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	<title>Hannes' Blog &#187; reisebericht</title>
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		<title>Das UX-Camp 2009 in Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 15:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade sitze ich mal wieder im Zug, diesmal im ICE 875 von Berlin nach Karlsruhe. Alles läuft bestens: Es gibt keinen HotSpot wie meistens &#8211; dafür aber jede Menge Verspätung und viele auf dem Gang sitzende, stehende und liegende Menschen &#8211; wie immer. Langsam entwickele ich sogar eine gewisse Bewunderung für die Deutsche Bahn, denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade sitze ich mal wieder im Zug, diesmal im ICE 875 von Berlin nach Karlsruhe. Alles läuft bestens: Es gibt keinen HotSpot wie meistens &#8211; dafür aber jede Menge Verspätung und viele auf dem Gang sitzende, stehende und liegende Menschen &#8211; wie immer. Langsam entwickele ich sogar eine gewisse Bewunderung für die Deutsche Bahn, denn kein anderes Unternehmen (außer vielleicht Microsoft) schafft es, seine Kunden seit Jahren mit Füßen zu treten, bekannte Probleme die leicht zu lösen wären mit stoischer Ruhe einfach zu ignorieren und dabei nicht pleite zu gehen.</p>
<p><strong>Aber genug dazu: jetzt zu Berlin und zum UX-Camp.</strong></p>
<p>Berlin war wie immer super, unterwegs dorthin war ich mit <a href="http://twitter.com/joblerone">@joblerone</a>. Angekommen sind wir schon am Mittwoch Abend, die vier Nächte haben wir bei <a href="http://twitter.com/mittemellan">@mittemellan</a> verbracht, wo es mal wieder superschön war. Danke dafür!</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/hannes/4950820"><img src="http://u1.ipernity.com/11/08/20/4950820.18cd4df7.500.jpg" width="500" height="100" alt="Collage 1" border="0"/></a><br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/hannes/4950821"><img src="http://u1.ipernity.com/11/08/21/4950821.a9528c21.500.jpg" width="500" height="100" alt="Collage 2" border="0"/></a></p>
<p>Die fünf Tage Berlin haben wir ausschließlich zu dritt verbracht; die ersten Tage in Friedrichshain, im <a href="http://berliner-unterwelten.de/mythos-germania.637.0.html">Mythos-Germania-Museum</a>, im 3D-Kino und in vielen <a href="http://www.qype.com/place/405864-Kiss-Kaffee-Berlin">Cafés</a> und <a href="http://www.qype.com/place/25079-Habibi-Berlin">Imbissen</a>. Am Freitag Abend begann das <a href="http://uxcamp.mixxt.de/">UX-Camp 2009</a> mit der Startup-Party im <a href="http://www.sanktoberholz.de/">St. Oberholz</a>.</p>
<p><strong>Freitag: Startup-Party im St. Oberholz</strong></p>
<p>Vom <a href="http://www.sanktoberholz.de/">St. Oberholz</a> hatte ich schon viel gelesen, auch schon mehrfach die Webseite besucht, selbst war ich dort jedoch bis zum Freitag Abend noch nicht gewesen. Von seinem <a href="http://www.flickr.com/search/?q=st%20oberholz&amp;w=all">Ruf</a> als &#8220;Wohnzimmer der digitalen Bohème&#8221;, wie es oft bezeichnet wird, und was je nach Autor und Kontext sehr positiv oder sehr negativ gemeint ist, hat man an diesem Abend nicht besonders viel mitbekommen. Die komplette obere Etage war für die Besucher des UX-Camp reserviert und auch in der obligatorischen Rauchertraube vor den Türen waren sehr viele <a href="http://twitpic.com/5rmdi">UX-Camp-Badges</a> zu sehen, so dass die paar zusätzlichen Geeks, die im Erdgeschoss an ihren Laptops saßen, gar nicht weiter auffielen. Doch spätestens <span id="more-653"></span>nachdem man das kostenlose WLAN gefunden und die Wandsprüche an der großen Tafel im Erdgeschoss gelesen hatte, wusste man, dass das &#8220;Wohnzimmer der Digitalen Bohème&#8221; wohl nicht zu weit gegriffen ist und die vielen von Laptops erhellten Gesichter wohl quasi zum Inventar gehörten und nicht nur des UX-Camps wegen hier waren.</p>
