahlreiche Regler von Sättigung, Belichtung und Kontrast über Weißabgleich, RGB-Korrektur und Histogramm bis hin zum Schärfen und Entstören zur Verfügung.

Außerdem kann die Gradationskurve für den RGB-Kanal eingestellt werden, was für mich essentiell wichtig ist. Ferner sind im Bild Retuschen möglich und es können maskierte Effekte (Dodge, Burn, Blur, Greyscale, Effect) angewendet werden.

Über die Bildbearbeitung hinaus, können Texte, alle möglichen Formen von Sprechblasen und Textboxen, Gesamtbildeffekte und Rahmen zum Bild hinzugefügt werden. Der Export erfolgt wahlweise ins Fotoalbum, auf twitter, facebook, flickr, einen FTP-Server, in die Zwischenablage, zu eMail, auf einen Drucker, in die Dropbox oder zu Picasa. Da sollte dann doch für jeden was dabei sein.

FilterstormFilterstorm ist ebenfalls ein Bildbearbeitungstool, dass verschiedene Filterebenen übereinander legen kann. Auch hier stehen zahlreiche Funktionen zur Verfügung.

Bei Filterstorm reichen die Funktionen von Bildgrößenanpassung, Drehung, Spiegelung und Ausrichungskorrektur über Rahmungen mit Beschriftungsmöglichkeit bis hin zahlreichen Filtern. Die Filter sind: Helligkeit/Kontrast, Kurven, Farbton/Sättigung, Weißabgleich, Schärfen, Unschärfe, Schwarz/weiß, Klonen, Tonwertkorrektur, Text, Rauschreduktion, Rauschen, Rote Augen, Farbe, Vignettierung, Tontrennung und Doppelbelichtung. All diese Filter lassen sich beliebig kombinieren. Außerdem kann jeder Filter beliebig maskiert werden. Dazu stehen einstellbare Pinsel, Verläufe, Vignettierungen, eine frei wählbare Deckkraft und eine Selektion nach Farbbereichen zur Verfügung.

Abschließend können IPTC-Informationen ergänzt und das Bild ins Fotoalbum, via eMail, auf einen FTP-Server, zu Flickr oder in die Dropbox exportiert werden.

Alles in allem ist Filterstorm professionelle Bildbearbeitung auf dem iPad. Wer zusätzlich noch Stapelverarbeitung braucht, sollte zu dem etwas teureren Filterstorm Pro greifen. Auf der Seite von Filterstorm gibt es übrigens einen Vergleich der Versionen.

HalftoneHalftone ist im Gegensatz dazu eher die spielerische Art der Bildbearbeitung. Hier können Fotos mit einem Comic-Look versehen werden.

Dazu muss zunächst ein Foto ausgewählt werden. Danach kann man die Papierart beeinflussen, wobei einige Papiersorten mit Vintage-Optik zur Verfügung stehen. Als nächstes kann der Aufbau des Comic-Bildes bestimmt werden, danach können Sprechblasen hinzugefügt und bearbeitet werden. Zudem stehen einige Comic-typische Elemente (HAHA, CRRRACK!, BLAM!, Herz, Explosion, …) zum Einsetzen zur Verfügung. Außerdem kann die Schriftart beeinflusst werden.

Der Export kann ins Fotoalbum, zu Mail, zu Facebook, zu twitter oder an einen Drucker erfolgen. Nettes Spielzeug!

 

Social Media

 

twitterTwitter ist der Name der twitter-eigenen Twitter-App. Hier ist die Bedienung aller Twitter-Funktionen möglich – bis auf das Löschen von Tweets – das geht hier nämlich nicht. Sonst ist aber alles da: Die Timeline, Accountinfos, Erwähnungen, Nachrichten, Listen und die Suche. Und natürlich Tweets schreiben. Logen.

Positiv zu erwähnen ist auch der Mulit-Account-Support. Wenn Ihr also mehrere Twitter-Accounts pflegen müsst, funktioniert das hier ganz komfortabel.

Im Landscape-Modus schieben sich die Ebenen mit den Accounts, den Tweets und den Links geschickt hintereinander, so dass die Navigation ganz gut funktioniert. Hashtags sind klicklich und Links öffnen im integrierten Browser. Passt so weit.

Manko: Aus dem integrierten Browser kann man keine Bilder ins Fotoalbum speichern. Schade – denn diesen Umweg über Safari könnte man sich sparen.

EchofonEchofon als Urgestein unter den Twitterclients – früher nur als Firefox-AddOn bekannt – hat sich inzwischen zu einem ausgewachsenen Full-Service-Client entwickelt, ohne dabei überladen zu wirken. Der Vorteil daran ist, dass über den Echofon-Server die Echofon Clients auf dem Mac, dem iPhone, dem iPad, im Firefox und bald sogar auf diesem Windows synchronisiert werden können, so dass man keinen Tweet zwei mal lesen muss. Bereits gelesene Tweets werden auf allen Geräten als gelesen markiert.

Echofon kriegt es außerdem – ganz im Gegensatz zur eigenen Twitter-App – auch hin, abgesetzte Tweets wieder zu löschen. Multi-Account-Support gibts bei Echofon auch, wenn auch nicht ganz so schick und übersichtlich wie bei der Twitter-eigenen App.

Man könnte ja sagen, dass ein Twitterclient reicht. Da es sich aber schon oft bewährt hat, zwei Twitterclients zur Verfügung zu haben (z.B. wenn nach einer Umstellung einer temporär nicht mehr funktioniert), habe ich mich für Twitter und Echofon entschieden.

Friendly for FacebookFriendly for Facebook ist ein facebook-Client fürs iPad. In meinen Augen gibt es allerdings nur ein Anwendungsfall, wann ein facebook-Client auf dem iPad nötig ist. Dies ist genau dann der Fall, wenn sich mehrere Leute regelmäßig auf dem gleichen iPad anmelden müssen.

Für den normalen facebook-Gebrauch reicht die normale Webversion von facebook in meinen Augen völlig aus, ist meist sogar handlicher als ein Client. Also einfach mit Safari auf facebook.com gehen, dort auf die Box mit dem Pfeil (oben neben der URL) und danach auf „Zum Home-Bildschirm“ tippen. Noch ein mal bestätigen, und schon liegt ein „Weblet“ auf dem Homescreen.

Friendly bietet hingegen die Möglichkeit, durch Tippen und ohne erneute Passworteingabe zwischen mehreren Accounts zu wechseln. Dass das nur funktioniert, wenn sich alle Leute mit Zugriff auf das iPad 100%ig vertrauen, ist selbstredend. Dann ist es aber sehr praktisch.

WordPressWordPress ist ja bekanntermaßen der unangefochtene König unter den Bloggingumgebungen. Daher darf natürlich eine entsprechende iPad-App nicht fehlen.

In der App können mehrere WordPress-Blogs eingebunden werden, so dass all diese Blogs schnell und von einer zentralen Stelle aus von unterwegs verwaltet werden können. Verwalten heißt hier, dass die Artikel und Seiten im Backend gesichtet, angelegt, editiert und veröffentlicht werden können. Außerdem ist die Kommentarverwaltung möglich. Mit Jetpack kann man außerdem die Statistiken überwachen.

Alles in allem nicht schön, aber verdammt praktisch.

 

Chat und Instant Messaging

 

IM+IM+ ist der Instant Messaging Client, den ich auf meinem iPad nutze. Hier kann ich mich u.a. mit ICQ, MSN, Jabber, MySpace, Google Talk, Yahoo!, Facebook, MSN und AOL einwählen und die Chat-Funktionen nutzen.

Außerdem gibt es einen integrierten Browser.

Seit kurzem bietet IM+ auch noch einen Zugang zum eigenen Netzwerk Neighbors, was ich allerdings noch nicht im Detail getestet habe. Offenbar kann man durch eine Anmeldung dort aber die Anzeige von Werbung in der App umgehen.

Die Werbung umgehen und außerdem eine Chat-History bekommen kann man außerdem, wenn man die kostenpflichtige Version IM+ Pro kauft.

pushme.topushme.to ist ein Chat Tool, was sowohl auf iPads als auch auf iPhones läuft.

Als besonderes Schmankerl können auch Konversationen mit jedem Rechner mit Netzzugang geführt werden. Dies funktioniert durch eine persönliche Seite auf pushme.to, von der aus Nachrichten direkt an die entsprechende pushme.to-App durchgestellt werden.

