Hannes’ Blog

Kein Artikel über twitter

Montag, 16. März 2009 von Hannes

Eigentlich hatte ich mir schon im November vorgenommen, in meiner web2.0-Reihe einen Artikel zu schreiben, in dem ich twitter vorstelle. Aber inzwischen muss ich dies nicht mehr tun, denn es gibt einige Dinge, die das überflüssig machen.

Zum einen habe ich vor 2 Jahren wie viele andere auch schon mal einen Artikel darüber geschrieben, und bis auf ein paar Features und ein paar Änderungen in der Art der Nutzung von twitter hat sich seit dem auch nichts verändert.

Zum anderen ist twitter spätestens seit das Flugzeug im Hudson River gelandet ist in aller Munde. Regelmäßig taucht es in den klassischen Medien wie Zeitungen und dem offenbar auch dem Fernsehen auf. Artikel über twitter häufen sich seitdem sowohl auf Blogs als auch dort.

Um twitter herum haben sich mittlerweile haufenweise Programme, Services und Mashups angesiedelt, außerdem gibt es verschiedene Verzeichnisse, wie beispielsweise das Fotografenverzeichnis von Olaf Bathke.

Wer also Infos zu twitter sucht, findet mehr als er jemals lesen kann.

Twitter ist in den letzten Monaten geboomt und zum Massenmedium geworden. Anmeldebestätigungen von Einladungen, die ich vor 2 Jahren versandt habe, trudeln langsam bei mir ein. Menschen ohne Blog und ohne Nerdfaktor beginnen zu twittern und sind begeistert. Inzwischen gibt es aber auch Leute, die twitter nutzen, sich aber anscheinend ein twitter ohne twitter wünschen, da sie sich durch so ziemlich alles genervt fühlen, was twitter ausmacht. Dass man über die Sinnhaftigkeit von twitter streiten kann steht dabei wohl außer Frage – und auch die Einsatzzwecke sind für die einzelnen Nutzer sehr verschieden. Durch die Auswahl, wem man followt, kann man sich selbst entscheiden, ob man sich durch Smalltalk unterhalten lassen möchte, Diskussionen über sinnvolle und sinnfreie Dinge führen möchte oder ob man über die taufrischen Neuigkeiten aus dem Netz und der Welt informiert werden möchte.

Für Leute, die damit immer noch nichts anfangen kann, oder denen twitter keinen Mehrwert bringt, gibt es immer noch eine Möglichkeit. Man kann sich von twitter nämlich auch abmelden – denn was viele zu veressen scheinen: twitter ist freiwillig. Keiner muss twittern und, wie es immer so schön heißt “die Welt mit Belanglosigkeiten belästigen”.

Für twitter-Neulinge empfehle ich: Nicht zu viel glauben, nicht zu viel mutmaßen, sondern einfach mal selber ausprobieren. Einen Account anlegen, TwitterFox für FireFox oder TwitterFon fürs iPhone installieren, ca. 30 Follower nach Interessengebiet aussuchen und ca. 2 Wochen ausprobieren. Ich glaube, dass man sich dann ein recht gutes Bild machen kann. Mir kann man übrigens unter @ht82 followen.

delicious

Sonntag, 09. November 2008 von Hannes

Neulich, auf einer Geburtstagsparty eines Freundes, ging es um das Thema Naturfotografie: ‘Da hab ich vor ein paar Monaten eine großartige Seite im Internet gefunden, ich such sie mal für Dich raus.’ Eine Nachfrage wenige Tage später ergab: ‘Sorry, ich hab gesucht, hab sie aber nicht mehr gefunden.’

Das leidige Problem mit den nicht mehr auffindbaren Seiten

Im Prinzip hat jeder Browser heute die Möglichkeit, Lesezeichen abzulegen und mehr oder weniger komfortabel zu verwalten. Das Problem bei der Sache ist jedoch die Nutzungsbereitschaft. Natürlich hinterlegt man seine wichtigen Inhalte in den Lesezeichen, auch interessante Seiten werden gerne abgelegt. Allerdings stellt sich nach einer gewissen Zeit eine gewisse Überfüllung ein, man merkt dass man nichts mehr findet und beginnt, stark beim Hinzufügen der Lesezeichen zu selektieren. Somit verschwinden Seiten, die zunächst als unwichtig deklariert wurden und erst später relevant werden wieder in den Tiefen des Netzes. Spätestens beim Umzug auf den nächsten Rechner oder bei einer Neuinstallation des Betriebssystems vergisst man allerdings die Lesezeichendatei, und alles war für Katz. Daran, dass man unterwegs, am Rechner auf der Arbeit oder bei einem Freund, nicht auf seine Lesezeichen zugreifen kann, hat man sich inzwischen gewöhnt.