<p>Die Party war sehr schön, ich habe dort bereits ein paar nette Leute kennen gelernt und einige Interessante Gespräche geführt. Auch sehr schön war es, wieder mal Leute, die man schon länger aus twitter &amp; Co kannte, endlich mal live und in Farbe zu treffen &#8211; darunter <a href="http://twitter.com/zellmi">@zellmi</a>, <a href="http://twitter.com/paulinepauline">@paulinepauline</a> und <a href="http://twitter.com/kcu">@kcu</a>. Auch die ersten Poken wurden an diesem Abend schon nachgefragt, der gegen drei Uhr im Burger King am Alex mit <a href="http://twitter.com/mittemellan">@mittemellan</a>, <a href="http://twitter.com/joblerone">@joblerone</a> und <a href="http://www.flickr.com/people/berlinhannes/">Hannes</a> (kein @) endete.</p>
<p><strong>Mission: Poken</strong></p>
<p>Über die drei Tage UX-Camp 2009 hatte ich eine <a href="http://twitter.com/paulinepauline/statuses/1804313508" class="broken_link">besondere</a> <a href="http://twitter.com/weexinsitu/statuses/1893271447">Rolle</a> <a href="http://twitter.com/mittemellan/status/1893280172">inne</a> &#8211; ich war &#8220;Der Typ mit den Poken&#8221;. In der letzten Woche hatte ich mit <a href="http://twitter.com/dotdean">@dotdean</a> von <a href="http://missionpoken.de/">missionpoken</a> telefoniert und ihm erzählt, dass ich aufs UX-Camp fahren werde. Da er selbst auf dem zeitgleich stattfindenden <a href="http://fucamp.mixxt.de/">FUcamp</a> in Furtwangen sein wollte, haben wir kurzerhand entschlossen, dass ich einfach ein paar von seinen Poken nach Berlin mitnehme, um dort interessierte Leute zu versorgen. Daher war ich in den letzten drei Tagen immer mit einer kleinen missionpoken-Tasche unterwegs, und Anlaufpunkt in Sachen Poken.</p>
<p><strong>Samstag: Erster Tag</strong></p>
<p>Der erste &#8220;richtige Tag&#8221; des UX-Camp <a href="http://www.flickr.com/photos/bloggingdagger/3564129060/">begann</a> (natürlich viel zu früh) mit einem sehr <a href="http://www.flickr.com/photos/81223571@N00/3556221204/">leckeren</a> <a href="http://www.flickr.com/photos/rerun/3555693221/">Frühstück</a>, gefolgt von der <a href="http://www.flickr.com/photos/81223571@N00/3556481702/">Willkommensveranstaltung</a> und der <a href="http://www.flickr.com/photos/rerun/3555693801/">Vorstellungsrunde</a> im <a href="http://www.flickr.com/photos/81223571@N00/3556482530/">großen</a> <a href="http://www.flickr.com/photos/81223571@N00/3555670201/">Hörsaal</a>. <a href="http://www.flickr.com/photos/bloggingdagger/3564133822/">Veranstaltungsort</a> war das <a href="http://www.esz.hu-berlin.de/">Erwin-Schrödinger-Zentrum</a> am <a href="http://www.flickr.com/photos/81223571@N00/3555671471/">Campus</a> der HU Berlin, der erstaunlich weit außerhalb liegt. Bereits direkt nach der Vorstellungsrunde wurde ich von Anfragen nach Poken und Informationsbedarf darüber regelrecht überrannt, so dass ich ganz spontan und als letzter der <a href="http://www.flickr.com/photos/bloggingdagger/3563354805/">Anbieterrunde</a> eine <a href="http://twitter.com/joblerone/status/1892029326">Poken-Session</a> angeboten habe, die auch gute fünf Minuten später beginnen sollte.</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/hannes/4950822"><img src="http://u1.ipernity.com/11/08/22/4950822.e385d360.500.jpg" width="500" height="100" alt="Collage 3" border="0"/></a></p>
<p>Meine Annahme, dass inzwischen jeder aus der web2.0-Szene Poken bereits kennt, war vollkommen falsch, so dass die (sehr spontane) Session relativ gut besucht war. Leider hatte ich eine ganz andere Session vorbereitet, die zwar thematisch in einem ähnlichen Bereich einzusiedeln war, aber deren Präsentation nicht geeignet war, um Poken vorzustellen. Letztendlich habe ich aus dieser Präsentation nur einige wenige Folien verwendet, das Poken ansonsten frei vorgestellt, demonstriert und gestellte Fragen nach bestem Wissen beantwortet. Die eigentlich geplante Session habe ich auf diesem UX-Camp leider nicht mehr angeboten &#8211; aber das nächste BarCamp kommt bestimmt.</p>