Das ganze hat eine gewisse Ähnlichkeit mit WhatsApp oder PingChat. Diese Tools habe ich für das iPhone bereits vor geraumer Zeit verglichen. An den grundlegenden Eigenschaften hat sich seitdem auch nicht viel verändert.

tigertexttigertext ist auch ein personal Messaging Tool. Das Besondere bei tigertext ist hierbei aber, dass bereits gesendete Nachrichten wieder zurückgezogen – also auch von den Servern gelöscht werden können. Hierzu hat tigertext auch ein sehr witziges Video gemacht.

Außerdem wird jede Nachricht mit einer Art „Verfallsdatum“ ausgeliefert, so dass sie danach nicht mehr lesbar ist.

Ein weiteres Feature liegt in Nachrichten, die sich 60 Sekunden nach dem Öffnen selbst zerstören. In meinen Augen ist diese eigenwillige Interpretation von Sicherheit auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.

 

Musik

 

VirtuosoVirtuoso ist eine polyphone Piano-App für das iPad.

Das ganze ist zum einen eine nette Spielerei, zum anderen kann so etwas aber auch sehr praktisch sein, wenn man mal eine Linie ausprobieren, einen Akkord überprüfen oder einen Ton geben möchte. Für das Interface kann man zwischen einer einreihigen Tastatur mit langen Tasten und einer zweireihigen Tastatur mit kurzen Tasten wählen.

Ein besonderes Feature der zweireihigen Tastatur ist hierbei, dass man die obere Tastatur um 180° drehen kann, so dass von beiden Seiten – also im Duett – gespielt werden kann. So unsinnig die App zunächst erscheint, so oft hab ich sie schon sinnvoll einsetzen können.

GarageBandGarageBand ist eine App von Apple, die das Aufnehmen und Abmischen von einfachen Songs ermöglicht. Hierzu können mehrere Spuren getrennt voneinander aufgenommen werden.

Für die Instrumente Keyboard, Schlagzeug, Bass und Gitarre gibt es sogenannte „Smart“-Funktionen, so dass einstellbare, automatische Begleitungen in den gewünschten Harmonien erfolgen. Keyboard und Schlagzeug lassen sich außerdem direkt auf dem Display einspielen. Gitarren können direkt via Kabel eingespielt werden, Stimmen können via Mikrofon aufgenommen werden.

Zudem gibt es einen Sampler, mit dem Sounds aufgenommen und via Tastatur in der entsprechenden Tonhöhe wiedergegeben werden. So kann man eigene Sounds kreieren und damit Songs einspielen.

Mich hat sehr beeindruckt, was die App alles leisten kann, und wie flexibel die „Smart“-Funktionen sind. Richtig umgehauen hat mich, als ich gehört habe, was einige Leute mit der App (und nur mit der App) aufgenommen haben.

Korg iMS-20Korg iMS-20 ist eine Synthesizer-App von Korg, die den Korg MS-20 nachbildet. Hier kann man richtig in der Analogen Klangsynthese versinken. Mit an Bord ist ein stilechter analoger Sequenzer, ein Drumcomputer, ein Mixer und Song/Pattern-Composer. Zur Steuerung gibt es neben dem Keyboard auch noch zwei Kaoss Pads.

Fertige Songs können exportiert und direkt auf Soundcloud hochgeladen werden.

Am Anfang erschlägt einen die App zwar mit Funktionen, aber wenn man sich damit auseinandersetzt, sieht man die unendlichen Möglichkeiten. Neu, und von mir noch nicht getestet, da ich nur ein iPad habe, ist die Möglichkeit zwei iPads mit iMS-20 oder iElectribe (welches ich auch benutze) zu synchronisieren. Sehr cool.

 

Spiele

 

Spiele sind eigentlich gar nicht mein Gebiet. Da Spielen auf dem iPad aber einfach Spaß macht, habe ich dann doch ein paar Spiele getestet und will hier vier davon vorstellen.

Harbor MasterBei Harbor Master geht es darum, Schiffe zu Ihrem Dock zu bringen, ohne dass diese kollidieren. Hierbei haben die Schiffe Container in einer bestimmten Farbe geladen, die nur im entsprechenden Dock entladen werden können.

Das Hafenareal ist in der Aufsicht zu sehen, der Kurs jedes Schiffes wird durch das ziehen einer Linie vom Schiff zum entsprechenden Dock mit dem Finger festgelegt. Hierbei gibt es unterschiedlich schnelle Schiffe mit unterschiedlich viel Ladung und unterschiedlich schnell entladende Docks.

Stoßen zwei Schiffe aneinander,  ist das Spiel verloren. Je mehr Schiffe bis dahin entladen wurden, desto mehr Punkte gibt es. Adrenalin pur. Innerhalb der App kann man außerdem noch neue Hafenumgebungen kaufen.

Cut the RopeDie Aufgabe bei Cut the Rope besteht darin, einen Frosch mit Süßigkeiten zu füttern. Die Süßigkeit – ein Bonbon um genau zu sein – hängt an einem oder mehreren Gummiseilen.

Durch Durchschneiden der Seile, Pusten mit Blasebälgen oder mit Hilfe von nach oben steigenden Seifenblasen muss das Bonbon nun zum Frosch gebracht werden. Und damit das nicht zu einfach wird, müssen auf dem Weg dahin noch Sterne mit dem Bonbon eingesammelt werden. Außerdem können Stacheln u.ä. das Bonbon zerstören.

Verliert oder zerstört man das Bonbon schaut der Frosch blöd aus der Wäsche und man muss noch mal ran. So einfach ist das.

Ultimativ GalgenmännchenUltimativ Galgenmännchen beinhaltet genau das, was der Name schon sagt. Was in der Schule schon die Standardbeschäftigung und das Lieblingsspiel aller Lehrer für den letzten Tag vor den Ferien war, macht auf dem iPad nicht weniger Spaß.

In der App kann zwischen drei Hintergründen gewählt werden, dass Galgenmännchen wird in witzigen Animationen darauf aufgebaut. Es gibt einen lokalen Ein-Spieler- und Zwei-Spieler-Modus und  einen Multiplayer-Modus über das Internet. Letzteres habe ich aber noch nie probiert.

Die zu erratenden Wörter werden im Ein-Spieler-Modus aus einer Datenbank (Deutsch, Englisch, Französisch) entnommen, im Zwei-Spieler-Modus kann der gegnerische Spieler das Wort wählen.

Monkey Island SE„Hello, my Name is Guybrush Threepwood“ – wenn das nicht Kult ist, was dann? Wer erinnert sich nicht an die legendären und vor Humor nahezu platzenden Lucasarts Adventures? Und mit The Secret of Monkey Island: Special Edition, für iPad erlebt Monkey Island 1 mal wieder ein Revival.

Wer das Spiel nicht nach seiner Erscheinung 1990 gespielt hat, und das seitdem nicht nachgeholt hat, sollte das spätestens jetzt tun. Und das sage ich – als absoluter nicht-Spieler. Monkey Island ist einfach toll. Mehr muss ich an dieser Stelle nicht sagen.

Für die, die die Story ohnehin schon kennen möchte ich noch das Monkey Island Wiki empfehlen. Alle anderen sollten sich das Spiel zuerst anschauen.

 

Unsinn

 

iDaftiDaft ist eine iPad-App die die Songs „Harder Better Faster Stronger“ und „Technologic“ von Daft Punk in Soundboard-Format auf das iPad bringt.

Das ganze ist denkbar simpel gehalten, macht dafür aber umso mehr Spaß. Mit einem Knopfdruck wird das Playback für die Begleitung gestartet. Die Sounds von der Talkbox stehen dem Spieler nun auf Buttons zur Verfügung und sollten in richtiger Reihenfolge zur richtigen Zeit gedrückt werden.

Sollten. Müssen aber nicht.

Mit etwas Übung eignet sich die App durchaus, die Songs sehr nahe am Original durchzuspielen. Ohne Übung oder Interesse reicht es aber immer noch für einen Haufen Krach aus.

eBanner ProeBanner Pro bringt eine Laufschrift auf das iPad. Das muss man nicht haben, ist aber doch sehr witzig.

Egal ob man Nachrichten im Stau an ein anderes Auto, in der Vorlesung an die Hintermänner, im Vortrag an den Redner, im Club an Leute auf der anderen Seite der Tanzfläche oder von wo nach wo auch immer übertragen möchte. Die Laufschrift ist riesig und von weitem gut sichtbar.

Da die App tatsächlich nichts tut, außer große Buchtaben durchlaufen zu lassen, kann man sie universell einsetzen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Atomic FartDer Atomic Fart Generator ist die wohl unsinnigste App, die allerdings in jeder Runde für ausfallendes Gelächter sorgt. Das Prinzip ist denkbar einfach. Auf Abruf lässt die App ein deutliches Flatulenzgeräusch verlauten. Das sorgt das erste Mal für Verwirrung, ab dem zweiten Mal dann aber für Schmunzeln und kurz danach für viel Freude in der Runde.

Das Killer-Feature dieser App ist der „Timed Fart“ im „Random-Mode“ mit „Detect Movement“-Auslösung. Mit andern Worten: Das iPad liegt unscheinbar auf dem Tisch. Sobald nun jemand an den Tisch stößt oder darauf klopft, ertönt ein Geräusch.

Bei erneutem Anstoßen ertönt immer ein anderes Geräusch, was die Sache erst spät langweilig werden lässt. Für die Fans gibt es auch noch mehr zu sehen, denn jedes Geräusch trägt seinen eigenen Namen…

Ich hoffe, bei meiner Auswahl war für jeden was dabei – mir bleibt daher nur, Euch viel Spaß beim Ausprobieren zu wünschen!

Noch ein Tipp am Ende: Da das iPad all Eure Passwörter weiß und schneller geklaut ist als man Blaubeerpfannkuchen sagen kann, ist es sehr ratsam, das Gerät mit einer PIN zu sperren. Dazu müsst Ihr nur in die Einstellungen gehen, dort links „Allgemein“ wählen und dann rechts „Code-Sperre“ tippen. Der Rest erklärt sich von selbst. Hier kann man auch eingestellen, dass nach 10 Falscheingaben die Daten auf dem iPad gelöscht werden. Damit kann zumindest mit den Daten kein Unheil mehr angerichtet werden.

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Dieser Beitrag wurde am Montag, 11. Juli 2011 um 13:55 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Apps, Sonstiges abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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17 Comments »

  1. Schöner Artikel! Auch wenn ich ihn nur überflogen habe, habe ja kein iPad.

    Comment: Dagger – 12. Juli 2011 @ 00:07

  2. Referenzverdächtig, wirklich episch 🙂

    Ich nutze noch folgendes oft und gern:

    Textatic – Texteditor mit Syntaxhighlighting

    Blogsy – Blogging Tool für wordpress.com, Blogger und selbstgehostete WP Blogs

    Snapseed – Bildbearbeitung

    Comment: boerge30 – 12. Juli 2011 @ 06:01

  3. Danke, danke, danke für diese geniale Zusammenstellung! In der Qualität wirklich einzigartig!

    Comment: vn – 20. Juli 2011 @ 10:31

  4. Wow, mit diesem Eintrag hast du dir echt viel Mühe gegeben. Du hättest es dir ja auch einfach machen können, und einfach deine App-Liste bei Applist.me erstellen können (so hab ich’s gemacht). Ich habe wirklich lange beim Lesen gebraucht,da ich immer gleich auch mal im AppStore nach den Apps geschaut habe. Für kreatives Brainstorming kann ich dir noch MindNode empfehlen. Würdest du denn sagen, es lohnt sich wirklich, für Notizapps einen Stift anzuschaffen? Ist die Qualität zufriedenstellend?

    Comment: Ute – 24. Juli 2011 @ 15:19

  5. Danke für den Tipp mit applist.me – hier ist natürlich auch jeder eingeladen, einen Link zu seiner iPad-(!)-Applist in den Kommentaren zu hinterlassen!

    MindNode werde ich mir anschauen, Danke für den Tipp.

    Das mit dem Stift ist so ne Sache. Einige schwören drauf. Ich bin unschlüssig. Natürlich ist man damit fligraner unterwegs. Handschriftliches Scheiben ist aber auf dem iPad ohnehin nicht so der Knaller. Und wirklich detailliert und exakt arbeiten geht mit den meisten Stiften aufgrund der dicken Spitze auch nicht. Dennoch ist es teilweise sehr angenehm und wesentlich einfacher als mit dem Finger – gerade beim Skizzieren. Mein Tipp: Probiers selbst mal aus. Irgendwo im Laden oder so. Da sollte sich jeder selbst eine Meinung bilden.

    Comment: Hannes – 24. Juli 2011 @ 15:43

  6. Danke übrigens auch den anderen Kommentatoren, und im Besonderen boerge30 für die drei App-Tipps. Ich sammele mal die Links zu den bisher in den Kommentaren gegebenen Tipps:

    Textastic
    Blogsy
    Snapseed
    MindNode

    Comment: Hannes – 24. Juli 2011 @ 15:54

  7. Schoene Uebersicht, hab viele tolle Sachen gefunden.

    Kleine Anmerkung zur Arte-App:
    Die 7 Tage Frist ist die Schuld der Privatsender, da die die Konkurrenz der oeffentlich-rechtlichen Sender fürchten und diesen (für die Nutzer) faulen Kompromiss erzwungen haben.

    Comment: Simon – 30. August 2011 @ 07:46

  8. Hi!

    Tolle Infos! Aber ich vermisse eine Sparte und das ist, wie man Videos (.avi, .xvid) auf dem Ipad schauen kann.

    Gruss

    Comment: Sebastian – 03. September 2011 @ 11:25

  9. http://tinyurl.com/3tby5r7 😉

    Comment: Hannes – 03. September 2011 @ 23:03

  10. Hey, danke für die Auflistung. Ich finde „Must have“ iPad Apps sind außerdem

    Der Cinexplayer (xvid Filme auf dem iPad gucken)
    http://itunes.apple.com/de/app/id384098375?mt=8

    finanzblick HD (endlich mal eine Banking App mit Autom. Kategorisierung meiner Buchungen und ordentlichen Auswertungen & Budgets)
    http://itunes.apple.com/de/app/finanzblick-hd/id453730983?mt=8

    Grüße Paul

    Comment: Paul – 06. November 2011 @ 13:13

  11. Finde die Apps auch sehr gut. Nutze wunderlist sehr häufig

    Comment: Avappi – 16. Dezember 2011 @ 23:10

  12. Danke für die tolle Zusammenstellung.

    @ Sebastian
    bzgl. der Videowiedergabe nutze ich

    http://itunes.apple.com/de/app/aceplayer/id463242636?mt=8

    um auf dem ipad die Filme von meiner NAS zu streamen.

    Comment: Christian – 09. Januar 2012 @ 09:13

  13. Noch Monate später hat mir dieser Beitrag wirklich geholfen! Alles super erklärt und es sind wirklich einige interessante App-Tipps dabei, danke!!

    Comment: Daniela – 12. April 2012 @ 12:50

  14. Hallo Hannes,

    habe mich gerade durch deine vorschläge „gearbeitet“ und viele tolle Apps gefunden. Da ich schon ein etwas älteres Semester bin, bin ich sehr Dankbar für solche Tipps.
    Also VIELEN DANK

    Comment: Karin – 28. November 2012 @ 21:00

  15. Hallo,
    sehr interessante App Sammlung, hast Dir wirklich Zeit genommen.
    Der Mann weis vovon er spricht.

    Ich bin auf der Suche nach einer speziellen App, die mir erlaubt Playlisten mit der Musik vom Server zu erstellen.
    Meine Vorstellung ist die, dass man Lieder vom Musicserver beim anspielen in eine Art Playliste speichert und diese dann später abspielt.

    Kennt jemand eine derartige App??

    Danke und Gruß

    Comment: Peppele – 08. Januar 2013 @ 12:41

  16. Hallo,

    ich habe Probleme beim versenden per Mail von ganzen Notizbüchern mit Fotos von penultimate. Kannst Du mir sagen an was das liegt?

    Vielen Dank und Grüße

    Comment: Cornelia – 15. Oktober 2013 @ 11:00

  17. Hallo,

    Evernote klappt nur online.
    Was gibt es, um auch offline arbeiten zu können?
    Ich bin auf MEMINIC und SPRINGPAD gestoßen. – Was ist davon zu halten?

    Erfahrungen??

    Grüße – hgg

    Comment: HgG – 21. März 2014 @ 15:04

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