Der Kai hat ihn sich irgendwann mal ausgedacht, der Martin macht ihn regelmäßig und auch auf vielen anderen Blogs sieht man ihn inzwischen sehr häufig. Den Netzwerktag.
Und deswegen gibts bei mir heute …keinen.
Denn bei mir ist immer Netzwerktag. Denn auf meiner Sartseite hannestrapp.de ist stets eine Übersicht von Links zu vielen der Portale, auf denen ich angemeldet oder aktiv bin, zu finden. Natürlich freue ich mich auch auf diesen Portalen über Euern Besuch – und darauf, mich auch dort mit Euch zu vernetzen. Schaut Euch einfach mal um. Auch ohne Netzwerktag.
Heute habe ich bei Blogwiese eine Aktion gefunden, bei der Johanna und ich natürlich unbedingt mit machen mussten: “Website Finger Hold – Die Person hinter dem Blog”
Mehr Infos zur Aktion gibts im entsprechenden Artikel bei Jeriko. Und hier sind unsere Bilder.
und
Sehr oft liest man in letzter Zeit den Kommentar “das ist mir zu einsnullig” oder auf persönlicher Ebene “du bist so einsnullig”, was in der Regel als augenzwinkernde Beleidigung gemeint ist. Aber was genau soll das heißen? Was unterscheidet denn einsnull von zweinull? Auch wenn man die Brücke zu web2.0 zieht, ist den meisten Leuten die Bedeutung nicht klar, da es ja das Wort web1.0 erst gibt, seit man nach kürzeren Ausdrücken für “nicht web2.0″ sucht.
Das Design.
Häufig ist die Aussage auf “einsnulliges Design” bezogen, wobei genau das der schwammigste Punkt überhaupt ist – denn Design2.0 ist weder definiert, noch wirklich objektiv beurteilbar. Meistens versteht man zweinulligem Design jedoch ein sehr schlichtes, sehr übersichtliches Design, in dem der Benutzer sich schnell zurechtfinden kann und die Inhalte schnell finden kann. Bei einem umfangreichen Angebot werden dafür häufig Kategorien und Schlagworte (Tags) verwendet, die gepaart mit einer Suchfunktion schnell zu den gewünschten Inhalten führen. Außerdem wird im Hintergrund (beim Gestalten der Seite) besonderer Wert auf die Einhaltung von Standards wie css und valides html gelegt. Aktualisierte Inhalte sollten ferner auch via RSS abonnierbar sein, so das die Informationen vom Benutzer wahrgenommen werden, und in seinem bevorzugten Umfeld angezeigt werden können.
Wer liefert die Inhalte?
Im web2.0 sind die Rollen “Sender” und “Empfänger” bezüglich der Inhalte weitestgehend aufgehoben. Seiten, die überwiegend statisch sind und auf denen der Betreiber Informationen bereitstellt, die durch den Besucher abgerufen werden können, werden daher oft als einsnullig bezeichnet. Zweinullig hingegen sind Seiten, auf denen die Benutzer selbst Inhalte (Bilder, Texte, Empfehlungen, Berichte) veröffentlichen können, und sich zu bereits von anderen veröffentlichten Inhalten beispielsweise in Form von Kommentaren äußern können. Jeder ist somit Sender und Empfänger, Interaktion wird zur Grundlage der Kommunikation auf der Seite.
Spezialisierung und Zusammenarbeit.
Ein weiterer Punkt im web2.0 ist die Spezialisierung von Webseiten auf bestimmte Funktionen. So stellt google maps oder openstreetmap beispielsweise Kartenmaterial, und Seiten wie flickr oder ipernity eine ausgeklügelte und vielseitige Plattform für die Verwaltung und die Anzeige von Bildern bereit. Doodle bietet die Möglichkeit schnelle Terminabsprachen durchzuführen und backpackit oder mixxt stellt – je nach Projektumfang – Werkzeuge für die Organisation von Teamarbeiten bereit. Musik kann man bequem von blip.fm oder deezer beziehen. All diese Angebote lassen sich jedoch durch die Verwendung von Standards und durch das Bereitstellen von offenen Schnittstellen (API) miteinander verknüpfen und so individuell den Bedürfnissen des Einzelnen anpassen.
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Eigentlich hatte ich mir schon im November vorgenommen, in meiner web2.0-Reihe einen Artikel zu schreiben, in dem ich twitter vorstelle. Aber inzwischen muss ich dies nicht mehr tun, denn es gibt einige Dinge, die das überflüssig machen.
Zum einen habe ich vor 2 Jahren wie viele andere auch schon mal einen Artikel darüber geschrieben, und bis auf ein paar Features und ein paar Änderungen in der Art der Nutzung von twitter hat sich seit dem auch nichts verändert.
Zum anderen ist twitter spätestens seit das Flugzeug im Hudson River gelandet ist in aller Munde. Regelmäßig taucht es in den klassischen Medien wie Zeitungen und dem offenbar auch dem Fernsehen auf. Artikel über twitter häufen sich seitdem sowohl auf Blogs als auch dort.
Um twitter herum haben sich mittlerweile haufenweise Programme, Services und Mashups angesiedelt, außerdem gibt es verschiedene Verzeichnisse, wie beispielsweise das Fotografenverzeichnis von Olaf Bathke.
Wer also Infos zu twitter sucht, findet mehr als er jemals lesen kann.