‘Social Bookmarking’ und seine Bedeutung

Eine Möglichkeit, all diese Probleme zu umgehen, bietet das so genannte ‘Social Bookmarking’. Hierbei werden die Lesezeichen nicht mehr lokal auf dem Rechner abgelegt, sondern auf dem Server des Lesezeichenservices im Netz. Heute möchte ich den Service delicious.com vorstellen. (weiterlesen …)

Das web2.0, eine millionenschwere Maschine

Montag, 13. Oktober 2008 von Hannes

‘Och nee, nicht noch ‘ne Community!’, ‘Muss man sich da anmelden?’, ‘Wozu brauch ich das?’ – das sind die Sätze, die man immer häufiger zu Hören bekommt wenn es um neue Services im Internet geht. Als Überbegriff über all diese Phänomene wird gerne der Ausdruck web 2.0 gebraucht. Aber wer blickt da überhaupt noch durch?

Web 2.0, was ist das? Was war denn dann web 1.0?

Um dem häufigsten Irrtum erstmal den Garaus zu machen: web 2.0 ist kein Programm, was man installieren muss. Web 2.0 ist viel mehr die aktuelle Generation des Internets. Denn die Unterscheidet sich grundlegend vom Internet der vergangenen Jahre – die aber nie als web 1.0 o.ä. tituliert wurde.

Anfang der 90er, zu Beginn des www (World Wide Web), also als Internetseiten erstmalig in einem für Menschen angenehmen Format dargestellt und verlinkt werden konnten, wurde das Internet überwiegend von Akademikern und sehr computeraffinen Menschen verwendet. Es lebte davon, dass man die Inhalte einstellte und anbot, die man selbst beisteuern konnte und im Gegenzug die Angebote von anderen einsehen und nutzen konnte. Es war ein ausgeglichenes System. Allerdings war das Einstellen von Inhalten keinesfalls trivial und benötige Fachwissen (html, ftp, …), das nur die wenigsten besaßen.

Diese Anwenderstruktur begann sich zu verschieben, als gegen Ende der 90er immer mehr reine Anwender ohne besonderes technisches Fachwissen begannen das Internet zu nutzen. Es gab im Verhältnis zu den reinen ‘Konsumenten’ immer weniger private ‘Anbieter’ von Inhalten – als logische Konsequenz daraus kamen immer mehr professionelle Anbieter (z.B. spiegel online, online seit 1994) und Online-Shops (z.B. amazon, seit 1995 online) auf den Markt und wuchsen rapide. Onlinewerbung etablierte sich daher sehr schnell und wurde zum Problem. Das Internet war geteilt in Anbieter und Nutzer. (weiterlesen …)

Bilderbrowser PicLens

Dienstag, 01. Juli 2008 von Hannes

Eben bin ich durch einen Tipp auf ipernity auf den Video- und Fotobrowser PicLens gestoßen. PicLens ist ein PlugIn für verschiedene Browser, welches Bilderseiten einen Button hinzufügt, mit dem ein Fullsize-3D Bildbrowser geöffnet wird. Das ganze kommt der Software DestroyFlickr, die neulich von Martin auf kwerfeldein.de vorgestellt wurde, recht nahe, ist aber deutlich flexibler, da sie nicht nur auf flickr läuft, sondern von jeder Website eingebunden werden kann. Außerdem läuft sie als PlugIn im Browser und man muss nicht zusätzlich Adobe Air starten.

Am besten Ihr schaut Euch PicLens selber an, es ist schnell installiert, und 2 Minuten damit arbeiten sagt mehr als 1000 Worte.

Edit: Bei Problemen hilft offenbar der Direktlink für Firefox.

Das StudiVZ stirbt – helft boomloop zu pushen!

Freitag, 04. Januar 2008 von Hannes

Nachdem das StudiVZ als größter Suchtfaktor unter den Studenten sich nun trotz reichlich negativer Publicity in den letzten Jahren in die Gegenwart gerettet hat, habe ich nun genug davon – ich werde mich am 8.1. abmelden. Die Antipathie begann als die zweifelhaften Videos Ehssan Darianis auftauchten, wurde bei unzähligen und stundenlangen ‘Kaffeepausen’ stärker und war seit dem Verkauf Ende 2006 vollkommen ausgeprägt. Don Alphonso hat in seiner Blogbar z.B. in diesem Artikel berichtet, den ich schon vor einiger Zeit hier zitiert habe, damals als Anhang zu dieser Linksammlung. Nachdem nun die AGB’s geändert wurden und ich einer personalisierten Werbung per SMS und IM zustimmen soll habe ich nun keine Lust mehr.

Als Nachfolger habe ich für meinen Teil boomloop gewählt. boomloop ist noch recht jung, existiert meines Wissens seit ca. einem Jahr und befindet sich noch in der private-beta Phase. Das bedeutet, dass man sich noch nicht einfach anmelden kann, sondern eingeladen werden muss. Der Nutzerkreis ist daher noch sehr überschaubar, aber die Plattform ist extrem vielversprechend. Die Optik ist richtig lecker und die Features überzeugen. Außerdem ist boomloop nicht wie momentan üblich von irgendeiner anderen Plattform abgeguckt, sondern wirklich neu. Denn boomloop ist eventbasiert. Jeder Nutzer kann Shouts (das sind Texte, Away-Messages oder Kurzblogeinträge), Links, Locations oder Events eintragen, die dann von anderen kommentiert werden können. Zu Events kann man sich außerdem als Teilnehmer eintragen, Bilder hochladen und vieles mehr. Außerdem können Shouts auch per SMS eingetragen werden – man muss also nicht am Rechner bzw. im Internet sein. Ich für meinen Teil bin begeistert, und möchte daher gerne jeden Leser meines Blogs herzlich einladen. Einfach auf diese Einladung klicken und anmelden! (Der Einladungscode wird automatisch eingetragen.)

-> Zur Einladung!

flickr hats immer noch nicht verstanden

Donnerstag, 21. Juni 2007 von Hannes

Seit heute können deutsche flickr user wieder moderate Bilder sehen. Restricted bleibt weiterhin gesperrt für die Deutschen. flickr hat immer noch nicht verstanden, dass es hier nicht um den Grad der Zensur, sondern um die Zensur überhaupt. Deutsche wollen nicht zensiert werden – und es gibt auch keine Inhalte auf flickr die in Deutschland verboten sind – außer dem Hakenkreuz, welches in der Tat bei uns verboten ist – welches aber jedes 5-jährige Kind auf flickr sehen kann.

Zensur ist bei uns allerdings verboten. In Deutschland verbotene Bilder sind auf flickr ohnehin schon verboten – oder erlaubt flickr Kinderpornografie? Erlauben Amerikaner Kinderpornografie? Wir haben strenge und wohldefinierte Jugendschutzgesetze in Deutschland, und das Kriterium ‘Bilder die ich nicht meiner Oma zeigen würde’ trifft wohl kaum die Standards dieser Gesetze. Da die Filter meistens von Amis oder nach amerikanischen Kriterien gesetzt sind (so hab ich das immer gehandhabt), filtern sie überwiegend Nacktheit – die in Deutschland allerdings erlaubt ist (siehe Titelblatt Bildzeitung). Selbst der Obermacker vom Jugendschutz sieht das so, das flickr übertreibt, keine Deutschen Gesetze erfüllt sondern offensichtlich eher die eigene ‘Familienfreundlichkeit’ (wohlgemerkt nach amerikanischen Gesichtspunkten) wahren will und das ganze versucht einfach auf deutsche Gesetze abzuwälzen.

Oder keiner bei flickr versteht Deutsch, was ich mir auch gut vorstellen kann bei diversen Übersetzungen – wie will jemand deutsche Gesetze im übelsten Juristendeutsch übersetzen und verstehen, der an ’6 comments’ schon scheitert? Aber vielleicht sollten wir die Zenur einfach mal kurz links liegen lassen, und flickr für das Zeigen des Hakenkreuzes in Deutschland verklagen – denn das ist wirklich eine Straftat in Deutschland. Das steht auch auf englisch im Internet, das hätten sie wissen können und DAS hätten sie filtern MÜSSEN! Leider haben sie sich zu viel auf Titten beschränkt… dumm das. Wenn das durch ist können wir dann ja alle unser Geld zurückverlangen.