<p>Von den weiteren Sessions, die ich an diesem Tag besucht habe, waren die meisten sehr gut und interessant &#8211; mein Favorit an diesem Tag war jedoch ganz klar die Session &#8220;KISS-Prinzip angewendet bei Doodle&#8221;, angeboten vom <a href="http://www.doodle.com/">doodle</a>-Mitarbeiter Reto Lämmler. Reto hatte wirklich was zu sagen und wusste sehr gut, wovon er sprach, so dass das Zuhören wirklich Spaß gemacht hat &#8211; trotz Stehplatz im Gang. Die Diskussion nach der Präsentation war spannend und voller guter Aspekte und die Relevanz des Themas hat sich nicht nur am gnadenlos überlaufenen Seminarraum gezeigt.</p>
<p><strong>Samstag: Party</strong></p>
<p>Die Party am Samstag Abend fand im Keller der <a href="http://www.qype.com/place/42160-Kohlenquelle-Berlin">Kohlenquelle</a> statt, einer sehr bizarren Lokalität mit einem eigenwilligen Charme. Der Nachteil des Kohlenquellenkellers war die Weitläufigkeit, da sich alle Leute an wenigen Orten sammelten, und beispielsweise der Raum mit der Tanzfläche meist recht leer blieb. Abgesehen davon war es aber eine super Party, es gab Raucher- &amp; Nichtraucherbereiche, viele feine Getränke, Sofas, Sitzecken, eine Tanzfläche, einen Außenbereich, zwei Kicker und &#8211; was oft zu witzigen Dialogen zwischen einander unbekannten geführt hat &#8211; verwirrende Klos. Gezahlt hat an dem Abend Vodafone, der Heimweg wurde von uns in der Besetzung des Vorabends kurz nach zwei Uhr angetreten.</p>
<p><strong>Sonntag: Zweiter Tag</strong></p>
<p>Der Sonntag brachte für mich noch einige interessante Sessions mit sich, darunter die Session &#8220;Interaction Pattern und Branding&#8221; von Konstantin Weiss und &#8220;Designer vs. Developer&#8221; von <a href="http://twitter.com/glembotzky">Rene Glembotzki</a>. Die Session &#8220;GUI 1.0, WEB 3.0&#8243; von Sven Guckes drehte sich nach Computerproblemen zuerst ausgiebig um Linux-Shells (ja wirklich), so dass die Idee, die hinter der Session stand (wenn ich es richtig verstanden habe), leider erst später klar wurde, als sowohl die Konzentration als auch der Zeitrahmen der Session bereits am Ende waren. Schade.</p>
<p>Leider mussten wir an diesem Tag um 15 Uhr das UX-Camp schon wieder Hals über Kopf verlassen, damit wir noch pünktlich unseren Zug erwischten &#8211; der dann doch erst später losfuhr. Das hätte man zwar <a href="http://www.bahn.de/">wissen können</a>, aber verlassen sollte man sich darauf ja auch nicht.</p>
<p><strong>Alles in Allem</strong></p>
<p>Alles in allem war es ein sehr gelungenes verlängertes Wochenende und ein sehr gelungenes UX-Camp 2009 in Berlin, bei dem ich viel Spaß hatte und sehr viele sehr nette Leute kennen gelernt habe. War schön mit Euch! Ein dickes Danke geht an dieser Stelle zum einen an <a href="http://twitter.com/mittemellan">@mittemellan</a> fürs Wohnenlassen und den Tourguide spielen und zum anderen an <a href="http://twitter.com/UXCampBerlin09">@UXCampBerlin09</a>, das <a href="http://uxcamp.mixxt.de/networks/wiki/index.Organisation">Orgateam</a> vom UX-Camp 2009, für ein tolles BarCamp, eine super Organisation, feines Essen und Unterstützung wo man es sich nur wünschen kann.</p>
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		<title>Ein paar Eindrücke aus Amsterdam</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Oct 2007 03:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ganze gibts noch in größer und groß.Das ganze gibts noch in größer und groß.Das ganze gibts noch in größer und groß.Das ganze gibts noch in größer und groß.Leute mit Mighty Mouse, einem neueren MacBook oder einem sonstigen 2D-Scrolling Tool können auch diese Zusammenstellung betrachten. Dort bitte unten auf &#8216;ZOOM IN&#8217; klicken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target='_blank' href='http://www.flickr.com/photos/ht82/1721128456/' title='Photo Sharing'><img src='http://farm3.static.flickr.com/2385/1721128456_4cfb6d95d4.jpg' width='500' height='375' alt='Amsterdam Impressions 1' border='0'></a><br/>Das ganze gibts noch in <a target='_blank' href='http://farm3.static.flickr.com/2385/1721128456_4cfb6d95d4_b.jpg' rel="lightbox[226]">größer</a> und <a target='_blank' href='http://farm3.static.flickr.com/2385/1721128456_d0d9e7165f_o.jpg' rel="lightbox[226]">groß</a>.<br/><br/><a target='_blank' href='http://www.flickr.com/photos/ht82/1721135142/' title='Photo Sharing'><img src='http://farm3.static.flickr.com/2185/1721135142_535cfd2e53.jpg' width='375' height='500' alt='Amsterdam Impressions 2' border='0' /></a><br/>Das ganze gibts noch in <a target='_blank' href='http://farm3.static.flickr.com/2185/1721135142_535cfd2e53_b.jpg' rel="lightbox[226]">größer</a> und <a target='_blank' href='http://farm3.static.flickr.com/2185/1721135142_717b9f1cd8_o.jpg' rel="lightbox[226]">groß</a>.<br/><br/><a target='_blank' href='http://www.flickr.com/photos/ht82/1721140940/' title='Photo Sharing'><img src='http://farm3.static.flickr.com/2301/1721140940_9a90c8dcea.jpg' width='500' height='375' alt='Amsterdam Impressions 3' border='0' /></a><br/>Das ganze gibts noch in <a target='_blank' href='http://farm3.static.flickr.com/2301/1721140940_9a90c8dcea_b.jpg' rel="lightbox[226]">größer</a> und <a target='_blank' href='http://farm3.static.flickr.com/2301/1721140940_f56ac2990f_o.jpg' rel="lightbox[226]">groß</a>.<br/><br/><a target='_blank' href='http://www.flickr.com/photos/ht82/1720301137/' title='Photo Sharing'><img src='http://farm3.static.flickr.com/2054/1720301137_3ff283c674.jpg' width='400' height='500' alt='Amsterdam Impressions 4' border='0' /></a><br/>Das ganze gibts noch in <a target='_blank' href='http://farm3.static.flickr.com/2054/1720301137_3ff283c674_b.jpg' rel="lightbox[226]">größer</a> und <a target='_blank' href='http://farm3.static.flickr.com/2054/1720301137_dceee0d3ed_o.jpg' rel="lightbox[226]">groß</a>.<br/><br/>Leute mit Mighty Mouse, einem neueren MacBook oder einem sonstigen 2D-Scrolling Tool können auch <a href='http://hannestrapp.gmxhome.de/amsterdambilder/klein.htm' target='_blank'>diese Zusammenstellung</a> betrachten. Dort bitte unten auf &#8216;ZOOM IN&#8217; klicken.</p>
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		<title>Amsterdam &#8211; Die Rückfahrt</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Oct 2007 00:40:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine Woche später. Ich sitze wieder in der Bahn: Amsterdam &#8211; Karlsruhe. Eine superschöne Woche in Amsterdam ist zu Ende, die Reise hat sich gelohnt. Amsterdam ist wunderbar ruhig, im geschäftigen Treiben in den Straßen, dem wuseln der Menschen, Fietsen und Roller entsteht eine eigene und wunderschöne Idylle und Ruhe. Irgendwie ist alles in Bewegung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche später. Ich sitze wieder in der Bahn: Amsterdam &#8211; Karlsruhe. Eine superschöne Woche in Amsterdam ist zu Ende, die Reise hat sich gelohnt. Amsterdam ist wunderbar ruhig, im geschäftigen Treiben in den Straßen, dem wuseln der Menschen, Fietsen und Roller entsteht eine eigene und wunderschöne Idylle und Ruhe. Irgendwie ist alles in Bewegung, schnell und unübersichtlich, aber dennoch gelassen und gemütlich. Zwei Ecken und eine Gasse weiter findet sich auch meistens ein Örtchen der totalen Ruhe; zwischen Häuserecken, Grachten, seit Tagen und Wochen geparkten Autos und Brücken liegen Kleinode, die nur gefunden werden wollen. Wenn man sich nicht mit dem Randstein der Gracht zufrieden geben möchte und etwas weiter sucht, findet man bald sogar eine Bank, die zum Ausruhen und genießen einlädt.<br/><br/>Das von mir aufgespürte Nachtleben ist nicht so mein Fall, aber das liegt wohl an mir, denn es braucht wohl einige Zeit, bis man die Vielfalt des Angebotes überblicken kann und die guten Läden gefunden hat. Denn Amsterdam ist überflutet mit wunderschönen Cafés und Kneipen. Es ist unmöglich, sich alle bei einem Stadtstreifzug entdeckten und mit &#8216;da musst Du mal hin&#8217;-Prädikat versehenen Cafés auch nur annähernd zu merken, denn es reiht sich eins ans andere. Es gibt übrigens sehr viele &#8216;normale&#8217; Kneipen, den unzähligen Coffeeshops kann man gut umgehen, dem Gestank von Gras auf der Straße leider nicht immer. Auch das Konzertangebot ist &#8211; dort wohnenden Freunden von mir zu Folge &#8211; unglaublich gut, allein in den nächsten Wochen geben sich offensichtlich Joshua Redman, Mike Stern und Dennis Chambers die Klinke vielen anderen Künstlern dieses Niveaus in die Hand. Es gibt außerdem zahlreiche Museen und unzählige kleine Ausstellungen, die alles mögliche und unmögliche in frei zugänglichen Räumen ausstellen. Die Auswahl an kleinen Läden ist ebenso zahlreich wie vielseitig. Vom Luxusmöbelausstatter über wunderschöne Platten- und Buchläden bis zu abgedrehten Second-Hand-Shops ist alles vertreten. Auch die zahlreichen Märkte laden zum ausgiebigen und stundenlangen Schlendern ein. Hier funktioniert auch feilschen und handeln bestens, was die wie sonst auch in dieser Stadt utopischen Preise ein wenig relativiert. Ich selbst bin mit einer warmen Jacke und <a href='http://www.ipernity.com/blog/hannes/26278' target='_blank'>diesem Schmuckstück von Kamera</a> fündig geworden.<br/><br/>Auch kulinarisch wurden meine wirklich schlimmen Befürchtungen keinesfalls bestätigt. Fastfood regiert die Stadt, aber man bekommt alles nur erdenkliche, die Qualität ist super und auch Restaurants aller Herren Länder sind reichlich vorhanden. Auch in den Supermärkten, die ich besucht habe war die Auswahl größer als in Deutschland, küchenfertig präparierte Produkte von Salat über Gemüse bis marinierte Medaillons liegen appetitlich verpackt in der Kühltheke und schmecken auch sehr hochwertig.<br/><br/>Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, ist die homogene Mischung von Arm und Reich in der Stadt. Von der mit dem Lineal gezogenen Linie zwischen Gucci und bettelnden Kindern, auf der nur noch der gezogene Stacheldraht fehlt, wie man es z.B. aus München kennt und was mich wirklich anwidert, ist hier nichts zu finden. Es gibt keine Ferraris wie in London, und auch kaum fertig in den Straßen liegende Penner. Dafür ist das Mittelfeld breiter, wohlhabende Damen &#8211; gut und teuer aber unauffällig gekleidet &#8211; laufen auf der Straße kreuz und quer mit Männern in fleckigen Jacken auf dem Weg zur nächsten Mülltonne durcheinander. Familien und zielstrebig zur Arbeit gehende Männer laufen im Rotlichtbezirk an den winkenden Prostituierten vorbei, ohne diese zu ignorieren oder zu verachten &#8211; es scheint als lebe man nebeneinander und respektiere sich so wie man ist. Die unzähligen Dealer und selbsternannten &#8216;Guides&#8217; sind zwar sehr kontaktfreudig und manchmal penetrant, aber niemals &#8216;zu&#8217; aufdringlich &#8211; zumindest in meinem Fall haben sie ein deutliches und bestimmtes &#8216;Nein Danke&#8217; verhältnismäßig schnell akzeptiert. Unwohl habe ich mich in der Woche nur ein mal in einer offensichtlich wohl bekannten Straße gefühlt, durch die ich unwissend an einem Abend zu fortgeschrittener Stunde gelaufen bin. Doch selbst dort gab es keine Gewalthandlungen und keine offensichtliche Gewaltbereitschaft &#8211; nur extrem viele bedrohlich in allen nur erdenklichen Ecken und Hauseingängen lehnende Menschen, keine Lampen und keine Läden und Kneipen.<br/><br/>Alles in allem war es wie bereits gesagt eine wunderschöne Woche in einer wunderschönen Stadt, mit viel Sonne, viel Ruhe und unglaublich schönen Orten. Vielen Dank auch an Johanna und Nicole, in deren gigantischer Wohnung ich wohnen durfte. Nach Amsterdam werde ich sicherlich wieder fahren&#8230;</p>
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		<title>London mit Silke</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2007 00:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An diesem Wochenende war ich mit Silke in London. Dort sind wir hingefahren um &#8216;Avenue Q&#8217; (ein sehr geiles Musical) anzuschauen. 2 Tage lang haben wir die Stadt unsicher gemacht, und es war einfach nur geil. London: Viele Menschen, viel Trubel, viel Chaos (die beiden Haupt-U-Bahn-Linien sind gerade geschlossen), viel Reichtum, viel Armut. Nachts liegt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">An diesem Wochenende war ich mit Silke in London. Dort sind wir hingefahren um &#8216;Avenue Q&#8217; (ein sehr geiles Musical) anzuschauen. 2 Tage lang haben wir die Stadt unsicher gemacht, und es war einfach nur geil.</p>
<p><a title="London Tube" href="http://www.flickr.com/photo.gne?id=418200389"><img title="London Tube" src="http://static.flickr.com/173/418200389_75aa3e72d6.jpg" border="0" alt="London Tube" width="500" height="333" /></a></p>
<p align="justify">London:<br />
Viele Menschen, viel Trubel, viel Chaos (die beiden Haupt-U-Bahn-Linien sind gerade geschlossen), viel Reichtum, viel Armut. Nachts liegt in jedem Hauseingang jemand in Pappe gewickelt und schläft, Junkies dealen auf offener Straße, quasinackte Mädels der Güteklasse A so weit das Auge reicht. Auf der Straße wimmelt es von Strechlimos, als eine rosa-pinkfarbene an einer Ampel anhielt, öffneten die Insassen ein Fenster um sich nach unserem Befinden zu erkundigen. Die Insassen: Ein Haufen leicht und unglaublich schick bekleideter Mädels im zarten Alter von 15 oder 16 Jahren, <span style="text-decoration: line-through;">ziemlich betrunken</span> leicht angeheitert und jeweils mit Sektglas in der Hand. Tagsüber ebensolch reges Treiben, weniger Haut, weniger Stretchlimos, dafür auf den Straßen Ferraris in einer Anzahl, in der es bei uns Corsas gibt. London ist laut, grell, unglaublich inhomogen und beinahe unwirklich &#8211; eine tolle Stadt.</p>
<p>Avenue Q hat die Erwartungen auch bei weitem Übertroffen und war absolut gigantisch. Das es gut werden würde habe ich erwartet, aber dass es so gut werden würde nicht &#8211; denn es war wirklich erste Sahne. Die Puppen wurden gigantisch gespielt, die (Puppen-)Schauspieler stehen ungetarnt in Alltagskleidung auf der Bühne und spielen, sprechen, tanzen und singen ihre Handpuppe. Dabei spielen sie alle noch verschiedene Puppen. Das mag sich jetzt eher befremdlich und lieblos anhören, aber wer es gesehen hat wird wissen was ich meine: Eine Schauspielerische Leistung vom Feinsten, die Ihresgleichen sucht. Die Produktion ist perfekt, in jederlei Hinsicht toll gemacht, das ganze findet in einem wunderschönen Theater statt und ist wärmstens zu empfehlen.</p>
<p>Das Hotel (von mir als Luxusklasse, von Silke als akzeptabel bezeichnet) hatte einige Probleme mit der Heizung, aber auch hierfür fand sich eine Lösung (man schnorre einen defekten Radiator, entferne den Schalter und schon wird alles gut) und wer wird sich denn von so einem Kinkerlitz die Laune verderben lassen. Hin- und Rückreise waren mit Verspätung und Stau gespickt, aber letztendlich hat alles bestens geklappt, es gab keine Probleme und es war ein Supertrip.</p>
<p>Alles in allem waren sowohl London, als auch Avenue Q, als auch die Gesellschaft jeweils eine Reise wert, und ich möchte auch hier noch mal ganz explizt loswerden: Danke liebe Silke!</p>
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