Twitter ist in den letzten Monaten geboomt und zum Massenmedium geworden. Anmeldebestätigungen von Einladungen, die ich vor 2 Jahren versandt habe, trudeln langsam bei mir ein. Menschen ohne Blog und ohne Nerdfaktor beginnen zu twittern und sind begeistert. Inzwischen gibt es aber auch Leute, die twitter nutzen, sich aber anscheinend ein twitter ohne twitter wünschen, da sie sich durch so ziemlich alles genervt fühlen, was twitter ausmacht. Dass man über die Sinnhaftigkeit von twitter streiten kann steht dabei wohl außer Frage – und auch die Einsatzzwecke sind für die einzelnen Nutzer sehr verschieden. Durch die Auswahl, wem man followt, kann man sich selbst entscheiden, ob man sich durch Smalltalk unterhalten lassen möchte, Diskussionen über sinnvolle und sinnfreie Dinge führen möchte oder ob man über die taufrischen Neuigkeiten aus dem Netz und der Welt informiert werden möchte.
Für Leute, die damit immer noch nichts anfangen kann, oder denen twitter keinen Mehrwert bringt, gibt es immer noch eine Möglichkeit. Man kann sich von twitter nämlich auch abmelden – denn was viele zu veressen scheinen: twitter ist freiwillig. Keiner muss twittern und, wie es immer so schön heißt “die Welt mit Belanglosigkeiten belästigen”.
Für twitter-Neulinge empfehle ich: Nicht zu viel glauben, nicht zu viel mutmaßen, sondern einfach mal selber ausprobieren. Einen Account anlegen, TwitterFox für FireFox oder TwitterFon fürs iPhone installieren, ca. 30 Follower nach Interessengebiet aussuchen und ca. 2 Wochen ausprobieren. Ich glaube, dass man sich dann ein recht gutes Bild machen kann. Mir kann man übrigens unter @ht82 followen.
Neulich, auf einer Geburtstagsparty eines Freundes, ging es um das Thema Naturfotografie: ‘Da hab ich vor ein paar Monaten eine großartige Seite im Internet gefunden, ich such sie mal für Dich raus.’ Eine Nachfrage wenige Tage später ergab: ‘Sorry, ich hab gesucht, hab sie aber nicht mehr gefunden.’
Das leidige Problem mit den nicht mehr auffindbaren Seiten
Im Prinzip hat jeder Browser heute die Möglichkeit, Lesezeichen abzulegen und mehr oder weniger komfortabel zu verwalten. Das Problem bei der Sache ist jedoch die Nutzungsbereitschaft. Natürlich hinterlegt man seine wichtigen Inhalte in den Lesezeichen, auch interessante Seiten werden gerne abgelegt. Allerdings stellt sich nach einer gewissen Zeit eine gewisse Überfüllung ein, man merkt dass man nichts mehr findet und beginnt, stark beim Hinzufügen der Lesezeichen zu selektieren. Somit verschwinden Seiten, die zunächst als unwichtig deklariert wurden und erst später relevant werden wieder in den Tiefen des Netzes. Spätestens beim Umzug auf den nächsten Rechner oder bei einer Neuinstallation des Betriebssystems vergisst man allerdings die Lesezeichendatei, und alles war für Katz. Daran, dass man unterwegs, am Rechner auf der Arbeit oder bei einem Freund, nicht auf seine Lesezeichen zugreifen kann, hat man sich inzwischen gewöhnt.
‘Social Bookmarking’ und seine Bedeutung
Eine Möglichkeit, all diese Probleme zu umgehen, bietet das so genannte ‘Social Bookmarking’. Hierbei werden die Lesezeichen nicht mehr lokal auf dem Rechner abgelegt, sondern auf dem Server des Lesezeichenservices im Netz. Heute möchte ich den Service delicious.com vorstellen. (weiterlesen…)
‘Och nee, nicht noch ‘ne Community!’, ‘Muss man sich da anmelden?’, ‘Wozu brauch ich das?’ – das sind die Sätze, die man immer häufiger zu Hören bekommt wenn es um neue Services im Internet geht. Als Überbegriff über all diese Phänomene wird gerne der Ausdruck web 2.0 gebraucht. Aber wer blickt da überhaupt noch durch?
Web 2.0, was ist das? Was war denn dann web 1.0?
Um dem häufigsten Irrtum erstmal den Garaus zu machen: web 2.0 ist kein Programm, was man installieren muss. Web 2.0 ist viel mehr die aktuelle Generation des Internets. Denn die Unterscheidet sich grundlegend vom Internet der vergangenen Jahre – die aber nie als web 1.0 o.ä. tituliert wurde.
Anfang der 90er, zu Beginn des www (World Wide Web), also als Internetseiten erstmalig in einem für Menschen angenehmen Format dargestellt und verlinkt werden konnten, wurde das Internet überwiegend von Akademikern und sehr computeraffinen Menschen verwendet. Es lebte davon, dass man die Inhalte einstellte und anbot, die man selbst beisteuern konnte und im Gegenzug die Angebote von anderen einsehen und nutzen konnte. Es war ein ausgeglichenes System. Allerdings war das Einstellen von Inhalten keinesfalls trivial und benötige Fachwissen (html, ftp, …), das nur die wenigsten besaßen.
Diese Anwenderstruktur begann sich zu verschieben, als gegen Ende der 90er immer mehr reine Anwender ohne besonderes technisches Fachwissen begannen das Internet zu nutzen. Es gab im Verhältnis zu den reinen ‘Konsumenten’ immer weniger private ‘Anbieter’ von Inhalten – als logische Konsequenz daraus kamen immer mehr professionelle Anbieter (z.B. spiegel online, online seit 1994) und Online-Shops (z.B. amazon, seit 1995 online) auf den Markt und wuchsen rapide. Onlinewerbung etablierte sich daher sehr schnell und wurde zum Problem. Das Internet war geteilt in Anbieter und Nutzer. (weiterlesen…)