flickr liegt im sterben

Mittwoch, 20. Juni 2007 von Hannes

und es tut mir nicht mal wirklich leid – bei der grenzenlosen Arroganz, Ignoranz und Überheblichkeit seitens flickr und inzwischen sogar seitens einiger user hat flickr es wohl nicht besser verdient. Ich spare mir jetzt genauer auf die Zensuren einzugehen – darüber liest man überall sonst genug – die Blogs, Heise, Spiegel-Online und Konsorten sind voll davon; flickr selber quillt über von Anti-Zensur-Gruppen und Protestbildern. Lediglich Explore ist ‘bereinigt’, aber das gibt nur mehr Zündstoff für die Protestler…

Es ist schon sehr schade um flickr, denn es war eine sehr gute und einzigartige community – es gab viele coole Leute, viele hervorragende Bilder, eine super Gemeinschaft und und und. Es gab zwar schon immer viele Stinkstiefel, aber von denen hat man selten was bemerkt. Und der Anteil der Schmuddeluser blieb auch stets auf einem moderaten Niveau. Daher wollte ich auch zunächst noch ein bisschen abwarten was so passiert, aber inzwischen ist mir klar geworden: Es wird nie mehr so werden wie es war. Denn die ‘coolen Leute’ – kreative Köpfe die frei und quer denken, tolle Ideen haben, diese meist perfekt umsetzen und ihre Freiheit bei flickr ausgelebt haben – sind innerhalb weniger Tage emigriert. Auf zu neuen communitys, neuen Services, auf zu flickrs Erben – man kennt das noch von Napster vor vielen Jahren. Die Leute sind weg, die community ist tot, ausgehöhlt – und selbst wenn flickr jetzt die angekündigte Lösung ‘aushämmert’ (wörtlich übersetzt), ist es definitiv zu spät. Was übrig bleibt sind die spießigen, in der Spur laufenden, langweiligen Leute, von denen man schon jetzt nur liest: ‘Also mich stört die Zensur nicht’, ‘ich schau mir so was eh nicht an’, ‘stellt Euch nicht so an, ich kann immer noch tausende Bilder sehen – das reicht mir’ oder die Amis die behaupten man sei in Deutschland eben so prüde und müsse das halt in kauf nehmen oder eine andere Regierung wählen. Whatever er damit meint, den Plan hat er nicht, aber er kann laut schreien. Einige seiner Landsmänner und -frauen unterstützen Ihn bei seiner Meinung – glücklicherweise aber nicht übermäßig viele – denn Gott sei Dank sind viele Amerikaner und andere Landsmänner voll auf den Anti-Zensur-Protest aufgesprungen und protestieren kräftig mit, mit Parolen wir ‘morgen sind es Deine Bilder’ oder ‘heute Deutschland, morgen die anderen (bezogen auf die Zensur)’. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Mitprotestierenden.

Aber zurück zu den ‘Flüchtlingen’: Dieser Umstand (dass alle interessanten Leute langsam weg sind) zwingt mich nun doch zum handeln. Und dies ist nun nicht mehr wegen der inzwischen ohnehin verstorbenen community ärgerlich, sondern vor allen Dingen wegen der vielen 3rd-party-apps, die bei mir laufen. Kurz gesagt: mein flickrViewer auf meiner Homepage, der eingebundene flickr-Photostream, die Zufallsbilder auf mySpace, die Möglichkeit die Bilder auf allen Seiten in gleicher Form zu publizieren und den content einfach durch neu arrangieren eines Fotosets mit einem Schlag überall anzugleichen – alles futsch. Und um das alles wieder zu finden, einzubinden, einzustellen und herzurichten werden wieder Stunden draufgehen – sofern es diese Services überhaupt für die neuen Plattformen gibt. Außerdem läuft mein Pro-Account noch bis Januar oder so; und hätte ich gewusst, dass der mir ab Juni nichts mehr bringt, hätte ich dafür diesen Januar sicher kein Geld ausgegeben.

Aber ich werde wohl nicht drumrum kommen. Ich werde wohl umziehen müssen. Und wohin ist wohl auch schon klar: Ipernity. Momentan ist es noch ein Zweitwohnsitz, ich habe dort auch noch keinen Pro-Account, aber man wird sehen wie es sich dort entwickelt. Vielleicht werden in Zukunft flickr und Ipernity parallel laufen müssen, vielleicht werde ich ganz zu Ipernity wechseln – und evtl. – sag niemals nie – passiert ja auch bei flickr ein Wunder, welches die Leute zurückholt. Ipernity ist im Prinzip eine absolute Kopie von flickr, sowohl von den Funktionen als auch (und insbesondere) von der Optik her. Einige Features fehlen noch (Gruppen zum Beispiel), andere Sachen kann es mehr (z.B. das Hochladen von Filmen, Audiofiles und Dokumenten oder einen Blog). Mich findet man dort – ach Gott wie kreativ – unter dem Namen hannes.

Censorship Kills - 2

Bloggen für Schreibfaule – twitter.com

Freitag, 15. Juni 2007 von Hannes

Vor einigen Wochen habe ich eine Seite namens twitter.com ausfindig gemacht – gefunden über einen erstklassigen Landschaftsfotografen hier aus Karlsruhe – Kwerfeldein (sehr empfehlenswert sind sein Photoblog und seine Flickr-Seite).

Twitter – ursprünglich gedacht als erweiterte Statusnachricht (away-message), wie sie aus vielen Instant Messengern (ICQ, AIM, MSN, …) bekannt ist – taugt bei genauerem Hinsehen zu deutlich mehr. Die Seite von Twitter ist sehr einfach gehalten, man kann sein eigenes Hintergrundbild hochladen und hat eine Freundesliste, der andere Twitter-Accounts hinzugefügt werden können. Die Nachrichten (max. 140 Zeilen) können direkt auf der Twitter-Seite im Web-Interface, oder – und das ist der Clou – über das AIM Protokoll eingegeben werden. Mit anderen Worten: Man fügt seiner AIM-Kontaktliste (AIM, iChat, Adium, Trillian) einfach einen Kontakt namens TwitterIM hinzu, und kann nun einfach Nachrichten an diesen Kontakt schreiben, wie man sonst einem Freund schreibt. Der Unterschied ist nur, dass diese Nachricht nicht nur an eine Person gesendet wird, sondern in Echtzeit auf der Twitterseite auftaucht – und das auch bei allen Twitter-Freunden. Außerdem erscheint sie bei allen Freunden die gerade online sind auch im Instant Messenger – als Nachricht von TwitterIM. Der Vorteil davon ist, dass man alle Freunde mit einer Nachricht erreicht und sich komplizierte Multi-Messages oder stupides Copy-Paste einfach sparen kann. Außerdem erscheinen auf den jeweiligen Twitter-Home Seiten der Nutzer die letzten Nachrichten aller Freunde der letzten Tage – man sieht also was los war – auch wenn man nicht online war.

Diese Features nur für away-messages zu nutzen, wäre natürlich absolut unter den Möglichkeiten. Viel mehr verstehe ich Twitter als Möglichkeit zum ‘short-bloggen’. Wer zum Beispiel gerade einen lustigen YouTube-Link über ICQ geschickt bekommen hat, hat momentan recht beschränkte Möglichkeiten: ‘Lachen, schließen, nichts tun’ ist wohl die beliebteste, weil einfachste. Dann gibt es Leute, die den Link über ICQ weiter an Ihre Kontaktliste verteilen. Aber da kennt jeder das Problem: Man durchsucht die Liste, überlegt wen es interessieren könnte, wem es gefallen könnte, wer bestimmt keine Lust auf unnötige Filme hat, und und und. Letztendlich ist man eine Weile beschäftigt, es haben nur 5% der Leute die ihn gut fänden den Link, dafür haben 50% der Leute die ihn bekommen haben keinen Bock drauf oder fühlen sich sogar genervt. Die Überlegung des Bloggers ist wieder eine andere: Lohnt sich der Aufwand, jetzt in mein Blog-Programm zu gehen und einen Artikel dazu zu schreiben? Will ich über diese kurze Schmunzelei wirklich einen Artikel in meinem Blog machen? Will ich mich damit identifizieren? Oder will ich nur leblos dieses Video oder diesen Link ohne Text einstellen? Lohnt sich dafür der Aufwand?

Mit Twitter sieht die Sache nun anders aus: Einfach den Link über copy-paste an TwitterIM schicken – und er steht im Netz. Zu sehen für alle Freunde, wie im Blog. Allerdings mit dem Vorteil, dass hier keine Form und keine Formatierung erwartet wird – die Plattform ist eine Andere: Hier ist genau wie im Instant Messenger der reine Link durchaus passend, ausreichend und angemessen – es wird keine Optik, keine Formatierung und schon gar kein erläuternder Text wie im Blog erwartet. Außerdem wird nichts mehr aufgedrängt: wer es sich anschauen mag, kann es tun, wer nicht soll es bleiben lassen – aber jeder hat Zugriff darauf und jeder kann es sich anschauen.

Also Leute; die Ausrede ‘Nee, ich Blog nicht – das ist mir zu viel Arbeit’ ist keine mehr! Twitter ist da und bietet das, was es bisher nicht gab: Bloggen für faule! ;-)

Greasemonkeyskript für flickr

Samstag, 20. Januar 2007 von Hannes

Kennt Ihr eigentlich Greasemonkey? Das ist eine Erweiterung für Firefox, mit deren Hilfe man Webseiten im weitesten Sinne umgestalten und personalisieren kann. Dazu muss man sogenannte ‘userscripts‘ (die gibts hier) installieren, die jeweils irgendwas machen. Die einen löschen die Werbung aus google, die anderen zeigen mehr Bilder im flickr pro Seite, das nächste fügt einer Profilseite in myspace oder xing einen weiteren praktischen Link hinzu etc pp. (In Wikipedia steht das noch mal genauer.)

Userscripts laden und installieren ist toll, macht auch irgendwo Spaß (sofern sie denn was bringen), aber irgendwo hört der Spaß dann auch auf. Das war bei mir heute Abend der Fall – ich wollte bei flickr einen Link, mit dem ich für jedes Foto die Originaldatei sehen kann. In Originalgröße. Das geht nämlich nur bei machen Fotos, besondere Schnarchnasen haben das leider ausgestellt, und deren Fotos kann man dann nur ‘in klein’ betrachten. Die Originaldaten liegen aber auf dem Server, und da kann man auch drauf zugreifen. Das geht schon immer, man muss nur wissen wie. Das System hab ich auch schon seit längerem geknackt, aber es hat mich genervt dafür immer den Quelltext anzeigen lassen und Links kopieren zu müssen. Damit ist aber seit heute Schluss!

Ich kann zwar eigentlich kein Greasemonkey programmieren, aber ich dachte mir ‘Hey – so schwer kann das nicht sein!’, und hab mich ans Werk gemacht. Und ich muss sagen, ich bin mächtig Stolz – sozusagen Stolz wie ein Schneekönig, denn es hat geklappt! Es ist jetzt zwar auch schon viertel vor 5 – aber hey: wer schaut schon auf die Uhr, wenn’s ums programmieren geht ;-) ! Dafür hab ich jetzt ein tolles userscript für flickr, das mir auf der rechten Seite unter ‘Additional Information’ auf jeder Bilderseite ohne ‘All Sizes’-Button einen Link zum Bild in Originalgröße zeigt. Hat die Seite jedoch einen ‘All Sizes’-Button, passiert nichts. Leider haben nicht alle Seiten diesen Button, da manche Leute glauben, sie könnten so ihre Bilder schützen, was natürlich Firlefanz ist.

*Exkurs* Ich hab mir vorgenommen, möglichst viele Wörter für ‘Unfug’ in meinem Blog zu benutzen. Aufmerksamen Lesern dürfte das schon aufgefallen sein, denn vor Firlefanz stand schon Humbug, Schnickschnack, Mumpitz (das stand glaub ich im WG-Blog), Plörre und manch anderes schönes Wort. Was all diese wunderschönen Wörter gemeinsam haben: Sie werden leider alle viel zu selten benutzt. Und dem will ich entgegenwirken – jawoll! */Exkurs*

Ich werde das Skript übrigens nicht hochladen, da ich gar nicht so genau weiß, wie sich das mit den copyrights verhält und auch keine Lust habe mich darum zu kümmern. Zumindest nicht mehr heute. Wenn jemand das Skript haben möchte, möge er sich vertrauensvoll an mich wenden: Ihr könnt’s gerne haben!

HTML – Tutorial

Freitag, 19. Januar 2007 von Hannes

Nachdem ich gestern in unserem WG-Blog ein HTML-Tutorial für Blogger geschrieben habe, dachte ich mir, dass es super wäre, dieses auch auf meiner Homepage anzubieten. Daher hab ich es ein wenig (ok – ein wenig mehr) überarbeitet und nun ist es endlich hier zu finden: Mein Mini HTML-Tutorial für Blogger.

Seiten

Suchen


RSS-Feeds

Kategorien

Blogroll

Meta

 

© Hannes – Powered by WordPress – Design by Vlad (aka Perun), modified by Hannes