Vor zwei Wochen war ich in Saarbrücken und habe durch Zufall erfahren, dass dort die Wanderausstellung “Expedition Zukunft” zu Gast war. Wanderausstellung ist in diesem Fall wörtlich zu verstehen, denn die komplette Ausstellung ist fest in einem Zug verbaut – und dieser Zug steuert von April bis November 2009 die verschiedenen Städte Deutschlands an, wo er jeweils ein paar Tage für die Öffentlichkeit zur Besichtigung bereit steht.
Der Zug misst mit seinen 12 Wagons und der Lok 333m, von denen 300m Länge für die Ausstellung zur Verfügung stehen. Er wird an 216 Tagen in 62 Städten zu sehen sein – leider begann die Tour bereits im April, so dass einige Besichtigungsmöglichkeiten schon vorbei sind. Die kommenden Halte sind dem Fahrplan zu entnehmen. Die Öffnungszeiten sind jeweils von 9 – 17 Uhr (an Feiertagen bis 18 Uhr), der Eintritt ist frei.
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Thematisch deckt der Zug die meisten Bereiche der Wissenschaft ab, wobei die einzelnen Themen jeweils in bestimmten Wagen behandelt werden. So dreht sich in Wagen 3 beispielsweise alles um Bio- und Nanotechnologie, in Wagen 10 um das Thema “flexibel und digital” und im Wagen 7 wird unter dem Thema “wirksam und individuell” über die Zukunft von Krankheit und Gesundheit informiert. Im Ausstellungsplan findet sich eine genaue Aufstellung der einzelnen Wagons und deren Themen.
In meinen Augen ist die Ausstellung sehr gut gelungen, denn sie richtet sich an Menschen aller Altersklassen und aller Bildungsstände. Staunen und lernen kann hier jeder: vom Grundschüler bis zum Greis, und vom Hauptschulabbrecher bis zum Promovierten. Dieser bekannterweise sehr schwierige Spagat ist hier geglückt. Die Themenvielfalt ist so hoch, dass der Einsteiger in vieles einen Einblick gewinnen kann, und selbst der Wissenschaftler gewinnt Einblick in Dinge, von denen er bisher nur am Rande gehört hatte.
Empfehlen würde ich die Ausstellung wirklich jedem.
Packt Eure Freunde, Kinder, Nachbarn, Eltern und Großeltern ein, und schaut Euch die Ausstellung an. Ihr werdet viel lernen, viel mitnehmen, und das alles ohne erhobenen Zeigefinger, und ohne zu merken wie im Zug die Stunden verfliegen. Auch für Schulklassen ist diese Ausstellung in meinen Augen sehr interessant, zumal extra Schulklassenführungen angeboten werden, zu denen auch ein Leitfaden für Lehrer zum Download bereit steht.
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Die Ausstellung ist so angelegt, dass die einzelnen Themenbereiche sehr breit und möglichst vollständig abgedeckt werden. Vieles bleibt dabei jedoch unkommentiert und ohne Erklärung, so dass es sicherlich interessant ist, sich für eine Führung anzumelden, die ab einer Gruppengröße von 10 Personen kostenlos gebucht werden kann. Wenn man allerdings jemanden im Bekanntenkreis hat, der technisch und wissenschaftlich versiert, informiert und interessiert ist, kann man diesen auch fragen, mitzukommen. Denn es ist sicherlich auch interessant, diesen zum privaten Besuch mitzunehmen – denn die Ausstellung ist so angelegt, dass solche Leute zu fast jedem Thema etwas erzählen können.
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Weitere Informationen findet Ihr auf der Website der Ausstellung.
Die verwendeten Bilder stammen von AndiH und HansWalter – Danke dafür! Ich hatte in der Ausstellung leider nur mein Handy dabei – von diesem stammt das Video.
edit: Ergänzt werden zwei Videos, die ich noch im Netz gefunden habe: