Welcher Vollidiot hat eigentlich die Benutzerdialoge von Excel geschrieben? Kostprobe gefällig?
‘Ein Pivot-Table Bericht kann Sie aus Bereichen verschiedener Tabellen erstellen, wobei…’ – Danke, sehr aufmerksam, aber ich möchte gar nicht von einem Pivot-Table Bericht erstellt werden…
In der Hilfe zum MAX-Befehl: ‘Zu der Matrix oder dem Bezug gehörende leere Zellen, Wahrheitswerte oder Text werden ignoriert. Müssen Wahrheitswerte und Text ignoriert werden, verwenden Sie stattdessen MAXA.’ – Ahja, das ist an sich schon logisch…
‘Microsoft Excel hat Daten unmittelbar neben den markierten Zahlen entdeckt.’ WOW! Wahnsinn! Herzlichen Glückwunsch! Die waren ja auch sauschwer zu finden, schließlich ist eine Spalte einer prall gefüllten Tabelle ausgewählt! Aber es geht noch weiter: ‘Da Sie diese Daten nicht markiert haben, werden sie nicht’ Aha. Sie werden also nicht. Dieser Satz keinen Sinn. Was werden sie denn nicht? Irgendwie ist es wichtig, daher würd’s mich schon mal interessieren…
Ich gebs auf. Es sind nicht nur die Kneggesse von den Benutzerdialogen bei Microdoof, die zu dumm für alles sind. Wenn man in einer Tabelle mit Formelbezug die Sortierung ändert, werden nicht etwa die Formeln vorher festgesetzt. Nein, das wär ja logisch und würde Sinn ergeben. Stattdessen werden die Formeln beibehalten, und die Werte anhand der neu sortierten Tabelle neu berechnet. Ergebnis: Die Spalte die ‘mit absteigender Größe’ sortiert ist, sieht jetzt so aus: ‘32, 1, 32, 31, 32, …’. Mit anderen Worten: jetzt ist alles falsch. Entweder Excel müsste die Werte vorher festsetzen, so dass die Reihenfolge stimmt, oder aber so lange rekursiv weiterrechnen, bis wenigstens die Sortierfolge wieder stimmt. Beides tut’s nicht, das Programm ist echt Spielzeug und nicht für ernst zu gebrauchen. Leute – schaut Euch mal FileMaker oder die Programme von Adobe an und übt noch mal weiter…
Gespräch von gerade eben mit einem Kumpel, der sich einen neuen Mac gekauft hat und nun wissen wollte, wie er seine alte QuickTime Pro Registrierung, deren Nummer er ausgedruckt hatte nun wieder auf den Rechner bekommt. Ich steige zu dem Zeitpunkt ein, nachdem er mir erkärt hatte, was auf dem Zettel stand…
19:02:36 Er: wasn das?
19:02:53 Ich: das ist QuicktimePro Du Spezialist
19:03:27 Er: aha udn was bringt mir das da odben?
19:03:35 Ich: was?
19:03:54 Er: Name: ****** S/N: **********************
19:03:55 Er: das
19:04:03 Ich: DAS IST QUICKTIMEPRO
19:04:17 Er: und das muss ich bei registrieren eingeben?
19:04:27 Ich: Name: ********
19:04:44 Ich: Seriennummer: ****…. undsoweiterundsofort
19:04:49 Er: oh wie geil vielen danl
19:04:51 Ich: wär n Versuch wert
19:06:03 Er: so wo msussn ich da jetzt draufklichken das das installiert wird?
19:06:19 Ich: hast Dus eingegeben?
19:06:32 Er: ja
19:06:45 Ich: un nu?
19:06:54 Ich: was steht jetzt unter Registrierungs-Code?
19:07:07 Er: das stehr jetzt unter registrierungs code qt 7 pro
19:07:13 Ich: ja
19:07:15 Ich: dann ist alles fertig
19:07:22 Ich: dann hast du jetzt QT Pro
19:07:26 Er: und wie aktiviere ich das
19:07:31 Ich: bist Du noch windows gewöhnt oder was?
19:07:36 Ich: DU HAST JETZT QT PRO!
19:07:51 Er: das eigt bei mir nur qt an
19:08:43 Ich: Soll ich sagen: Du musst den Rechner ausschalten, dreimal drumrumhüpfen, dann UGU UGU schreien, den stecker wieder einstecken, während Du W, Q und V drückst neu starten und dann die Registry neu schreiben – 4 mal?!?!?!
19:08:50 Ich: Du bist fertig
19:08:52 Ich: basta
19:08:52 Ich: aus
19:08:58 Ich: du hast qt pro
19:09:04 Ich: mehr ist nicht
19:09:05 Er: ok cool
Wenn man nicht wüsste, dass es wirklich so kommen wird, wäre es lustig – so ist es eigentlich nur zum heulen… Es wird bestimmt noch in 100 Jahren Klappgeräte geben…. buhuhuhu
Erinnert mich an dieses uralte Video – welches auch schon den Nagel auf den Kopf traf:
Wie war das mit der Nahrungskette?
edit, 1.11.2009: Dieser Artikel ist leider Geschichte – die Seite existiert nicht mehr
Kennt Ihr eigentlich schon www.dein-schild.de ? Nein? Dann gebt doch mal Euren Namen statt www ein, und probiert es mal aus. Also z.B. http://elena.dein-schild.de/ oder so.
Und immer wenn jemand etwas wie ‘bist du noch wach’, ‘ach, bist du auch hier?’ oder z.B. eins Deiner Bücher hochhaltend ‘Hast Du das auch?’ fragt, ist der Link echt praktisch…
Hin und wieder frage ich mich echt, ob ich Telefonbuch als Supportcenter stehe. Ich helfe ja wirklich gerne, aber manche Leute gehen mir damit gehörig auf den Senkel – weil sie sich wirklich NUR melden, wenn irgendwas NICHT geht.
Zufälligerweise kann ich versichern, dass alle Leute die diesen Blog lesen 100% auszuschließen sind, weil das zufälligerweise auch die Leute sind, die sich in irgendeiner Form für mich interessieren. Nicht etwa, dass sich das ‘für mich interessieren’ dadurch zeigt, dass jemand meinen Blog liest. Aber wenn jemand ihn liest heißt das im Umkehrschluss sehr wohl, dass er sich entweder für mich, das was ich tue oder zumindest das was ich schreibe und zu sagen habe interessiert. Das sind die Leute, denen ich dann auch gerne helfe. Selbst manche von denen rufen nur an, wenn etwas nicht funktioniert, aber dann läuft das auf einer ganz anderen Schiene ab – weil man sich entweder gut kennt, weil eine klare Frage oder eindeutige Problembeschreibung vorliegt und derjenige weiß, dass ich darauf schnell und präzise antworten kann. Denn – wie jeder weiß – ich helfe echt gerne.
Aber wenn mich jemand anschreibt, fünf ICQ-uhoh’s verursacht, indem er ‘Hi’, ‘na?’, ‘alles klar’, ‘bist Du da?’ und ‘ich hab da mal ne Frage’ einzeln abschickt bevor er mit seinem Belangen rausrückt, werd ich schon gereizt. Wenn dann so eine selten dämliche Frage kommt wie: ‘An meinem Router blinkt ein orangenes Lämpchen, aber es geht alles. Muss ich da irgendwas tun, beim Router meiner Eltern blinkt da nämlich nichts?’ Kann es schon mal passieren, dass ich etwas ungehalten reagiere. (Sorry an dieser Stelle.) Aber was soll so ein orangenes Lämpchen denn sonst machen? Lustig singend durchs Zimmer tanzen? Einem den Marsch blasen? Grüne Männchen anlocken die einem die Küche aufräumen? Oder einfach nur dunkel bleiben und nur eingebaut sein um die Produktionskosten des Gerätes möglichst hoch zu halten? Und nun die Quizfrage: Warum lag in der Schachtel, in der dieser nette Router ankam wohl ein kleines Heftchen, auf dem deutlich ‘Bedienungsanleitung’ zu lesen ist und in dessen hinterm Teil eine Tabelle ist, in welcher ausführlichst aufgelistet ist, was der Router denn zu sagen hat, wenn er lustig mit seinen Lämpchen flackert? Und – zur Hölle noch mal – seh ich denn so aus als hätte ich nix besseres zu tun, als diese Tabelle auswendig zu lernen? Also manchmal glaub’ ich echt es hackt.
Wie gesagt – meine lieben Stammleser, die ich auch häufig wegen Computer- oder anderen Problemen an der Strippe hab – Ihr seit da sicher nicht gemeint – fühlt Euch bloß nicht angesprochen. Denn wenn ich helfen kann, tu ich es gerne (ich wiederhole mich – scheiße). Auch wenn der Router nicht geht, die Tante von der Arcor-Hotline nur scheiße erzählt und man nicht mehr weiter weiß, ist das auch für Leute mit denen ich quasi nix zu tun hab eine Legitimierung anzurufen (Gruß an Lila). Denn in dem Fall hat sie es schon Wochen probiert, das Internet wieder fit zu bekommen, Arcor konnte (wie immer) nicht weiterhelfen und dann hat es keine fünf Minuten gedauert, bis das Ding wieder lief. War echt ok. Und auf die regelmäßigen Fragen von andern Leuten freu ich mich schon regelrecht, weil es immer ein guter Grund zu telefonieren ist und die Telefonate dann auch immer um Potenzen länger dauern als es das Problem erfordern würde (Gruß an Silke). Auch meine werten Mitbewohner meine ich nicht – es sei denn es ist wieder selten blöd (Gell Ihr Pappnasen
).
Also, ruft gerne weiter an, aber bitte: Erst denken, dann fragen – nervt mich nicht (tut Ihr Leser eh nicht) und – vor allem – Wer Unfug fragt, riskiert einen Blogeintrag
Ich glaub ich melde mich in Zukunft nur noch mit: ‘Technisches Supportcenter Trapp, was kann ich für Sie tun?’
Ich schaue mir gerne und viele Bilder im Internet an. Da ich durch anschauen, zuschauen, etwas darüber lesen und anschließendes Nachmachen deutlich besser lernen kann als irgendwie sonst, ist das Internet die ideale Möglichkeit für mich etwas über Fotografie zu lernen. Und dabei fällt immer wieder eines auf: Frauen sind die besseren Fotografen. Es gibt zwar deutlich weniger Fotografinnen, aber alles in allem sind sie besser als die Männer. Sicherlich bestätigen Ausnahmen die Regel; es gibt auch Männer die selbst unter Frauen herausragen, und es gibt auch Frauen über deren Fotos man besser nicht spricht – aber im allgemeinen machen Frauen die schöneren Fotos.
Als interessierter Mensch kann ich das natürlich nicht einfach so hinnehmen; nein, neulich hat sich mir ein ganz vehement pochendes ‘Warum eigentlich?’ aufgedrängt. Daraufhin hab ich mir ein paar Bilder (ok, ein paar 1000 Bilder) bei flickr unter besonderer Betrachtung der Herkunft angeschaut. Also wer hat’s gemacht und womit. Dabei fiel auf:
- Mehr Männer als Frauen machen Fotos
- 70% der Männerfotos (also von Männer gemachten Fotos) sind grausam (was ja die Feststellung war, die mich hier hinführte)
- 30% der Frauenfotos sind grausam
- die meisten Frauen gute Kameras der kleinsten Klasse (also D50, 350D oder so), wenige schießen auf Film und einige holen erstaunliche Ergebnisse aus Fotografischem Müll: billige Kompakte und sogar Fotohandys(!)
- die Männerkameras sind da verschiedener und technikfixierter, also alles von analogen Film-SLR (Nostalgie) über gute Kompakte und kleine SLR bis hin zur DSLR-Mittelklasse
Daraufhin hab ich die Herkunft der guten Bilder noch mal genauer betrachtet und festgestellt, das die Zahl der guten Frauen- und Männerfotos ungefähr gleich ist; da aber mehr Männer Bilder machen/zeigen bestätigt das nur die Feststellung mit den 30 bzw. 70% schlechten Fotos. Bei den richtig guten Fotos ist sogar die absolute Zahl der Männerfotos noch eine Spur höher, auf die Gesamtzahl aller Fotos bezogen bleibt die ‘perfektes Foto’-Quote der Frauen höher.
Nun stellte sich die Frage: Warum haben die Frauen die bessere ‘Trefferquote’, was ist dort meistens besser? Zuerst fiel mir dabei der Bildausschnitt auf. Frauen finden ganz außergewöhnliche Ausschnitte, Perspektiven und Kombinationen von Gegenständen in verschiedenen Entfernungen – sind also innovativ, während Männer gute Arrangements und Ausschnitte selten im Raum, sondern meistens auf einer Ebene finden. Wenn doch der Raum genutzt wird, setzen Männer meistens eine schon mal dagewesene Idee einfach technisch besser um. Der WOW-Effekt rührt also bei Frauen meistens aus der neuen Sichtweise und des Arrangements, während er bei Männern meistens durch die technische Perfektion (Schärfe/Unschärfe-Verhältnis, Schatten, Rauschen, etc.) verursacht wird.
Auf der Suche nach dem Grund dafür kam ich zu folgender Lösung: Nach irgendeiner Studie, die ich irgendwann mal irgendwo gelesen habe haben Männer ein deutlich ausgeprägteres 3D-Seh- und Denkvermögen, während Frauen mehr in Ebenen denken (Link zu einem Beispiel). Nun geht es aber bei der Fotografie gerade um die Abbildung der realen Dreidimensionalität auf zwei Dimensionen – auf die Ebene – und das kommt der Wahrnehmung von Frauen deutlich zu gute. Ein von einer Frau wahrgenommenes Bild (im Raum) wirkt eher ’statisch’, also wie ein Foto, während ein Mann die Gegenstände räumlich trennt.
Beispiel: Mann und Frau stehen vor einem Stadttor, durch das man einen Kirchturm oder Hügel mit Baum in der Ferne sieht. Während eine fotografisch interessierte Frau dieses Motiv sofort erkennt und die Kamera rauskramt, denkt der Mann – wie ich aus eigener Erfahrung weiß – ganz anders. Er nimmt zuerst die Tatsache wahr: Hier ist ein Tor, da hinten ist ein Baum / Kirchturm. Von beidem geht keine Gefahr aus, also lässt er es erstmal gut sein. Ist er nun aber fotografisch interessiert, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens, er hat die Kamera in der Hand und ist auf Motivsuche. Dann hat er gute Chancen das Motiv selber zu finden, so lange er alleine unterwegs ist und nicht abgelenkt wird und mit den Gedanken wo anders ist. Zweitens, er hat die Kamera in der Tasche und hat schon viele Fotos gesehen. Dann klingeln nämlich die Alarmglocken: “Tür, durch die man was sehen kann” -> bekanntes Motiv, schon mal gesehen (bestimmt ursprünglich von einer Frau) -> wirkt meistens toll -> nehm ich doch mal die Kamera raus.
Auch das Blickfeld von Mann und Frau sind völlig verschieden; so hat ein Mann einen Winkel von ±7° vor der Nase mit vollster Aufmerksamkeit, einen Winkel von ±25° mit normaler bis schwacher Aufmerksamkeit und einen ‘nehm ich im Augenwinkel wahr’-Winkel von ca ±90°. Wenn also was außerhalb der ±7° passiert was wichtig ist oder außerhalb der ±25° irgendetwas passiert, muss der Mann den Kopf drehen. Für die Motivsuche ist das natürlich denkbar schlecht, denn mit 7° toll sehen und bis 25° akzeptabel sehen deckt man einen äquivalenten Brennweitenbereich von ca. 300mm in gut bis 110mm in akzeptabel ab. Frauen geht es da deutlich besser; zwar geht da der ‘Augenwinkel’-Bereich nur bis ca. ±65° und der Bereich der vollsten Aufmerksamkeit ist kaum feststellbar, dafür haben sie einen Bereich von normaler Aufmerksamkeit von 0 bis ±45° was einer Brennweite von ca. 50mm entspricht. Fotografen dürften spätestens jetzt etwas merken.
Diese Blickfeldgeschichte hab ich auch mal irgendwo gelesen und kann sie leider nur aus der Erinnerung zitieren; es kann auch sein dass die Winkelzahlen ein bisschen von der Originalstudie abweichen. Aber die Richtung müsste stimmen. Die entsprechenden Brennweiten hab ich aus dem Sigma Objektivkatalog entnommen.
Wenn man sich nun betrachtet, wo diese Unterschiede herkommen, führt einen das in die Steinzeit zurück. Dazu zitiere ich mal wieder eine Studie von irgendwo; wenn irgendwer weiß von wem sie ursprünglich stammt: ich bin um jeden Hinweis dankbar. Nun aber wieder zurück zur Steinzeit. Hier waren Männer für die Jagd und die Frauen fürs Beeren sammeln zuständig. Somit war es für die Männer wichtig, ein rennendes Tier fokussieren zu können, seine genaue Position, Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit festzustellen, die zu erwartende Position des Tieres nach Speerflugdauer zu extrapolieren und dann noch den Speer möglichst zielgenau in das Viech hineinzubugsieren. Das Umfeld war zu dem Zeitpunkt weniger wichtig, es sei denn es handelte sich um ein angreifendes Tier oder einen Feind – daher der große Augenwinkelbereich. Farbe und Form des Tieres hingegen war völlig zweitrangig – denn wenn es gerannt ist war es gesund und lecker; fertig. Farbe und Form hingegen war für die Frauen hingegen sehr wichtig; denn ob die gerade gesammelte Beere nun giftig war oder nicht ließ sich eben nur durch Farbe und Form bestimmen, da Beeren für gewöhnlich überhaupt nicht rennen. Auch ein erstmaliges danebengreifen war nicht weiter tragisch, da die Beere auch beim zweiten Versuch noch am Platz blieb. Wichtig war allerdings, alle Beeren im Umkreis zu sehen, um alle zu pflücken. Daher der breite Blickwinkel.
Diese Überlegung hat mich auf ein weiteres Kriterium der Betrachtung gebracht: Die Farbe. Und ja; es stimmt. Männer arbeiten gerne mit knalligen Farben; weiße Wand mit rotem Feuerlöscher, gelber Briefkasten an Lila Gartenzaun oder surreale HDR-Aufnahmen. Frauen hingegen schaffen es, mit Farben eine Stimmung und ein Ambiente zu erschaffen und Farben filigraner einzufangen und durch Nachbearbeitung bewusst einzusetzen.
Im Idealfall schließen sich also Männer und Frauen zusammen, gehen zusammen auf Fototour und wenn sich jeder bei seinen Schwächen vom anderen helfen lässt, sollten wir noch mehr tolle Aufnahmen zu sehen bekommen. Die dann aber bitte alle bei flickr hochladen, damit wir auch alle was davon haben
Solange möchte ich jeden einladen sich dort schon einmal umzuschauen, auf meiner Seite oder bei einem meiner contacts etwas zu stöbern und sich – und das ist mein Tip – die Favoriten der einzelnen Leute anzuschauen!
2 Vorsätze für entspannteres Reisen im nächsten Jahr:
1. keine hysterisch kreischenden alten Damen mitnehmen.
2. Vorne links einsteigen. Ausschließlich.
Wenn man dazu noch die klassischen Tipps wie ‘nur nachts fahren’ und ‘meide die Bahn’ befolgt, sollte im nächsten Jahr jede Reise zur Freude werden.
3 Gründe, warum unser klassisches Weihnachten flöten geht:
- Da sind zum einen die Weihnachtsbräuche. Es gibt deutsche Weihnachtsbräuche. Oder besser gesagt: es gab sie. Denn heute kennt sie keiner mehr – da nehme ich mich nicht aus. Statt dessen sieht man überall erhängte Weihnachtsmänner an den Fassaden baumeln und absolut discotauglich beleuchtete Tannenbäume in den Vorgärten um die Wette blinken. Irgendwann hat man mal ‘Schneeglöckchen, weiß’ Röckchen’ gesungen, heute plärren einem alle Kinder ‘Rudolf se Rädnoose Raindeer’ und ‘Ool ei wont for kristmes iss iuu’ im Maria Carey Style entgegen. Nicht, dass ich was gegen amerikanische Weihnachtslieder hätte – ganz im Gegenteil mag ich sie bedeutend lieber als die deutschen – aber dann bitte nicht so. Denn erstens kann man ja das Repertoire ergänzen und muss es nicht austauschen und zweitens haben die Amis deutlich mehr als diese zwei Weihnachtslieder – angefangen vom kindertauglichen ‘All I Want For Christmas Is My Two Front Teeth’ über ‘Let It Snow’ bis hin zum erwachsenentauglichen ‘Merry Christmas Baby’ – von dem Christina Aguilera zusammen mit Dr. John übrigens meine Absolute Lieblingsversion eingespielt hat.
- Irgendwann hat man mal eingeführt, das der Anfang des Dezembers als ‘Adventszeit’ galt. Das begann meist am letzten Sonntag im November mit dem ersten Advent, ab dem 1.12. gab es dann Adventskalender, und nach dem vierten Advent gipfelte das ganze dann am 24. Dezember im Heiligabend. Dem Fest der Ruhe und der Liebe, an dem sich auch wirklich jede Familie aufs heftigste in den Haaren lag – was aber nichts machte, da man in den beiden Tagen danach trotz der Pflichtbesuche bei den Verwandten meistens noch genug Zeit fand, um sich bestens zu langweilen entpannen. Aber zurück zur Adventszeit: Diese zusammen mit Familie oder Freunden in aller Ruhe und mit leckerem Gebäck und warmen Getränken am heimischen Kamin zu verbringen ist auch heute noch Ziel der meisten Leute. Da macht einem aber spätestens der örtliche Supermarkt einen Strich durch die Rechnung – sofern man nicht abgebrühter Weihnachtsprofi ist und eine perfekte Vorratspolitik entwickelt hat. Denn die Supermärkte kriegen ihre EINZIGE Weihnachtskram-Lieferung irgendwann im September. Nun bestellen die Supermärkte aber nur genau so viel, wie sie bis Weihnachten auch sicher verkaufen können, denn nur dann ist es wirtschaftlich – danach wird es nur noch zu unrentablen Dumpingpreisen abgenommen. Und damit die Rechnung auch sicherlich aufgeht, stehen spätestens Anfang Oktober alle nur erdenklichen Weihnachtswaren auf Paletten mitten im Gang. Von Schokonikoläusen über Christstollen und Dominosteine bis hin zu Lebkuchen und Spekulatius. Das wiederum hat zur Folge, dass die Leute das Zeug schon dann kaufen – schließlich schmeckt es lecker und jetzt ist es dazu auch noch frisch. Das die Paletten von Jahr zu Jahr früher leer sind, scheint mir jedoch ein Phänomen zu sein. Denn letztes Jahr hatte der damalige Supermarkt meines Vertrauens ab Mitte Dezember keine Lebkuchen mehr – was ich jetzt einfach mal als Maßstab ansetze. Dieses Jahr hatte stand ich schon am 1. Dezember vor leeren Regalen – die Paletten waren schon seit Anfang November weg. Und das nicht nur in meinem Standart-Supermakt, sondern in allen, bei denen die Lebkuchen halbwegs essbar sind. Dominosteine und Spekulatius waren übrigens schon früher leer und seit ca. einer Woche liegen ausschließlich noch ein paar unappetitliche Christstollen in einem Regal neben der Kasse. Abgesehen davon ist Weihnachten vorbei. Wie will man da zu Hause vorweihnachtliche Stimmung aufkommen lassen, wenn man keine Vorräte gehortet hat, selbst nicht Backen kann oder will und auch mit sonstigen Weihnachtsartikeln komplett auf dem Trockenen sitzt.
- Ein Weihnachtsmarkt ist theoretisch ein weihnachtlicher – also mit Tannen, Lichtern, etc. geschmückter – Markt, auf dem Handwerker aus der näheren und weiteren Umgebung ihre Waren feilbieten. Außerdem gibt es noch was zu essen. Das bedeutet: Gebäck, Glühwein, etwas Herzhaftes, Spielsachen aus dem Fichtelgebirge, mundgeblasene Vasen aus dem HOdenwald, ‘wunderschöne’ Staubfänger Figuren aus dem Erzgebirge und Schmuck aus dem Harz. Das ganze besucht man alleine oder mit Freunden um sich zu entspannen, in aller Ruhe nach Weihnachtsgeschenken zu schauen und gemütlich und in Gesellschaft einen Glühwein zu trinken. Findige Leser haben den Unterschied zwischen dieser Theorie und der Realität schon längst gefunden, für alle anderen formuliere ich es auch gerne aus. Es gibt all das wirklich. Die Stände sind Hütten, ‘Made in Canada’ und werden per Frachter importiert, von der Stadt gekauft und zu horrenden Preisen an die Standbetreiber vermietet. Hinter der Hütte des pfälzer Winzers mit dem Glühwein steht kistenweise Glühwein mit ALDI-Label. Die Spielsachen aus dem Fichtelgebirge sind mit Aufklebern versehen, auf denen ‘Made in Taiwan’ steht – aber das bezieht sich bestimmt nur auf den Aufkleber. Der Schmuck aus dem Harz ist zum Teil deutschlandweit identisch, es handelt sich um gegossene Drachenringe und sonstige Amulette, daneben der obligatorische Bonbonstand mit den legendären leckeren Glühweinbonbons – auch deutschlandweit identisch. Zu den Vasen und Ihrer Herkunft sag ich jetzt nix, aber wenn man sie sich anschaut, glaubt man das H wieder schreiben zu müssen… Nun zur Situation vor den Ständen. Mit Ruhe ist es hier nicht so weit her. Es herrscht eine unglaubliche Hektik, Menschen drängeln und quetschen sich wild durcheinander. Zwischendrin eine Frau mit zwei Riesigen Tüten mit Playmobilkisten, mit denen sie überall aneckt und dafür ständig angemotzt wird. Dazu dröhnt aus unzähligen Lautsprechern Weihnachtsmusik im Kaufhausstil, die alles andere als festlich klingt. Das dort keine Weihnachtsstimmung aufkommt, darf daher nicht weiter wundern. Also hilft nur eins: Aus der Not eine Tugend machen und das ruhig bleiben üben – denn wie gesagt – spätestens am Heiligabend beim Familienstreit kann man die Fähigkeit ruhig zu bleiben sicherlich brauchen.
In der WG-Küche hat sich nicht viel geändert, ich bin eben zum Besteckständer gegangen und diesen mal wieder leer vorgefunden. Das Besteck türmt sich dafür zwischen Tellern, Tassen, Gläsern und Pfannen im Abtropfkorb. Diesen Abtropfkorb leere ich für gewöhnlich alle paar Tage zugunsten der Schubladen und Schränke, welche danach wieder gefüllt sind. Meistens tue ich das, bevor ich spüle und finde als unterste Lage des Chaos in der Regel meinen letzten Spül – was schon einiges über die Wegräum-Mentalität der Anderen aussagt. So auch heute geschehen – da ich nichts von der ‘ich mach jetzt gar nix mehr’-Mentalität halte – allerdings mit einer kleinen Neuerung. Alles was im Korb war, steht wieder an Ort und Platz – abgesehen vom Besteck. Das ist gut in einer Salatschüssel im Schrank verstaut. Der Besteckständer bleibt quasi leer und der Vorrat in der Besteckschublade reicht auch für maximal zwei weitere Tage. Irgendwie müssen sie ja mal mitkriegen, dass sich das Zeug nicht von alleine wegräumt.